In der Sitzung vom 24.September 2023 stand als Thema zunächst im Raum, sich mehr mit dem Thema Zukunftsplanung direkt zu beschäftigen. Im Verlauf des Gesprächs kam es dann aber anders 🙂
Ausgehend von längeren Gesprächen zwischen Bettina Pfeifer und Gerd Doeben-Henisch war eine grobe Vision entstanden, wie man ein tieferes Verständnis von Kunst mit der allgemeinen Herausforderung zur Ausgestaltung einer lebensfähigen Zukunft für uns alle verknüpfen könnte. Der gewählte Arbeitstitel ‚Zukunft Planen‘ konnte das anvisierte Spektrum nur grob andeuten.
Im angeregten und intensiven Gespräch zwischen den Spannungspolen ‚Kunst als Hervorbringung von Neuem‘, ‚Kommerzialisiertes Kunstverständnis‘, ‚Alltagsrealität‘, ‚Alltagspolitik‘ und mit Blick auf die bisherigen BiG-Initiativen zentrierte sich das Gespräch im weiteren Verlauf um das nahezu allgegenwärtige Thema ‚Energie‘ und die damit verbundenen ‚Unübersichtlichkeit‘: fast jeder hat dazu eine Meinung, aber übergreifende Konzepte, die eine Mehrheit überzeugen, scheinen noch zu fehlen. Vor allem stand plötzlich das Thema ‚Energetisch Autark‘ im Raum: es gibt immer mehr Gemeinden, die nicht nur energetisch autark sind, sondern diese haben oft sogar einen Überschuss, mit dem sie Geld verdienen. Würde dies in Schöneck auch gehen?
Im ersten Ansatz zum Thema ‚Zukunft Planen‘ hatte es auch noch die Perspektive gegeben, die Rahmenbedingungen heutigen Planungsgeschehens zu thematisieren, inwieweit diese uns behindern bzw. uns helfen könnten. Diese mehr abstrakten Themen würden im Falle der konkreten Frage nach einer möglichen ‚Energie-Autarkie‘ aber nicht verloren gehen: alles, was sich zur Zeit im Rahmen der Energie-Diskussion abspielt, ist von den Faktoren beeinflusst, die im Schaubild zu ‚Zukunft Planen‘ genannt werden (siehe: https://www.oksimo.org/big-zukunft-planen-bausteine/).
Die Gruppe verblieb dann so, dass das Thema ‚Solle Schöneck Energie-Autark werden? — oder kurz: Energie-Autark? — weiter verfolgt werden sollte.
Trotz schönstem Sommerwetter draußen und noch anhaltender Urlaubszeit traf sich an diesem Sonntag doch ein ‚harter Kern von BiGern‘, um das weitere Vorgehen zum Thema ‚Wasser in Schöneck: auch noch Morgen?‘ zu besprechen.
Aufgrund der vielen Recherchen mit Beiträgen von vielen Seiten in Phase I liegt jetzt so viel Material vor, dass es hilfreich erscheint, möglichst schnell mit der Erarbeitung von ersten Simulationsmodellen zu beginnen, die anhand der schon jetzt verfügbaren Daten die Möglichkeit bieten, begründete Voraussagen zur Wasserversorgung der Bürger in Schöneck (und im weiteren Verlauf auch für die Nachbargemeinden und für den ganzen Landkreis) zu generieren.
Schon jetzt ist absehbar, dass die Erarbeitung solcher Simulationsmodelle zahlreiche weitere Fragen aufwerfen werden, auf die wir mangels Daten zur Zeit keine Antworten kennen. Mit Blick auf diese kommende Situation haben wir daher schon jetzt eine offizielle Anfrage an die Geschäftsleitung der MKK Wasserwerke gestellt, ob die Main-Kinzig Werke uns bei der weiteren Ausarbeitung unterstützen könnten. Schließlich geht es ja um das Wohl der Bürger.
Was man bisher auch schon beobachten kann, ist, dass die Frage nach der Zukunft der ausreichenden Wasserversorgung viele andere Bereiche mehr oder weniger direkt auch berührt (Wald, Landwirtschaft, Abwasser, Gebäudetechnik, neue Wohngebiete, Gärten, Wasser für die Tiere, …). Dadurch ergeben sich in kleinen Schritten immer mehr Kontakte zu anderen Experten:innen und Institutionen.
(Achtung: dieser Bericht entsteht dynamisch mit Beteiligung mehrer Autoren: Gerd Doeben-Henisch, Yvonne Heil, …)
BILD: Die Organisatorin der Veranstaltung vom Team Wald: Yvonne Heil (rechts) und der eingeladene Experte Dr. Hans-Jörg Wilhelm (links) vor dem Eingang der Vogelschutz Freunde Schöneck
BILD: Teilnehmer der Exkursion unterwegs
BILD: Die drei typischen Schichten eines Waldes: Baumkronen, freier Aufwuchs und Boden
BILD: Typisches Untersuchungsbesteck für Boden und Bodenbewohner
BILD: Vermodernder Ast mit Moos
BILD: Schleimspuren auf der Rinde
BILD: Löcher der beteiligten Insekten
BILD: Glas mit Käfer
BILD: Kleiner Ast mit schwarzen Punkten
BILD: Moderast mit Fruchtkörpern (schwarz) und Myzel (weiß). Zu Myzel und Pilz siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Mycel.
BILD: Halber Bovist, aufgeplatzt
BILD: Zwei Boviste: geschlossen und geöffnet
BILD: Spuren von starker Erosion des Bodens durch Regen. Das Helle ist feinster fruchtbarer Lösboden. Mit dem Abtrag ist dieser Boden für den Wald unwiderbringlich verloren.
BILD: Blätter einer Variante der Eiche: Roteiche
BILD: Blätter eines chinesischen Baumes, der hier eine fremde Art markiert.
BILD: Hier die Rinde des chinesischen Baumes
BILD: Abheben eines Rindenstücks mit Spuren eines ringförmigen Nests
Vorab zum Lehrprojekt waren mögliche Themen für Schöneck im Kontext der Nachhaltigkeit vom Dozenten-Team ausgewählt worden. Diese wurden möglichst ‚generisch‘ formuliert, um den studentischen Teams einen möglichst großen Spielraum zu bieten, diese Themen dann mit Blick auf die konkreten Verhältnisse in Schöneck und unter Berücksichtigung der verfügbaren Kompetenzen dann selbst zu konkretisieren. Es waren die Themen:
Energie
Finanzen
Landwirtschaft
Verkehr
Wasser
Wald
Ergebnisse
Nach der Orientierungsphase der Teams (mindestens die ersten drei Sitzungen) begannen diese dann sich mehr und mehr zu formieren und zu fokussieren. Das zunächst ‚Befremdliche‘, mit Studierenden aus anderen Fachbereichen zusammen arbeiten zu können (müssen!), erwies sich dann — wie in allen vorausgehenden Semestern — für alle als große Chance und Bereicherung. Es wurden durchweg sehr originelle Konzepte entwickelt, die sich dann in innovativen Spielkonzepten manifestierten. Der durchweg intensive Austausch unter allen Teams (einmal über die gemeinsamen Modulsitzungen online, dann auch durch die online ‚Team-Historie‘ mit allen Protokollen und Videos) führte zu steilen Lernkurven, die in letztlich wenigen Wochen eindrucksvolle Ergebnisse ermöglichten.
TEAM 1 ENERGIE
In der Einleitung zum Spiel vom Team 1 heißt es: „Unsere Spielidee entstand aus dem Gedanken, die Energieversorgung einer Gemeinde auf Nachhaltigkeit hin zu untersuchen. Mit unserem Spiel Schöneck For Future möchten wir verdeutlichen, wie die Gemeinde Schöneck versucht die Energiewende umzusetzen, damit dem Klimawandel entgegenzutreten und welche Herausforderungen, dadurch auf die Gemeinde zukommen. Wir greifen, die im Vorwort beschriebene Thematik der Nachhaltigen Entwicklung hinsichtlich Energieversorgung auf. Die Basis des Spiels bildet die Fragestellung: Kann eine Gemeinde energiepolitische Entscheidungen treffen und dabei die eigene Energieversorgung, sowie die zukünftig Klimaneutralität berücksichtigen?“
Die komplette Spielbeschreibung umfasst 55 Seiten.
(Abdruck mit Erlaubnis der Studierenden von Team 1. Alle Rechte liegen bei den Mitgliedern von Team 1).
TEAM 2 FINANZEN
Auf der Basis des Haushaltsplans der Gemeinde Schöneck von 2022 [1] hat das Team unter dem Namen ‚Kommunopoly‘ ein Spiel entwickelt, das den Spielern hilft, das Wechselspiel zwischen verfügbaren Geldern, notwendigen Investitionen und dem Faktor Nachhaltigkeit am eigenen Verhalten erfahren zu können.
(Abdruck mit Erlaubnis der Studierenden von Team 2. Alle Rechte liegen bei den Mitgliedern von Team 2).
Angeregt durch eine Expertin für moderne ökologische und nachhaltige Landwirtschaft in der Region hat das Team 3 die gesamten Rahmenparameter analysiert und ein Spiel entwickelt, das unter Berücksichtigung der absehbaren klimatischen Änderungen zeigt, wie Landwirtschaft auch in Zukunft möglich sein könnte. Allein das künstlerisch gestaltete Spielbrett (aus Holz, dreidimensional, realen Objekten) ist ein Hingucker wert.
(Abdruck mit Erlaubnis der Studierenden von Team 3. Alle Rechte liegen bei den Mitgliedern von Team 3).
TEAM 4 VERKEHR
Team 4 hat die gesamt Kommune mit allem, was für den Verkehr relevant ist, nahezu 1:1 auf ihrer Spielfläche abgebildet. Zusätzlich hat es typische Rollen von Bürgern definiert, die sich in ihrem Alltag hin und her bewegen müssen. Aufgrund von realistischen Daten zu Entfernungen, Fahrzeugeigenschaften und CO2-Verbrauch kann so jeder schnell lernen, welche Fortbewegung (auch in Kombination) sich zeitlich, kostenmäßig und bzgl. CO2-Verbrauch auswirkt. Nach wenigen Spielen weiß jeder genug, um sein eigenes Alltagsverhalten besser einschätzen zu können.
(Abdruck mit Erlaubnis der Studierenden von Team 4. Alle Rechte liegen bei den Mitgliedern von Team 4).
TEAM 5 WASSER
Dass die Ressource Wasser weltweit, regional und lokal zunehmend knapp wird — bisweilen richtig dramatisch — wird langsam allen Bürgern bewusst. Das Team 5 ermöglicht durch sein Spiel Einsichten in die Struktur einer kommunalen Wasserversorgung mit den Aspekten ‚Wasserherkunft‘, Wasserinfrastruktur‘, ‚Verbrauch‘, ‚Maßnahmen zur Einsparung‘, und mehr. Gerade diese Tage haben die Kreiswasserwerke für den Main-Kinzig Landkreis die Wasserampel auf ‚Gelb‘ geschaltet, was ernst ist; bislang aber von vielen Bürgern kaum als ‚ernst‘ empfunden wird.
TEAM 6 WALD
Das Team 6 greift in seinem Spiel ‚WALD‘ das Wechselspiel zwischen Baumbestand, Tier und Pflanzenwelt auf. Beim Spielen können die Spieler lernen, welche ‚Ereignisse‘ oder ‚Maßnahmen‘ welche Auswirkungen auf den Wald haben. Aspekte der Nachhaltigkeit sind berücksichtigt.
Kurzvideos
Da einige Teams den Dozenten die Erlaubnis erteilt haben, Teile ihrer Präsentation in Kurzvideos (3-5 Min) zusammen zu fassen, werden wir an dieser Stelle einige der Spiele in Kurzfassungen vorstellen können (geplant ist dies bis spätestens vor dem 24.September 2023; möglicherweise früher).
Der folgende Text mit einer Foto-Strecke (ohne Kommentar) ist ein erster Kurzbericht von Gerd Doeben-Henisch (BiG Moderator). Weitere Texte und Kommentare zu den Fotos folgen von den Expertinnen, die die Exkursion moderiert haben (BiG TEAM WALD Moderatorinnen).
KURZBERICHT von der EXKURSION am 18.Juni 2023
(Letzte Änderung: 19.Juni 2023)
Zwei Expertinnen – Lange Fotostrecke – Der Wald beginnt zu sprechen
Die beiden BiG Themensitzungen im März 23 mit dem Thema ‚WALD‘ waren eine Art Initialzündung, die bewusst machte, wie vielfältig der Wald ist. Zwei Exkursionen mit dem Revierförster für Schöneck im Oktober 2022 und am 17.Juni 2023 brachten zwar erste Erkenntnisse zum Wald aus der Sicht der Holzwirtschaft (Etwa: Wie kann ein mäßig geschützter Wald für die Gemeinde auf Dauer genügend Ertrag und Holz ermöglichen), aber das eigentliche Verstehen der verschiedenen Pflanzen, ihr Zusammenspiel, auch mit den verschiedenen Tieren und Insekten, standen in der forstwirtschaftlichen Sicht eher nicht im Vordergrund. Anders bei der mehr biologisch orientierte Sichtweise der BiG Waldexkursion am 18.Juni 23. In Begleitung der beiden Expertinnen Yvonne Heil (Tierärztin und Naturschützerin) und Annette Dieckmann (Biologin und Naturschützerin) begannen die Pflanzen, die verschiedenen ‚Gesellschaften von Pflanzen‘, mit den unterschiedlichen Pilzen und diversen Kleinstlebewesen, ein wenig zu uns zu sprechen. Es enthüllte sich auf Schritt und Tritt eine vielfältige, spannende Lebenswelt mit sowohl ‚Konkurrenzen‘ zwischen den Pflanzen wie auch mit ‚Kooperationen‘. Zudem ermöglicht der sehr gute Boden des Waldes (Büdesheim-Kilianstädten) eine große Vielfalt an Pflanzen, die eher ungewöhnlich ist.
Aktuell findet sich auf der Seite nur ein Kurzbericht und eine Fotostrecke mit 41 Fotos. Es ist geplant, dass die beiden Expertinnen zur aktuellen Fotostrecke viele Aspekte sowohl im Detail wie im größeren Zusammenhang noch erläutert werden
Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Doeben-Henisch
(BiG Moderator)
FOTO-STRECKE ZUR EXKURSION
(Letzte Änderung: 19.Juni 2023; am 23.Juni: Fotos von Totholz am Exkursionsweg hinzugefügt)
Die folgenden Fotos wurden während der Exkursion aufgenommen begleitend zu den Erklärungen der beiden Expertinnen Yvonne Heil und Annette Dieckmann. Diese Fotos sind kurz kommentiert und geben einen kleinen Einblick in ökologische Zusammenhänge.
BILD : Vor der Schranke zum Haus der Vogelschützer (1), erste Totholzhaufen, älter mit Moosbewuchs
BILD : Vor der Schranke zum Haus der Vogelschützer (2)
BILD : Vogelschutzheim
BILD : Platz direkt vor dem Haus, links
wir besprechen kurz die Pflanzen in der Krautschicht, die hier nicht repäsentativ für unseren Biotoptyp (Waldmeister-Buchenwald) sind, jedoch interessante Arten bieten, die hier, lokal, als Zeigerpfanzen zu bewerten sind, z. B. Brennnessel, Klette, Ampfer
BILD : Platz vor dem Haus der Vogelschützer, rechter Rand, nährstoffreicher Bereich mit starkem Lichteinfall
BILD 3
BILD 4: Blätter der großen Klette
BILD 5 Brennnessel als Nutzpflanze für bestimmte Schmetterlingsarten
BILD 6 wir kämpfen uns zu unserer zweiten Station durch schulterhohe Brennnesseln und versuchen neben der Buche entlang des Weges auch andere Baumarten zu bestimmen
Die nachfolgenden Bilder zeigen Totholz links und rechts vom Weg bis zur ersten Erklärungsstation
immer den Blick auf Totholz als wichtiges Naturelement im Wald
wir erfassen die Bedeutung des liegenden und auch des stehenden Totholzes für unser Ökosystem, identifizieren Moose, Pilze, xylobionte Käferarten
auch Nadelhölzer, als schnellzersetzende Holzart, haben ihre Bedeutung für intakte Wälder
Springkraut
junge Rotbuchen
BILD 7 zweite Station mit Erläuterungen zu Totholzbestimmungen und Bodenbewohnern
BILD 8 Yvonne gibt einen Einblick in die Rolle von ‚Totholz‘ im Wald.
BILD 9 tolles Bespiel eines frischen Bergahornbesatzes
BILD 10: Bergahorn-Blatt
BILD 11 In diesem Bild sieht man sowohl die beiden Expertinnen Yvonne (rechts neben dem Baum) und Annette (rechts in der Mitte, leicht verdeckt, gerade beim Reden) als auch (Gerd, gerade nach hinten schauend, weil Ludwig von hinten rief ‚Foto‘).
BILD 12 Annette beim Erklären. Sie machte auf die verschiedenen Pflanzen aufmerksam sowie die auf die verschiedenen Insekten und Käfer unter dem Laub.
BILD 13: Aronstab
BILD 14 Veilchen
BILD 15 Blick in einen jungen Baumbestand mit Holunder, Ahorn
BILD 16 Junger Holunder
BILD 17
BILD 18 … der Hund einer Teilnehmerin …
BILD 19
Es folgen weitere Bilder von Totholz bis zum Platz mit der stillgelegten Grillhütte
wir definieren Totholz, versuchen die Gesamtmenge in unserem Wald zu ermessen und befassen uns mit Berechnungsmöglichkeiten
liegendes Totholz als Totholzhaufen
älteres, liegendes Buchentotholz
umgestürzte Buche, teils geschnitten, um Rückegasse freizuhalten
BILD 20 zentraler Buchenstumpf mit interessanter Naturverjüngung
BILD 21 Totholz als Wasserspeicher
BILD 22 wir bestimmen Baumarten
BILD 23 vergraste Lichtung mit zentraler Naturverjüngung auf Totholzbereich, am rechten Bildrand teils geforstet
BILD 24 man sucht Schutz vor Sonne im ehemaligen Grillhüttchen
BILD 25 Yvonne erklärt verschieden Baumarten, die sich auf einem Buchenwurzelteller etabliert haben. Wir können auf 1 Quadratmeter 7 Baumarten bestimmen….
BILD 26 geforstete Kirsche mit Ahorn in Naturverjüngung
BILD 27 Brombeere als Problem für Jungbäume im Bereich Kahlflächen
BILD 28 geforsteter Bereich v.a. Kirsche, deutlich mit Brombeere überwachsen
BILD 29 Gräser und Binsen als Zeigerpflanzen
BILD 30 Lichtung mit deutlicher Vergrasung, vereinzelt Waldrapp
BILD 31 Blick auf Totholzhaufen mit Naturverjüngung, Eiche, Hartriegel, Rotbuche
BILD 32 Pilzbewuchs am liegenden Totholz, verschiedene Arten sichtbar, aufgrund der Trockenheit reduziert, Zunderschwamm, Trameten
BILD 33 liegendes Totholz als wertvoller Nistplatz für Käfer und Wildbienen, hier deutliche Bohrgänge sichtbar mit Holzmehl
BILD 34
BILD 35 Blick in Buchenbestand, durchmischte Altersstruktur
BILD 36 Zunderschwamm am liegenden Totholz
BILD 37 Brombeere als Lichtanzeiger, vermutlich einheimische Brombeere ( als invasiv gilt armenische Brombeere )
BILD 38 liegendes Totholz, Baumstümpfe belassen
BILD 39 sogenanntes Wertholz, Buchenstämme warten auf weitere Nutzung
BILD 40 Zersetzungsprozesse am geschlagenen Buchenholz, wir diskutieren Weiß- und Rotfäule
BILD 41 trotz Trockenheit noch Pilzwachstum erkennbar
Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist zwar vereinbart, dass und wie Bürger als politische Vertreter der anderen Bürger auf den unterschiedlichen organisatorischen Ebenen gewählt werden können, aber die Transparenz des Wissens und der notwendigen Präferenzen, die als Grundlage allen Handelns angenommen werden müssen, wird nicht eigens beschrieben oder gar geregelt.
In historischer und systematischer Sicht will sich eine ‚Demokratie‘ von einer ‚Autokratie‘ dadurch abgrenzen, dass in der Demokratie im Prinzip alle Bürger beteiligt werden können. Bei einer Einwohnerzahl von ca. 84 Mio in Deutschland im Jahr 2022 ist eine direkte Beteiligung aller aber praktisch unmöglich. Man muss also einen Weg finden, dass eine kleine aber arbeitsfähige Teilmenge der Bürger das ‚Kerngeschäft‘ von politischer Willensbildung in Form von Leitung von Verwaltungen und Verabschiedung neuer Gesetze wahrnimmt. Wie immer man die Gestaltung dieser ‚politisch bevorzugten Teilmenge‘ von allen anderen vornimmt, man muss dabei berücksichtigen, dass die aktive Teilmenge während der offiziellen ‚Amtszeit‘ nicht ‚losgelöst‘ von allen anderen Bürgern agiert, da ansonsten die Nähe zu einer ‚Autokratie‘ formal bis zu einem gewissen Grad besteht.
Neben dem rein formalen Aspekt einer möglichen Nähe zur ‚Autokratie‘ spielt aber in einer ‚dynamischen komplexen Welt‘ ein anderer Gesichtspunkt eine viel entscheidendere und geradezu fundamentale Rolle: die Meisterung komplexer dynamische gesellschaftlicher Prozesse, dazu oft ausgespannt auf viele Jahre oder gar Jahrzehnte.
Implizite Anforderungen aus dem Ziel
Die Umsetzung des übergreifenden Ziels verlangt — nach heutigem Wissensstand — von einem politischen System mindestens die folgenden Eigenschaften/ Fähigkeiten:
Ein angemessenes Wissen eingebettet in angemessene Erfahrungen, um Komplexität bewältigen zu können.
Eine Kontinuität innerhalb von Entscheidungsräumen, die lang genug sind, um die wichtigen Entwicklungen über längere Zeiträume angemessen managen zu können.
Eine umfassende Transparenz gegenüber allen Bürgern zur Ermöglichung von Vertrauen.
Eine umfassende Vielfalt, um eine zu große Einengung der Perspektiven zu verhindern.
Eine Sicherung von notwendigen Qualitätsstandards, um riskante und das Gemeinwohl gefährdende ‚Schnellschüsse‘ zu verhindern.
Hinreichende Infrastrukturen, um die Punkte (1) – (5) umsetzen zu können.
Notwendige Nachhaltige Wissensstrukturen
Die bloße Verfügbarkeit von vielfältigem Wissen alleine reicht — nach heutigem Wissensstand — aber nicht aus, um einen gemeinsamen Wissensraum zu gestalten, der für alle Bürger (und damit auch für die politisch aktive Kerngruppe) ein transparentes, empirische belastbares und zukunftsfähiges Wissen anbietet. Folgende Anforderungen müssten erfüllt werden:
Wissensform Nachhaltige Theorie
Die vielen einzelnen Fragmente von Wissen können nur dann belastbare Voraussagen für eine nachhaltige Zukunft ermöglichen, wenn die Gesamtheit der Wissensfragmente das ‚Schema einer fiktiven (und dann auch empirischen) nachhaltigen Theorie erfüllen. Die dazu notwendige Struktur ist im nachfolgenden Schaubild angedeutet.
Diejenigen Bürger in einer Gesellschaft, die eine empirisch begründbare nachhaltige Theorie mit möglichen Prognosen formulieren wollen, müssen kenntlich machen, auf welche ‚Ausgangssituation‘ sie sich beziehen wollen, welche ‚Veränderungen‘ sie hinsichtlich der Ausgangssituation für ‚möglich‘ halten, und welche ‚Folgezustände‘ sich dadurch wirksam ergeben können. Um aus der Vielzahl der möglichen Alternativen jene auszuzeichnen, die die Gesellschaft aufgrund ihrer ‚Präferenzen (Werte)‘ ‚bevorzugt‘, müssen diese angewendeten Präferenzen transparent gemacht werden. Generell muss auch für die Art und Weise, wie angenommene Veränderung auf eine gegebene Situation angewendet werden soll, vollständig beschrieben werden (‚Folgerungsbegriff‘), um Transparenz — und damit Vertrauen — zu ermöglichen.
Der Begriff der ‚Theorie‘ ist einer der wichtigsten theoretischen Begriffe einer ‚rationalen Kultur‘ und beschreibt die minimalem Strukturen, die erfüllt werden müssen, um die Vielfalt des Wissens in belastbare Prognosen und damit Planungen für eine nachhaltige Zukunft nutzbar zu machen.
Kommunikations- und Handlungsform ‚Kollektive Intelligenz‘
Das Schema einer nachhaltigen Theorie, das soeben beschrieben wurde, kommt aber erst dann voll zum Tragen, wenn man die Gesamtheit aller Bürger — mit dem politischen Kern als Teilmenge — begreift als eine einzige große Intelligenz, die sich durch umfassende Kommunikation und Interaktion realisiert.
Dies setzt aber einen ‚Wissensraum‘ voraus, zu dem alle Zugang haben, der von allen mitgestaltet wird, und dessen ‚Grundelemente‘ solche nachhaltigen Theorien sind, die sich auf Anforderungen in Simulationen verwandeln können und die auch beliebig miteinander auf Anforderung zu einer größeren Theorie ‚vereinigt‘ werden können.[3]
Im Rahmen einer kollektiven Intelligenz behalten zwar die gewählten Vertreter die besondere Funktion, letztlich die gesetzesrelevanten und für die Verwaltungen maßgeblichen Entscheidungen zu fällen, doch der Weg zu diesen Entscheidung wäre eingebunden in den gemeinsamen Wissensraum der Bevölkerung sowie in die hier stattfindenden Kommunikationsprozesse. Eine Entscheidung ohne eine ausreichende Basis in dem gemeinsamen Wissensraum müsste allerdings als ein ‚Ausnahmevotum‘ immer möglich sein. ‚Innovationen‘ sind ihrer Natur nach zu Beginn immer ‚Minderheitsmeinungen‘. Diese generell auszuschließen würde die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft erheblich behindern. Auf der anderen Seite würden im neuen Theorie-basierten Wissensraum viele komplexe Prozesse abgebildet werden können, die sich per se einer einfachen Lösung entziehen.
Langfristige Perspektiven
Mit der Einigung auf die Nutzung von Wissen im Format empirisch begründbarer nachhaltiger Theorien, eingelagert in einen für alle zugänglichen Wissensraum, wäre die Behandlung von zeitlich ausgreifenden Prozessen zumindest im Prinzip jederzeit möglich; auch die Untersuchung von ‚Wechselwirkungen‘ zwischen den verschiedenen Faktoren in verschiedenen Prozessen
[2] Die Anzahl der Abgeordneten des 20.Bundestags beträgt ab 26.Oktober 2021 laut Wikipedia ‚736‘.(URL: https://de.wikipedia.org/wiki/20._Deutscher_Bundestag ). Die Zahl der Abgeordneten entspricht damit nur 0,0008% der gesamten Einwohner (wobei allerdings nicht alle ‚Einwohner‘ auch ‚Bürger‘ sind!)
[3] Einen ersten Hinweis darauf, wie solch ein gemeinsamer Wissensraum aussehen könnte, bietet die Wikipedia Enzyklopädie, wenngleich die heutige Wikipedia noch weit davon entfernt ist, nachhaltige Theorien als Bausteine zu besitzen.
Ankündigung: WASSER UND SCHÖNECK am So 4.Juni 2023, 11:00 – 13:00, Brendelsaal (Altes Schloß, Büdesheim) Teil 2: WASSERWERKSTATT – Mehr zum knappen Rohstoff Wasser
Am 7.Mai hatten wir das Thema WASSER erstmals aufgegriffen. Seit den extrem trockenen Jahren seit 2018 nimmt die Diskussion darüber zu, wie viel Wasser wir denn eigentlich haben. Immer mehr Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass wir nicht nur weltweit ein großes Wasserproblem haben, auch nicht nur in Europa, sondern auch in weiten Teilen von Deutschland. Was ist mit dem Main-Kinzig Kreis? Was ist mit Schöneck? Die Einführung einer Wasser-Ampel klingt im ersten Moment gut, aber was nützt uns diese, wenn es absehbar eventuell zu wenig oder gar kein Wasser mehr gibt? Was wissen wir über unser Wasser? Welche Quellen stehen uns zur Verfügung? Welche Kapazitäten haben diese? Wie ist deren ‚Regenerierung‘? Wer verbraucht überhaupt Wasser? Wie viel? Was können wir selbst tun? Viele Fragen stellen sich; wer kann sie beantworten?
Bevor wir eine gemeinsame Fassung von diesen Fragen zum Ende der Sitzung für die weitere Versendung verabschieden soll anhand eines verbesserten Modells zur Entstehung und zum Verbleib von Grundwasser gemeinsam ein Szenario durchgespielt werden, in dem es darum geht: Was passiert, wenn … ?
MODERIERT wird die Veranstaltung von
Prof. Dr. Gerd Doeben-Henisch, der auch Mitglied im Vorstand des Grünen Ortsverbands in Schöneck ist.
KONTAKT
Email: big@oksimo.org
WAS KANN BiG TUN?
(Letzte Änderung: 16.Juni 2023)
Bevor man sich in in ein Thema hinein stürzt kann es helfen, sich vorab klar zu machen, was könne wir als BiG erreichen bzw. was wollen wir erreichen.
Klar ist, die Mitwirkenden bei BiG sind keine gewählten politischen Vertreter, die im Rahmen der Gemeindeversammlung rechtskräftige Entscheidungen fällen. Allerdings ist auch klar, dass die 37 gewählten Vertreter:innen der Gemeindevertretung in Schöneck mit ihren knapp 0.3% Anteil an den ca. 12.600 Einwohner (Zahl der Einwohnermeldestelle Schöneck) mit großem Abstand in keiner Weise die Erfahrungen, das Wissen und die Werte jener Bürger vertreten können, die sie gewählt haben (die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2021 lag bei 56% von 9.472 Wahlberechtigten, und diese repräsentieren nicht alle Einwohner von Schöneck!).
Wie die verbleibenden wenigen Demokratien weltweit (nur noch 14 von 193 Ländern!) [13,14] in den letzten Jahren immer mehr lernen, die dynamische und komplexe Weltlage mit Problemstellungen, die z.T. viele Jahre in die Zukunft verweisen, kann letztlich nur durch das Zusammenwirken von allen Bürgern mit ihren gewählten politischen Vertretern geleistet werden. Es kann also nicht darum gehen, einen ‚Gegensatz‘ zu den gewählten politischen Vertretern aufzubauen, sondern nur darum, einen ‚möglichst guten Austausch‘ an Erfahrungen, Wissen und Werten zu unterstützen, um alle Fähigkeiten konstruktiv zu mobilisieren, die wir haben.
Ein Austausch verlangt von allen Beteiligten eine hinreichende ‚Kommunikation‘ verbunden mit der Aktivierung von notwendigem ‚Wissen‘ und eine für alle zugängliche ‚Dokumentation‘ als gemeinsamer Bezugspunkt.(siehe z.B. [16])
Ein guter Anlass für Kommunikation, Recherche und Kommunikation sind immer Fragen, die sich einem im Alltag stellen, besonders solche Fragen, die viele Bürger betreffen und die man sich nicht ohne weiteres einfach alleine beantworten kann. Das minimale Anliegen von ‚Bürgern im Gespräch‘ wäre dann, so viele ‚Experten‘ zu finden, wie es notwendig ist, hinreichend befriedigende Antworten zu erhalten. Und wenn diese Antworten dann so sind, dass sie Sachverhalte deutlich machen, die ein politisches Handeln verlangen, spätestens dann sollte das Gespräch mit den gewählten Vertretern gesucht werden . Je besser die ‚Gesprächskultur‘ zwischen Bürgern und ihren gewählten Vertretern in einer Kommune ist, umso einfacher und produktiver werden solche Gespräche sein. Letztlich sitzen alle im gleichen Boot und es wäre vorteilhaft, wenn alle sich im Bemühen ergänzen, gemeinsam eine optimale Lösung zu finden.
Eine sehr erfolgreiche Methode seit mehr als 100 Jahren zur gemeinsamen Erkundung eines Themas mit Gelegenheit zum Lernen, zum persönlichen Austausch und zur exemplarischen Planung ist das ‚Planspiel‘: beliebig viele Menschen organisieren sich in Gruppen und spielen ein vorher ausgewähltes Thema nach bestimmten Regeln durch. Anschließend wertet man gemeinsam den Ablauf aus.
Der bisherige Verlauf der Sitzungen und Diskussionen zum Thema ‚Wasser‘ legt nahe, versuchsweise ein öffentliches Planspiel zum Thema Wasser zu organisieren.
LOKALE ABGRENZUNG
Es gehört zur lokalen Besonderheit in Schöneck seit dem Jahr 2022, dass sich im Umfeld der Planung zum Bau eines neuen Rechenzentrums (RZ) in Schöneck eine sehr lebendige Bürgerinitiative (BI) gebildet hat, die durch viele Aktivitäten versucht, auf die Risiken aufmerksam zu machen, die sich mit diesem Projekt für die Gemeinde nach ihren Recherchen verbinden.[17]
Ein Teilaspekt der Planung des neuen RZ ist auch die mögliche Auswirkung auf die Wasserversorgung von Schöneck, da das neue RZ im Einzugsbereich einer von den beiden Brunnen geplant wird, die zur Zeit den Ortsteil Kilianstädten versorgen.
Dies vor Augen wurde schon verschiedentlich die Vermutung geäußert, dass die Beschäftigung der Initiative BiG mit dem Thema Wasser letztlich auch genau dieses RZ-Projekt auch im Blick habe.
Dies muss hier klar verneint werden, ohne dass allerdings ausgeschlossen werden kann, dass die Klärung der Wasserversorgung von Schöneck ab einem bestimmten Punkt feststellen könnte, dass es generell eine sehr labile Lage in Sachen Wasserversorgung für Schöneck gibt, aufgrund deren das RZ-Projekt mindestens fraglich wenn nicht sogar sehr gefährlich für die Wasserversorgung in Schöneck sei. Unabhängig von den Planungen zum RZ interessiert sich die BiG-Initiative aber erst mal um die primäre Frage, wie es denn überhaupt um die Wasserversorgung in Schöneck bestellt ist angesichts der sehr deutlichen Änderungen mancher gewohnter Parameter.
PROGRAMM FÜR 4.Juni 2023
Ankommen
Bisheriges Vorgehen
Zur Erinnerung: das Modell zum Grundwasser vom letzten Mal mit Erläuterungen
Versuch, die Fragen vom letzten Mal (siehe: Fragenkatalog ( https://www.oksimo.org/2023/04/28/wasser-workshops-in-der-reihe-buerger-im-gespraech-7-mai-4-juni-2023/)) ein wenig mehr kompakter zu gestalten, so dass auch Quantifizierungen möglich werden.
Bildung von 3er-Teams, um den komprimierten Fragekatalog zu beantworten
Zusammentragen der Ergebnisse mit Diskussion
Weiteres Vorgehen
Komprimierter Fragenkatalog mit Versuch der Quantifizierung
In diesem Vorgehen spiegelt sich die Tatsache wieder, dass unsere reale Welt eine ‚endliche‘ Welt ist, und dass zur ‚Erzeugung‘ von Gütern ein realer ‚Aufwand‘ getrieben werden muss, der sich in ‚realen Preisen‘ niederschlägt. Wollen wir also über die reale Welt reden, kommen wir letztlich nicht darum herum, diese zu ‚quantifizieren‘ und die verschiedenen Vorgänge und Produkte über die Quantifizierung miteinander in Beziehung zu setzen. So dann auch bei unserer Frage, ob Schöneck morgen auch noch genügend Wasser für alle Bürger zur Verfügung hat.
Folgende Fragen scheinen hilfreich zu sein:
Wie viele Einwohner hat Schöneck für ein bestimmtes Zeitintervall?
Wie sicher bzw. unsicher sind diese Zahlen?
Wie viel Wasser verbraucht ein Bürger im Durchschnitt pro Tag?
Wie große ist der Anteil der Privathaushalte am gesamten Wasserverbrauch?
Wie viel Wasser bietet die Wasserversorgung für Schöneck an: in der Vergangenheit und dann — hoffentlich — auch für die Zukunft?
Welche Faktoren sind bekannt, dass sie auf das Wasserangebot einwirken können: fördernd oder vermindernd?
Gibt es einen Verbrauch von Grundwasser in Schöneck außerhalb der offiziellen Wasserversorgung? Wie große ist dieser?
BEANTWORTUNG DER FRAGEN ANHAND DER BISHERIGEN INFORMATIONEN
1. Antwort auf die ‚Frage: Wie viele Einwohner hat Schöneck für ein bestimmtes Zeitintervall?
…
2. Antwort auf die Frage: Wie sicher bzw. unsicher sind diese Zahlen?
…
3. Antwort auf die Frage: Wie viel Wasser verbraucht ein Bürger im Durchschnitt pro Tag?
…
4. Antwort auf die Frage: Wie große ist der Anteil der Privathaushalte am gesamten Wasserverbrauch?
…
5. Antwort auf die Frage: Wie viel Wasser bietet die Wasserversorgung für Schöneck an: in der Vergangenheit und dann — hoffentlich — auch für die Zukunft?
….
6. Antwort auf die Frage: Welche Faktoren sind bekannt, dass sie auf das Wasserangebot einwirken können: fördernd oder vermindernd?
…
7. Antwort auf die Frage: Gibt es einen Verbrauch von Grundwasser in Schöneck außerhalb der offiziellen Wasserversorgung? Wie große ist dieser?
ERGEBNISSE BISHER ZUSAMMENGEFASST
…
KÖNNEN WIR EIN ÖFFENTLICHES PLANSPIEL ORGANISIEREN?
(Letzte Änderung: 16.Juni 2023)
Wie schon unter der Überschrift ‚Was kann BiG tun?‘ angedeutet, ist es eine nicht unwichtige Frage, was man denn mit gewonnenen Erkenntnissen machen kann/ soll: das Wissen für sich zu behalten ist wenig attraktiv, selbst wenn man es öffentlich dokumentiert (wie hier im oksimo.erg Blog). Andere Personen/ Gruppen/ Institutionen mit Briefen zu beglücken, ist ein sehr wackliges Verfahren und kommunikativ schwach. Ein Gespräch organisieren ist intensiver, kann zu einer besseren Verständigung führen. Eine Art Planspiel zu organisieren, bietet erheblich mehr Möglichkeiten zu informieren, sich kennen zu lernen, gemeinsam zu lernen, selbst komplexe Sachverhalte lassen sich damit gut entschlüsseln und werden sehr anschaulich. Jeder könnte teilnehmen.
Voraussetzung für die Organisierung eines Planspiels wäre, dass sich die Ergebnisse in Form eines Spiels organisieren lassen. Der Versuch, ein Planspiel zu formulieren wäre ein direkter Test, ob die bislang zusammen getragenen Informationen genügend Einsichten bieten, um die ‚Dynamik der Situation‘ verstehen und sichtbar machen zu können.
Dann fehlt nur noch ein Termin mit einem geeigneten Raum, eine Einladung für möglichst viele, und dann wird gespielt. Die Presse darf natürlich auch dabei sein.
WEITERES VORGEHEN
(Letzte Änderung: 16.Juni 23)
Eine Gruppe von aktiven Freiwilligen stellt sich der Herausforderung, und versucht eine erste Testversion zu erarbeiten (bis Ende Okt 23?), baut diese weiter aus (bis Ende Nov 23?), und bereitet dann eine erste Veranstaltung für das Frühjahr vor (Ende Jan 24?).
Ein solcher Ansatz bietet den Vorteil, dass er offen ist für alle, sich immer weiter ausbauen lässt, und dass er ‚Prognosen für die Zukunft‘ ermöglicht. Das Thema ‚Wasser‘ ist zudem eng verknüpft mit dem Thema ‚Klima‘, dazu mit einer ‚Regen-‚ und ‚Abwasserstrategie‘ der Gemeinde Schöneck, eng angebunden an die diversen Bauplanungen, Bewässerung von Grünflächen, Wald und Landwirtschaft. Zu allem eignet sich zudem der Aufbau eines passenden Geo-Informationssystems für Schöneck (und Nachbargemeinden?). Auf diese Weise könnte langsam vielleicht eine ‚ganzheitliche Sicht‘ auf die Themen entstehen, die allen nützt: den Bürgern, den gewählten politischen Vertretern, und der Verwaltung.
[2] Webseite zu historischen Daten der drei Ortsteile von Schöneck: https://www.schoeneck.de/dokumente/sonstige-dokumente/geschichte-schoenecks.pdf?cid=crp
[3] Schöneck in der wkp-de: https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6neck_(Hessen)
[4,5] Hessisches Statistisches Landesamt, Wiesbaden, Die Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 30. Juni 2022 (Vorläufige Ergebnisse), Fortschreibungsergebnisse Basis Zensus 09. Mai 2011 ( Bitte beachten Sie die allgemeinen Hinweise ab Seite 2 ) 2., korrigierte Auflage, Oktober 2022, Korrekturen ausgeführt auf Seite 31. Impressum Dienstgebäude: Rheinstraße 35/37, 65185 Wiesbaden Briefadresse: 65175 Wiesbaden. URL: https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/2022-10/AI2_AII_AIII_AV_22-1hj_2kA.pdf
[6a] Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main (WRM) Taunusstraße 100, 64521 Groß-Gerau, www.ag-wrm.de, 2016, SITUATIONSANALYSE ZUR WASSERVERSORGUNG IN DER RHEIN-MAIN-REGION, URL: https://www.hessenwasser.de/fileadmin/user_upload/WRM-Situationsanalyse_2016_Bericht.pdf
[6b] Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main (WRM) Taunusstraße 100, 64521 Groß-Gerau, www.ag-wrm.de, 2021, Wasserbilanz Rhein-Main 2021: Nach mehreren Trockenjahren folgte 2021 wieder ein Normaljahr, URL: https://www.ag-wrm.de/publikationen/publikation-detail.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=670&cHash=1572b8e4d325ca04a3eee225ab11a8a3, oder als Kurzer Fachbericht: https://www.ag-wrm.de/fileadmin/user_upload/BewertungWasserbilanz2021.pdf
[7] Roth, U.: Bestimmungsfaktoren für Wasserbedarfsprognosen. gwf Wasser/Abwasser 139 (1998) Nr. 2, S. 63-69.
[8a] Kreiswerke Main-Kinzig GmbH, 2021, Brunnen Oberdorfelden, Unterlagen zum Wasserrechtsantrag, Projekt 5948-20 Juli 2021, Tel (0 61 51) 94 56-0 • Fax (0 61 51) 94 56 80, www.bgsumwelt.de • info@bgsumwelt.de, An der Eschollmühle 28 • D-64297 Darmstadt, URL: https://rp-darmstadt.hessen.de/sites/rp-darmstadt.hessen.de/files/2022-10/bericht_schoeneck.pdf (Hinweis aus der Gruppe, FM)
[8b] Gemeinde Schöneck, September 2022, AMTLICHE BEKANNTMACHUNG: Bewilligung zur Entnahme von Brunnenwasser, https://www.schoeneck.de/rathaus-politik/aktuelles/amtliche-bekanntmachungen/2022/bewilligung-zur-entnahme-von-brunnenwasser/ (Hinweis aus der Gruppe, FM)
[9a] Regierungspräsidium Darmstadt: Links und Downloads zur Grundwasserversorgung: https://rp-darmstadt.hessen.de/umwelt-und-energie/gewaesser-und-bodenschutz/grundwasser-und-wasserversorgung/links-downloads
[10] Kreiswerke Main-Kinzig GmbH,NEUE INFORMATIONSPFLICHTEN FÜR DIE UNTERNEHMEN IN DER WASSERWIRTSCHAFT, https://www.kreiswerke-main-kinzig.de/fileadmin/user_upload/Wasser/publikation-wasserwirtschaft-kreiswerke-main-kinzig-2023-01.pdf Anmerkung: Sehr guter Gesamtüberblick über die Struktur und Leistungen der Kreiswerke. Für die Fragen aus den BiG-Gesprächen gibt es aber keine ausreichende Basis. Dazu müssen weitere Informationen eingeholt werden. (Hinweis aus der Gruppe, LH)
[12d] Trockenheit macht Versorgern zu schaffen. Kreiswerke Main-Kinzig führen Wasserampel ein. Mittwoch, 22.06.2022, Zitat: „MAIN-KINZIG-KREIS – Für eine Wetterprognose im Hinblick auf die kommenden Sommermonate ist es noch zu früh. Doch schon jetzt ist für die Kreiswerke Main-Kinzig auf Basis ihrer Analysedaten absehbar, dass es zu trocken ist in der Region. Wie auch in Gesamt-Deutschland. Das bereitet der Wasserversorgungsbranche Kopfzerbrechen. Schon im Mai gab es Spitzenverbräuche, wie sonst im Hochsommer. Die Herausforderungen sind vielfältig.“ URL: https://kinzig.news/17827/kreiswerke-main-kinzig-fuehren-wasserampel-ein
[18b] Ulrich Roth, Franco Coppola und Holger Wagner, Das Spitzenlastereignis 2015 im Versorgungsgebiet der Hessenwasser GmbH & Co. KG, gwf – 06-2016, https://www.hessenwasser.de/fileadmin/user_upload/Roth__U.__Coppola__F.__Wagner__H._Das_Spitzenlastereignis_2015_bei_Hessenwasser_gwf_2016_06.pdf (Hinweis aus der Gruppe, FM)
[20] FAZ: HESSISCHES UMWELTMINISTERIUM: Wasserentnahme kann etwas kosten, AKTUALISIERT AM 04.06.2023-20:14: In Rheinland-Pfalz muss die Land- und Forstwirtschaft bereits für die Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser zahlen. Das Land Hessen prüft, ob sie dieser Regelung folgt: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/hessisches-umweltministerium-prueft-ob-wasserentnahme-kuenftig-etwas-kostet-18941561.html?fbclid=IwAR0QBMDm_Sz74bxgHil9ehYmxAXsBHhhuGSliF8dcV0Pei9vszDk9vKVa9E (Hinweis zum Link aus der Gruppe, JM)
[21] Umwelt Bundesamt, 2022, Wassernutzung privater Haushalte, Im Schnitt nutzt jede Person in Deutschland täglich knapp 130 Liter Trinkwasser im Haushalt. Für die Herstellung von Lebensmitteln, Bekleidung und anderen Bedarfsgütern wird dagegen so viel Wasser verwendet, dass es 7.200 Litern pro Person und Tag entspricht. Ein Großteil dieses indirekt genutzten Wassers wird für die Bewässerung von Obst, Gemüse, Nüssen, Getreide und Baumwolle benötigt. URL: https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/wohnen/wassernutzung-privater-haushalte#direkte-und-indirekte-wassernutzung (Hinweis aus der Gruppe, FM)
[22] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Referat Öffentlichkeitsarbeit • 11055 Berlin E-Mail: service@bmu.bund.de • Internet: www.bmu.de: Grundwasser in Deutschland, August 2008, URL: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3642.pdf
[23] Sven Plöger, Rolf Schlenker,(2022), Die Alpen und wie sie unser Wetter beeinflussen, Verlag Malik (Gehört zu Piper, dieser gehört zur schwedischen Bonnier-Gruppe).
[24] t-online, 2016, Wasserkosten in deutschen Städten extrem unterschiedlich, Die lokalen Unterschiede bei den Wasserkosten in Deutschland sind enorm. Das geht aus einer Analyse des Preisvergleichsportals billiger.de anlässlich des Weltwassertags am 22. März hervor. Dafür wurden die Wasserkosten 122 deutscher Städte untersucht., https://www.t-online.de/heim-garten/energie/id_77342378/wasserkosten-in-deutschen-staedten-extrem-unterschiedlich.html (Hinweis aus der Gruppe, FM)
[24b] Wasserversorgung und Preise am Beispiel der Firma Mainova: https://energiemarie.de/wasser/wasserversorger/mainova (Hinweis aus der Gruppe, FM). Siehe dazu das Beispiel: https://www.mainova.de/resource/blob/64518/f8f85c1a72f4ba0d3f5f5aa462ea14d7/preisblatt-aqua-classic-data.pdf (Hinweis aus der Gruppe, FM)
[27] Hauptsatzung der Gemeinde Schöneck, 2021, https://www.schoeneck.de/rathaus-politik/aktuelles/amtliche-bekanntmachungen/2021/hauptsatzung-der-gemeinde-schoeneck/
[28] Geschäftsordnung für die Gemeindevertretung Schöneck: 2014, https://www.schoeneck.de/rathaus-politik/service/satzungen/geschaeftsordnung-fuer-die-gemeindevertretung-und-die-ausschuesse.pdf?cid=321 (Anmerkung: Die Geschäftsordnung enthält
[30] Felix Schwarz, Wie man an Wasser sparen muss. Die Hitze bleibt und es fehlt an Niederschlägen. Viele Kommunen schränken deswegen die Wasserentnahme ein. Doch das reicht nicht. FAZ, 16.Juni 2023, S.9
[31] Sandra Weiss, Wegen Dürre wird Flusswasser beigemischt: Uruguay hat nur noch für drei Wochen Trinkwasser. Durch den extremen Trinkwassermangel kommt es in Uruguay zu Rationierungen und Protesten. Schuld an der Situation sind vor allem das Missmanagement der Regierung und der Klimawandel. URL: https://www.tagesspiegel.de/internationales/durre-katastrophe-uruguay-mischt-fluss-mit-trinkwasser–man-kann-es-schlucken-9950178.html
[32] Webseite von Prof. Dr. Dietrich Borchardt, Leiter des Departments ‚Aquatische Ökosystemanalyse und Management‘, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Brückstraße 3a, 39114 Magdeburg, https://www.ufz.de/index.php?de=39119
[33] ARD Weltspiegel Podcast: Dürre und Überschwemmungen: Wege aus der Wasserkrise? 03.06.2023 (33 Min), Zitat: „Zuletzt Italien: Erst kam die Dürre, der Gardasee mit historischem Wassermangel – dann der massive Regen, die Überschwemmungen und Erdrutsche im Norden des Landes. Es gab Tote, die Kosten der Schäden: mehrere Milliarden Euro. Eine Naturkatastrophe aufgrund des Klimawandels – im einem für Deutsche beliebten Urlaubsland. Solche Naturkatastrophen traten in vielen afrikanischen Ländern zuletzt häufiger auf als in Europa. Die Menschen dort sehen die Gefahren – und versuchen, sich dagegen zu rüsten. Kann Europa, kann Italien davon etwas lernen? Fumiko Lipp spricht mit ARD-Korrespondent Rüdiger Kronthaler aus dem Studio Rom über die Lage in Italien, mit ARD-Korrespondentin Caroline Imlau aus des Studio Nairobi und mit dem Hydrobiologen Dietrich Borchardt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltschutz, der meint, wir hätten die Wasserkrise zu lange unterschätzt.“
Das Lehrprojekt ‚Citizen Science …‘ setzt voraus, dass Studierende im Kontext von Teams arbeiten, um Inhalte und Fähigkeiten lernen zu können. Dies bedeutet, jegliche Inhalte und Fähigkeiten werden im Medium von Kommunikation und Interaktion erworben bzw. vertieft. Es gibt einmal die Kommunikation und Interaktion mit den jeweiligen Dozenten wie auch die direkte Kommunikation und Interaktion mit den Mitgliedern des eigenen Teams. Nicht zu unterschätzen ist auch die Kommunikation und Interaktion mit den anderen Teams. Durch die Zufälligkeit bei der Zusammensetzung eines Teams und durch die Offenheit eines ausgelosten Themas beinhaltet jedes Team-Projekt so viel Vielfalt, dass ein schlichtes ‚Kopieren‘ von Leistungen anderer nicht möglich ist. Sehr wohl entstehen aber vielfältige Anregungen zwischen den Teams, die beim Voranschreiten des Prozesses geeignet sind, als ‚Best Practices‘ Beispiele zu dienen. Dies kann den Lernprozess eines Teams durch Anregung von seiten anderer Teams nicht unerheblich begünstigen.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht unwichtig, wie der ‚Prozessraum‘ für die Teams gestaltet ist.
ONLINE FORMAT
Das Lehrprojekt ‚Citizen Sciences …‘ zeichnet sich ferner dadurch aus, dass es komplett online stattfindet. Neben Argumenten, die gegen eine online Lehrveranstaltung sprechen, gibt es sehr viele Argumente, die auch dafür sprechen. Berücksichtigt man das Gesamtformat eines Hochschulstudiums, dann ist ein hinreichender Anteil von Präsenzstudien — vor allem zu Beginn des Studiums — sicher wichtig. Blickt man aber auf die heutige Situation einer digitalisierten Gesellschaft mit einer entsprechend digitalisierten Arbeitswelt, in der Arbeitsprozesse in einem sehr hohem Anteil ‚verteilt‘ als ‚Teil von Teams‘ ‚online‘ stattfinden, dann erscheint es wichtig, den Studierenden die Möglichkeit zu geben, diesen Kommunikations- und Interaktionsmodus einüben zu können.
Dabei ist zu beachten, dass die Studierenden aufgrund der schwierigen Wohnsituation und der häufigen Notwendigkeit, neben her noch Geld zum Lebensunterhalt verdienen zu müssen, ein nicht geringes Problem haben, zu jeder Zeit und kontinuierlich an Präsenzveranstaltungen live teilnehmen zu können. Onlineformate sind hier eine große Hilfe. Dies gilt auch im Fall von Dozenten-Teams wie im Fall von Lehrprojekten des ‚Interdisziplinären Studium Generale (ISG)‘ (s.u.), wo sich Dozenten aus verschiedenen Fach- und Arbeitsbereichen von verschiedenen Orten aus koordinieren müssen.
Bei vielen Nachteilen unterstützt das Onlineformat eine größere Vielfalt, eine größere Flexibilität und es erspart für alle Reisekosten und viel Reisezeit (für jeden mindesten 1-2 Stunden, für einige deutlich mehr).
Das Lehrprojekt ‚Citizen Sciences …‘ ist Teil des Fachbereichs übergreifenden ‚Interdisziplinären Studium Generale (ISG)‘ der Frankfurt University of Applied Sciences (FUAS) und dieses Studienformat erlaubt grundsätzlich das Online Format.
STRUKTUR DES PROZESSRAUMS
Für das Lehrprojekt im SS2023 standen folgende Kommunikations- und Interaktionselemente zur Verfügung:
Die digitale Plattform ‚campuas‘, über die z.B. ein komplettes eLearning System zur Verfügung gestellt wird.
Das (angepasste) Video-Konferenzsystem zoom.
Die Webseite der FUAS selbst.
Eine externe Webseite oksimo.org.
Zusätzlich wurden von den einzelnen Teams zusätzliche zahlreiche online Dienste für die interne Kommunikation benutzt, die im heutigen Alltag einer digitalisierten Gesellschaft im Gebrauch sind.
Den Teams stand es auch frei, sich in Präsenz zu treffen bzw. ‚live‘ ‚vor Ort‘ mit jener Kommune zu kommunizieren und zu interagieren, die in dem jeweiligen Semester thematisch gesetzt waren. Für solche Arbeitsgruppentreffen bietet die FUAS begrenzt Räumlichkeiten.
Die Dozenten konferierten untereinander überwiegend online (zoom, Telefon, messenger Dienst ’signal‘, Email), einige Male trifft man sich auch in Präsenz, was jeweils einen sehr hohen Zeit- und Reiseaufwand bedeutet (der offiziell nicht vergütet wird).
FUNKTION DER PROZESS-ELEMENTE für das LERNEN
Aus biologischer Sicht besteht ‚Lernen‘ in der grundlegenden Fähigkeit eines biologischen Systems, im Rahmen seiner Interaktion mit der jeweiligen Umwelt und mit sich selbst seine ‚internen Zustände‘ so ‚verändern‘ zu können, dass es nach dem Lernen verschiedene Herausforderungen seines Überlebens ‚besser meistern kann‘ als vorher. Was mit ‚besser‘ gemeint ist, hängt von dem Verständnis aller Beteiligten ab, was denn für ein Überleben ’nützlich‘ ist. Dieses Verständnis ist weitgehend Zeit- und Kulturabhängig, sieht man von elementaren biologischen Notwendigkeiten ab (wie z.B. Nahrungsaufnahme, Schlafen, Schutz vor extremen Temperaturen, usw.). Im historischen Rückblick hat jede Zeit ihre ‚Lieblingsideen‘, die als solche in dieser Zeit nicht oder kaum hinterfragt werden.
Im Kontext einer Hochschule sind zu einer bestimmten Zeit bestimmte Themenhorizonte gesetzt, nicht zuletzt auch durch die vereinbarten Programme der jeweiligen Studiengänge. Diese inhaltlichen und methodischen Vorgaben werden begleitet von einem ausführlichen ‚juristischen Regelwerk‘, das mit den gewünschten Methoden und Inhalten nicht notwendigerweise ‚passgenau‘ ist. Im Zweifelsfall hat die ‚juristische Regel‘ ein höheres Gewicht als die inhaltlich motivierte Methode. Dazu kommen organisatorische Vorgaben der Hochschule, die entweder einen bestimmten Prozessraum ermöglichen oder behindern. Die ‚Freiheit von Lehre und Forschung‘ ist also in der Realität durch eine Reihe von Vorgaben begrenzt, die als solche nur bedingt in Frage gestellt werden.
Für das Lehrprojekt ‚Citizen Sciences …‘ , das im Rahmen der Systematik der Lehrveranstaltungen der Hochschule als ‚Modul‘ bezeichnet wird, wurden die Lehranforderungen in der offizielle Modulbeschreibung für das SS2023 hinterlegt. Diese Anforderungen lassen sich sehr unterschiedlich umsetzen. Im SS2023 kamen folgende Elemente zum Einsatz.
campUAS eLearning System
Im campUAS-eLearning System gibt es eine eigene Einheit für das Modul ‚Citizen Science …‘.. Für das SS2023 wurden eine Reihe von Themenblöcken angelegt, um den Lernprozess zu unterstützen (siehe Übersicht im Bild oben).
Im Forum ‚Ankündigungen‘ wurde von Seiten der Dozenten alles mitgeteilt, was Sie meinten, dass es für kommuniziert werden sollte, z.B. Ankündigungen von Sitzungen mit Programmvorschlag oder Bericht von einer Sitzung mit gezielten ‚Rückmeldungen‘.
Das Forum ‚Diskussion‘ stand allen zur Verfügung für beliebige Fragen oder Themen.
Im Themenfeld ‚Kursbeschreibungen‘ finden sich allgemeine Texte zu wichtigen Aspekten des Moduls, die für alle Teams relevant sind.
Im Themenfeld ‚Sitzungsprogramme‘ wurden alle Programme hinterlegt, die vorab zu einer Sitzung versendet worden sind. Die Programme stellen einen Leitfaden dar, was in der jeweiligen Sitzung mit welchem Zeitaufwand geplant ist.
Das Themenfeld ‚Sitzungen – Dokumentation‘ enthält einige der Themen (oder Links auf diese), die im Rahmen einer Sitzung verwendet worden sind. Meistens wurden die nachträglichen Berichte zu einer Sitzung im Forum ‚Ankündigung‘ veröffentlicht.
Für jedes Team gibt es eine eigene Team-Historie. Dies resultiert daraus, dass bei dem Format ‚Projekt‘ nicht nur das Endergebnis zählt, sondern auch die Art und Weise, wie ein Team zum Ergebnis gekommen ist. Außerdem kann eine Team-Historie aufzeigen, wie sich das spätere Ergebnis schrittweise ‚entwickelt‘ hat.
Die Team-Historie enthält zwei Arten von Elementen: (i) solche, die auf der Basis der regelmäßigen Modulsitzungen automatisch erstellt werden und solche, die (ii) von einem Team freiwillig erstellt werden.
Zu (i): Die Modulsitzungen enthalten mit dem Fortschreiten des Projektes überwiegend Zwischen-Präsentation der Teams mit direktem Kommentar von Seiten der Dozenten. Diese Präsentationen mit Kommentaren werden im Rahmen von zoom aufgezeichnet und dann wird jedem Team der Teil der Aufzeichnung zur Verfügung gestellt, in dem es agiert. Die Teams können auch die Aufzeichnung der anderen Teams einsehen, wenn sie wollen. Anhand der Aufzeichnungen kann ein Team sehen, wie es ‚wirkt‘, welches ‚Feedback‘ es gab, und kann seinen eigenen Auftritt mit dem der anderen Teams ‚vergleichen‘.
Zu (ii) Es ist den Teams freigestellt, ob Sie von sich weitere Inhalte in ihre Team-Historie einfügen wollen oder ob sie z.B. ihre Team-Protokolle offen legen. Wenn ein Team seine Protokolle offen legt (wie hier z.B. das Team 1), dann trägt dies erheblich zur Transparenz in der Projektarbeit bei, speziell auch hinsichtlich der Verantwortung jedes einzelnen Teammitglieds für den Gesamtbeitrag. Gerade bei Teams mit einem unterschiedlichen Aktivitätsgrad einzelner Mitglieder können Team-Protokolle einem Team helfen.
Zu Beginn eines Projektes wie ‚Citizen Science …‘ ist es nie klar, wie genau ein Team seine Sach-Recherchen dann in eine Theorie im Format eines Spiels umsetzen wird. Auf einige der wichtigsten ‚Spielregeln‘ in der Realität von Kommunen wird hingewiesen. Je nach gewähltem Thema gibt es natürlich noch viele andere Regelsysteme, die zu berücksichtigen sind (‚Wald‘, ‚Wasser‘, ‚Verkehr‘, …).
Da die Teams die Perspektive der Bürger einnehmen sollen, kann die offizielle Webseite einer Gemeinde als offizieller Einstiegspunkt zu Informationen der Gemeinde genutzt werden. In der Regel benutzen die Teams bei ihrer Arbeit sehr schnell auch weitere Informationsquellen.
Im Laufe der Zeit (das Modul ‚Citizen Science …‘ findet in 7.Auflage statt !) hat sich gezeigt, dass allgemeine Literaturlisten wenig hilfreich sind. Besser ist es, Literatur kontextbezogen anzugeben, also z.B. wenn die Dozenten einen Sachbeitrag beisteuern dort Literatur angeben oder wenn die Teams selber recherchieren, dann erarbeiten diese sich selbst viele Informationsquellen, die sie dann benutzen.
VIDEO-KONFERENZSYSTEM zoom
Alle Modulsitzungen fanden mit Hilfe des Video-Konferenz Systems zoom statt. Dieses bietet alle Eigenschaften, die für die Sitzung notwendig waren und arbeitet technisch sehr zuverlässig. Die am häufigsten benutzten Eigenschaften waren: die Teams konnten ihre eigenen Beiträge direkt präsentieren; nach Bedarf konnten die Teams sich in eigenen ‚Konferenzräumen‘ (‚break out room‘) unter sich beraten; die Teilnehmerlisten ermöglichten eine schnelle Orientierung, wer da ist; mittels chat konnten die Teilnehmer nach Bedarf untereinander kurz kommunizieren (obgleich die Teams dazu meistens ihre eigenen messenger-Dienste benutzen); die einfachen und zuverlässige Aufzeichnungsmöglichkeiten (vier verschiedene Formate parallel) bei guter Qualität ermöglichten eine gute Dokumentation; ein Zuschalten nur mit mobilem Telefon funktionierte auch ohne Probleme.
FUAS WEBSEITE
Diese ist den Teams vertraut und bietet zahlreiche Möglichkeiten.
OKSIMO.ORG WEBSITE
Auf der Suche nach einer Möglichkeit, das gesamte Lehrprojekt flexibel und dynamisch zu dokumentieren, bot sich die Webseite ‚oksimo.org‘ an, die von den Dozenten seit Jahren für ihre Arbeit benutzt wird. Thematisch (‚Citizen Science 2.0/ Bürgerwissenschaft 2.0‚) passt diese sehr gut zum Lehrprojekt (was auch daraus resultiert, dass die Entwicklung des Lehrprojektes mit der Webseite oksimo.org quasi ‚parallel‘ verlaufen ist.
Die Dokumentation des Lehrprojektes auf dieser Webseite dient letztlich zwei Zielen: (i) Gelegenheit für die Dozenten, ihr eigenes Lehrprojekt ein wenig mehr zu reflektieren; (ii) Gelegenheit für Studierende, das eine oder andere nachlesen zu können.
Als ‚Fernziel‘ kann man vielleicht formulieren, zu einer solchen Darstellung des Lehrprojektes zu kommen, dass ein Dritter allein aufgrund der Lektüre der Webseite in der Lage sein sollte, Ziele, Theorie und konkrete Vorgehensweisen für dieses Lehrprojekt zu verstehen. Die Version zum SS2023 ist schon erheblich weiter als vorausgehende Versionen, dürfte aber noch weitere Zeit benötigen, um einen ‚allseits befriedigenden Zustand‘ erreicht zu haben.
Wie schon der Abschnitt über die oksimo-R Software aufblitzen lässt, handelt es sich bei der oksimo-R Software nicht um eine einfache Programmiersprache, sondern eher um ein Werkzeug, mit dem man nicht nur eine moderne Theorie editieren, sondern zugleich auch noch testen oder gar mit Theorien von anderen per Knopfdruck vereinigen und testen kann. Diese Eigenschaften sind bislang nicht unbedingt üblich. Und, ja, man kann mit dem oksimo-R Softwarewerkzeug noch einiges mehr machen.
Nachhaltige Gesellschaft
Wir leben heute (im Jahr 2022) in einer Welt, in der viele Konflikte aufbrechen, die sich seit Jahren, wenn nicht gar seit Jahrzehnten schon angedeutet haben. Einige davon haben zu tun mit einem Klimawandel, dessen Konsequenzen mittlerweile mit extremen Wetteränderungen nahezu alle Kontinente des Planeten berühren. Andere haben damit zu tun, dass die Auswirkungen der menschlichen Besiedlung des Planeten Erde die ganze Biosphäre des Planeten samt vielen lebenswichtigen Ressourcen bis zu einem Punkt beanspruchen, dass unsere realen Lebensgrundlagen zutiefst gefährdet sind. Und auch wir Menschen selbst beginnen an unseren eigenen gesellschaftlichen Verhältnissen zu leiden; unser eigenes Selbstverständnis zerfällt in viele tausend verschiedene Bilder von der Welt und uns selbst, die miteinander unkoordiniert sind. Ein zielgerichtetes gemeinsames Handeln wird damit immer schwerer.
In einer solchen Situation bedarf es vor allem der Fähigkeit der Mehrheit der Menschen, die Welt — ihre Welt, unsere Welt — in einer Weise zu ‚verstehen‘, die einerseits der ‚Realität der physischen wie auch der sozialen Welt‘ gerecht wird, und die von der großen Mehrheit geteilt wird, so dass wir gemeinsam dazu fähig werden, über ein gemeinsames koordiniertes Handeln die lebensbedrohenden Entwicklung abzuschwächen, sie langfristig zu stoppen, um gemeinsam ein Leben auf diesem Planeten — und dann später im restlichen Universum — möglich zu machen.
Ein gemeinsames Verstehen setzt voraus, dass die ‚Weltbilder‘ der Menschen — zumindest in den Grundstrukturen — hinreichend ähnlich sind, was eine eine entsprechende Kommunikation voraussetzt: Alltagssprache übersetzbar in Alltagssprache.
Und dieses sprachlich kommunizierte Welt-Wissen muss die Eigenschaften besitzen, dass es
In seinem empirischen Bezug für alle überprüfbar ist.
In seinen Annahmen über mögliche Veränderung klar erkennbar ist.
Einen ‚Prognosemechanismus‘ besitzt, der alle Veränderungsannahmen auf eine jeweils gegebene Situation automatisch anwenden kann.
Verschiedene Teile des Welt-Wissens müssen sich direkt ohne zusätzliche Maßnahmen zu einem einzigen Welt-Wissen vereinigen lassen.
Das Welt-Wissen muss sich jederzeitverändern lassen.
Jeder Bürger der Erde muss die Möglichkeit haben, sein individuelles Wissen in das Welt-Wissen einbringen zu können.
Das aktuelle Welt-Wissen ist jederzeit von überall her von jedem einsehbar.
Wenn es solch ein Wissen geben sollte — zumindest als ein offizielles Projekt –, an dem alle mitarbeiten, dann besteht zumindest die formale Voraussetzung dafür, dass es zu einem gemeinsamen koordinierten Verhalten kommen könnte. Ob ein solches Wissensprojekt inhaltlich der Realität der Welt und seiner Bewohner angemessen ist und auf Dauer hinreichend konstruktiv wirksam wird, ist vorab nicht erkennbar. Aus der Vergangenheit kann man das eine oder andere lernen, die Zukunft selbst ist aber eine große Unbekannte, die zu erforschen und zu gestalten unausweichlich mit großen Risiken verbunden ist. Solange wir versuchen, am ‚Altbekannten‘ unkritisch fest zu halten, ist das Risiko des Scheiterns maximal.
oksimo-R als Werkzeug einer Nachhaltigen Theorie?
Dass die oksimo-R Software als Werkzeug zur Generierung von nachhaltigen Theorien in besonderer Weise genutzt werden kann, das kann man daran sehen, ob und wie die oksimo-R Software sich im Lichte der oben aufgestellten Anforderungen für ein nachhaltiges Wissen auszeichnet.
Die Forderung, dass es für alle überprüfbar sein muss, ob ein empirischer Bezug vorliegt, ergibt sich daraus, dass jeder Ausgangstext in einer oksimo-R Theorie von allen Beteiligten entsprechend akzeptiert worden sein muss. Darüber hinaus muss der empirische Bezug nachprüfbar beschrieben werden.
Da alle Annahmen über mögliche Veränderung ein klares Format als Veränderungsregel aufweisen müssen, ist immer klar erkennbar, welche Veränderungsannahmen getroffen werden.
Ein ‚Prognosemechanismus‘ liegt in der oksimo-R Software in der Gestalt vor, dass es einen Simulationsmechanismus gibt, der alle Veränderungsannahmen auf eine jeweils gegebene Situation automatisch anwenden kann, und zwar völlig transparent. Die ‚Bedingungen‘ sind immer konkrete Ausdrücke der Alltagssprache, und die ‚Wirkungen‘ ebenfalls.
Egal wie viele einzelne Personen oder verschiedene Gruppen mit der oksimo-R Software Texte verfassen, die eine ‚Theorie‘ darstellen, sie alle können direkt ohne zusätzliche Maßnahmen zu einem einzigen Welt-Wissen ‚per Knopfdruck‘ vereinigt werden.
Da das Welt-Wissen nach Annahme von allen jederzeit einsehbar ist, kann es auch jeder nach Bedarf neu ‚editieren‘.
Die Forderung, dass jeder Bürger der Erde die Möglichkeit haben muss, sein individuelles Wissen in das Welt-Wissen einbringen zu können, ist von der oksimo-R Software her möglich; die Umsetzung dieser Forderung hängt im Wesentlichen von den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen ab, innerhalb deren die oksimo-R Software eingesetzt wird.
Die Forderung, dass das aktuelle Welt-Wissen jederzeit von überall her von jedem einsehbar sein soll, hängt ebenfalls im Wesentlichen von den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen ab, innerhalb deren die oksimo-R Software eingesetzt wird.
Offene Gesellschaft
Man kann aus der vorhergehenden Beschreibung entnehmen, dass eine volle Anwendung der oksimo-R Software als ein Werkzeug zur Generierung einer nachhaltigen Theorie letztlich eine entsprechend offene Gesellschaft voraussetzt. Die oksimo-R Softeware selbst ist bestenfalls nur ein hilfreiches Werkzeug.
Durch die Einführung des Begriffs ‚fiktiver Text‘ lassen sich auch leicht die Begriffe ‚fiktive Theorie‘ und ‚fiktive nachhaltige Theorie‘ erklären. Alle drei Typen fiktive(r) Text/ Theorie/ nachhaltige Theorie lassen sich dann durch Bezug auf empirische Sachverhalte in die Typen empirische(r) Text/ Theorie/ nachhaltige Theorie transformieren. Durch diese zusätzlicher begriffliche Klärung wird auch klarer, wo das Konzept ‚Spiel‘ einzuordnen ist. Im Normalfall ist ein Spiel vom Typ ‚fiktive nachhaltige Theorie‘, da ein Spiel alle die Elemente einer fiktiven nachhaltigen Theorie umfasst. Es bietet sich an, Spiele als Werkzeuge zu benutzen, um den Übergang von einer fiktiven Theorie zu einer fiktiven nachhaltigen Theorie einzuleiten!
Es folgt dann eine konkrete Erläuterung von einer fiktiven Theorie am Beispiel der neuen Software oksimo.R.
Die weiteren Erläuterungen, wie man die fiktive Theorie mittels Daten in eine empirische Theorie verwandeln kann, muss aus Zeitgründen auf die Zeit nach dem 3.Mai verschoben werden.
BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG – Teil 2
Einleitung
Im vorausgehenden Teil 1 wurden nochmals die grundlegenden Konzepte erläutert und es wurde dann an dem sehr einfache Modell einer fiktiven Kommune gezeigt, wie eine minimale Theorie dazu als ‚fiktives Modell‘ formuliert werden kann. Zusätzlich wurde mit Hilfe eines üblichen Rechenblatts das Problem am Beispiel eines einfachen Würfelspiels dargestellt.
In diesem Text soll nun das Konzept einer empirischen Theorie samt möglichem Bezug zu einer nachhaltigen empirischen Theorie etwas ausführlicher beschrieben werden. Dabei wird eine neue Software benutzt, die vom oksimo-Team seit ca. 2020 schrittweise entwickelt wird. Diese liegt nun in Version 0.3 vor und wird im Laufe des Sommers 2023 freigeschaltet werden. Zusätzlich wird das zunächst fiktive Modell dann mit realen empirischen Daten ‚gefüttert‘.
Eine fiktive Theorie – noch ohne empirische Daten
Mit der Verfügbarkeit der Begriffe ‚empirische Theorie‘ und ’nachhaltige empirische Theorie‘ wird es möglich, den Begriff der ‚fiktiven Theorie‘ und sogar den Begriff der ‚fiktiven nachhaltigen Theorie‘ zu erläutern.
Der Begriff eines ‚fiktiven Textes‘ lässt sich leicht am Beispiel unserer Alltagssprache erläutern. Wenn wir im Alltag miteinander reden, können wir spontan in vielen Fällen unterscheiden, ob jemand über Sachverhalte spricht, die sich im Alltag direkt nachweisen lassen, oder über Sachverhalte, die zwar ‚gut klingen‘, deren Realitätsgehalt entweder nur ‚unklar‘ ist oder die Rede so daherkommt, dass man diese Rede gleich als ‚erfunden’/ ‚märchenhaft’/ ‚Fantasterei‘ oder ähnlich einstuft. Eine solche Rede, deren Inhalt keinen Realitätsbezug erkennen lässt, nennt man häufig auch ‚fiktiv‘; was wir hier auch tun.[1]
Das Fiktive ist aber per se nicht einfach ’schlecht‘, sondern, im Gegenteil, in vielen Fällen ist das ‚Fiktive‘ geradezu lebenswichtig, da nur über Fiktionen neue Handlungsmöglichkeiten erschlossen werden können, die möglicherweise eine bessere Zukunft ermöglichen. In dieser Tradition steht auch die gesamte moderne Wissenschaft! Denn die ‚empirischen Daten‘ — allesamt Einzelmessungen an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten — als solche liefern keinerlei Erkenntnisse. Erkenntnisse benötigen ‚Beziehungen‘, ‚Strukturen‘, ‚Abläufe‘, die nicht aus einem einzelnen empirischen Datum gewonnen werden können, sondern nur durch das ‚produktive Denken‘, das ‚mögliche Beziehungen‘ ‚erfinden‘ muss (Fiktion!), um dann zu prüfen, ob bekannte Sachverhalte (dazu gehören auch empirische Daten) sich in solche zunächst mal nur ‚gedachte Beziehungen‘ so einfügen lassen, dass sie untereinander nicht in Konflikt geraten.
Die Fundamentalwissenschaft für ‚fiktive Beziehungen‘ (im komplexen Fall ‚Strukturen‘) ist seit Jahrtausenden die ‚Mathematik‘. In den modernen Wissenschaften bildet sie daher automatisch einen ‚harten Kern‘ von fiktiven Strukturen, die dann die einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen dazu befähigen, eine Vielzahl von empirischen Beobachtungen in diese Strukturen ‚einzuordnen‘.
Wenn also eine Gruppe von Bürgern zu einem beliebigen Problem eine gemeinsame Sicht des Problems entwickeln will und zwar so, dass diese ihre Sicht der Dinge einen wissenschaftlichen Charakter hat, dann macht es sehr viel Sinn, bei der Untersuchung des Problems ‚parallel‘ vorzugehen:
Einerseits versucht man sich kundig zu machen, welche Sachverhalte im Kontext des Problems vorkommen;
Andererseits versucht man schon möglichst früh auch — eher ’spielerisch‘! –, mögliche Beziehungen und Strukturen zu finden, die zu diesen Sachverhalten ‚passen‘ würden.
Solange man mit diesen Beziehungen und Strukturen erst mal kreativ, spielerisch herumprobiert, handelt es sich noch um ‚fiktive Beziehungen‘. Diese können allerdings sehr ausdrucksstark sein (man denken nur an die vielen ‚Spiele‘, die Menschen in ihren Bann ziehen können). Sobald man aber eine fiktive Struktur hat, die reale Sachverhalte ‚erklärt‘, wird diese ‚fiktive Struktur‘ zu einer ‚empirisch gedeuteten Struktur‘, spricht zu einer ‚empirischen Theorie‘.
Eine fiktive nachhaltige Theorie
Hat man sich eine fiktive Theorie erarbeitet, die interessante Beziehungen in einer Struktur organisiert, dann kann man diese fiktive Theorie dadurch in eine fiktive ’nachhaltige‘Theorie verwandeln, indem man zusätzlich zur konstruierten fiktiven Struktur noch eine Menge von ‚Präferenzen‘ in Form von ‚Präferenz-Regeln‘ zusammen stellt. Eine Präferenz stellt eine Beziehung zwischen mindestens zwei Dingen A und B dergestalt her, dass klar wird, welche der beiden Dingen sind einem wichtiger: Eher A statt B oder umgekehrt.
Man erkennt leicht, dass man damit eine gewisse ‚Ordnung‘ in die Dinge bringen kann (Essgewohnheiten, Bewegungsgewohnheiten, Lektürevorzüge,…), aber man wird gewöhnlich nicht ‚die ganze Welt‘ auf diese Weise ordnen können, nicht zuletzt auch deswegen, weil niemand zu irgendeinem Zeitpunkt die ‚ganze Welt‘ kennen kann und außerdem gilt, dass die Welt sich in einem permanenten Veränderungsprozess befindet: vieles, was gestern richtig war, kann morgen schon falsch sein.
Manche versuchen dieses Präferenz-Problem dadurch zu lösen, dass sie mit sogenannten ‚Werten‘ operieren (z.B. Grundgesetz, Menschenrechte, religiöse Gebote,…). Das Problem mit solchen ‚umfassenden Wertbegriffen‘ ist, dass sie grundsätzlich über keine klar definierte Bedeutung verfügen. Dies bedeutet, jeder kann diese ‚umfassenden Werte‘ jeweils auf seine individuelle Weise ‚interpretieren/ auslegen‘. Und in der Geschichte der Menschen sind dies in der Regel jene, die die meiste Macht haben, um den anderen vorzuschreiben, wie sie diese ‚an sich vagen‘ Begriffe auszulegen haben.[2a,b]
Genauso wie fiktive Theorien können fiktive nachhaltige Theorien von großem Wert sein, um mögliche neue Strukturen und Prozesse kreativ, spielerisch zu erkunden, um so eventuell neue Handlungsmöglichkeiten zu erschließen.
Fiktive Theorien und Spiel
Wie man leicht erkennen kann, sind ‚Spiele‘ nichts anderes als ‚fiktive Theorien‘, ja, sie sind in der Regel sogar ‚fiktive nachhaltige Theorien‘, da sie fast immer eine ‚Präferenz Dimension‘ umfassen, in der gesagt wird, wann eine Spielpartei ‚gewonnen‘ oder ‚verloren‘ hat. Insofern ist das Spiel die ideale Form, um zusammen neue Möglichkeitsräume zu erschließen, um gemeinsam auf neue interessante Handlungsformen im Alltag zu kommen.
Leider wird dieses kreative (und auch ‚kritische‘) Potential von Spielen in vielen (den meisten?) Kulturen kaum gesehen und daher auch nicht genutzt.
BEISPIEL IN MEHREREN SCHRITTEN
Im Folgenden werden diese allgemeinen Gedanken ganz konkret an einem Beispiel in mehreren Schritten durchgespielt. Ausgangspunkt ist die Idee, zunächst eine ‚fiktive Theorie‘ für ein Bevölkerungsmodell zu formulieren (ähnlich wie in Teil 1 praktiziert), die dann schrittweise ausgebaut wird, und dann wird diese fiktive Theorie mit realen Daten konfrontiert. Interessant ist die Frage, ob und wie die fiktive Theorie auf die ‚reale Welt passt‘.
Die Frage einer ‚fiktiven Theorie‘ wird dann anhand eines Spielversuchs mit der fiktiven Theorie der Bevölkerungsentwicklung ausprobiert. In dem Maße, wie sich ein Spiel formulieren lässt, hat man auch erste Ansatzpunkte für eine Präferenz-Dimension, die man braucht, um eine ‚fiktive nachhaltige Theorie‘ formulieren zu können. Gelingt dies, dann kann man in einem weiteren Schritt überprüfen, wie weit sich diese Ideen mit der zuvor getesteten empirischen Theorie zu einer ‚empirischen nachhaltigen Theorie‘ verknüpfen lässt.
Muster für Lösungswege?
Aus diesen kurzen Überlegungen kann man schon entnehmen, dass sich dahinter ein
allgemeines ‚Theorien Entwicklungsschema‘
andeutet:
Man wählt sich ein Thema, das man gemeinsam untersuchen will.
In einem kreativen Prozess zwischen neugierigem ‚Fakten Sammeln‘ und einem experimentellen ‚Strukturen-Finden‘ versucht man die erste Version einer ‚fiktiven Theorie‘ zu kreieren.
An dieser Stelle gibt es zwei Fortsetzungen:
Fortsetzung 1
Fortsetzung 2
Fortsetzung 1 könnte wie folgt gehen:
Man versucht im nächsten Schritt, ausgehend von der ersten fiktiven Theorie ein ‚Spiel‘ zu ‚erfinden‘, zu dem man eine experimentelle ‚Präferenz-Dimension‘ angeben kann, die sagt, wer wann wie ‚gewonnen‘ bzw. ‚verloren‘ hat. Die fiktive Theorie‘ wird damit zu einer ‚fiktiven nachhaltigen Theorie‘
Auf der Basis dieser Spielversion kann man dann versuchen, schrittweise einen Realitätsbezug zwischen Spiel (= fiktiver nachhaltiger Theorie) und realen empirischen Sachverhalten herzustellen.
Als Ergebnis würde man — im Erfolgsfall — im ersten Schritt eine erste Version einer ‚empirischen Theorie‘ bekommen und in einem zweigen Schritt — im Erfolgsfall — eine erste Version einer ’nachhaltigen empirischen Theorie‘.
Fortsetzung 2 könnte wie folgt gehen:
Mit dem ersten Konzept einer ‚fiktiven Theorie‘ zum Thema kann man versuchen schrittweise einen Realitätsbezug zwischen fiktiver Theorie und realen empirischen Sachverhalten herzustellen.
Lässt sich dies bewerkstelligen, dann kann man schauen, ob sich im Kontext dieser empirischen Theorie auch eine ‚Präferenz-Dimension‘ identifizieren und beschreiben lässt.
Das Finden und die Entwicklung einer Präferenz-Dimension kann man ‚einfach so‘ versuchen oder dadurch, dass man versucht, die empirische Theorie in ein Spiel einzubetten, das notgedrungen die Formulierung einer Präferenz-Dimension erfordert. In einem spielerisch-kreativen Kontext mit realen Menschen kann dies möglicherweise besser gelingen als nur ‚am Schreibtisch‘ (Wie gesagt: Kann. Im Bereich kreativer Prozesse gibt es keine verbindlichen Lösungsmuster).
Entwicklungsmuster Hier
Hier soll nach folgendem Muster vorgegangen werden: (i) Wenigstens eine Version einer fiktiven Theorien zum Thema und Durchspielen verschiedener Varianten dieser fiktiven Theorie mittels Simulation (partiell spielerischer Charakter); (ii) Empirische Deutung, (iii) Explizite Präferenz-Dimensionen zur Gestaltung Fiktiver nachhaltiger Theorien mit Unterstützung von Simulationen; (iv) Empirische Deutung. (v) Umsetzung in verschiedene Versionen von fiktiven nachhaltigen Theorien als Spiele.
FIKTIVE THEORIE ZUR BEVÖLKERUNG
Zur Erinnerung, eine ‚Theorie‘ besteht mindestens aus einer Ausgangslage (die — fiktive oder empirische — Welt, auf die man sich beziehen will) und einer Menge von Veränderungsregeln , die festlegen, in welchen zeitlichen Beziehungen bestimmte Eigenschaften der Ausgangslage in einer möglichen ‚Nachfolge-Situation‘ stehen. Trifft es zu, das diese zeitlichen Veränderungen in Verbindung gebracht werden können mit bestimmten ‚inhärenten (materiellen) Eigenschaften‘ von Teilen der Ausgangslage, die unabhängig von der Zeit bestehen, dann spricht man auch oft von einer ‚kausalen Beziehung‘, weil die beobachtbaren Veränderungen durch die ‚materielle Beschaffenheit der Ausgangslage bedingt erscheinen. Die Interpretation ‚zeitlicher Beziehungen‘ als ‚(materiell bedingte) kausale Beziehungen‘ ist aber generell schwierig und bestenfalls als eine ‚Annäherung‘ möglich, die niemals vollständig sicher ist.[4]
Theorie Beispiel gdh-tst15
Für die Erstellung dieses Beispiels wird die neue oksimo.R Software in Version 0.3 benutzt.[3]
Die Software oksimo.R V0.3 ist sowohl ein Editor für nachhaltige Theorien wie auch ein Simulator für nachhaltige Theorien. Am Beispiel der Theorie gdh-tst15 soll dies kurz illustriert werden.
Aufbau einer Theorie im oksimo.R Editor
Wie man sehen kann, ist die ‚Systemsprache‘ noch Englisch, während die ‚Sprache der Theorie‘ hier Deutsch ist. Prinzipiell könnte die Sprache der Theorie aber jede Sprache sein (Englisch, Französisch, Spanisch, …).
Der generelle ‚Aufbau‘ (ihre Gliederung, Struktur) einer Theorie besteht aus den Teilen:
Visionen (Visions)
Zustände (States)
Regeln (Rules)
Dieser Aufbau entspricht ganz jener Struktur, die im vorausgehenden Schaubild angezeigt wird.
Die Elemente 2+3 (Zustände und Regeln) bilden die Grundbausteine für eine ‚fiktive Theorie‘, die empirisch interpretiert werden kann, sodass daraus eine ‚empirische Theorie‘ wird.
Das Element 1 (Visionen) repräsentiert eine mögliche ‚Präferenz-Dimension‘, durch die eine Theorie zu einer ’nachhaltigen Theorie‘ werden kann, entweder nur als ‚fiktive‘ nachhaltige Theorie oder mit empirischer Deutung als ‚empirische nachhaltige Theorie‘.
Wie man sehen kann, ist der Teil ‚Visionen‘ im Beispiel der Theorie gdh-tst15 noch leer. Eine Präferenz-Dimension wurde noch nicht formuliert. Dies soll in einem späteren Schritt erfolgen, wenn schon mehr Klarheit darüber besteht, worum es überhaupt geht.
Zu diesen drei Teilen gibt es noch eine Art ‚Vorspann‘ der Art:
Im Vorspann wird der ‚Name‘ angegeben (hier ‚gdh-tst15‘) und eine Kurzbeschreibung (‚Description‘), worum es in dieser Theorie geht. Hier „Fiktives Modell einer kleinen Kommune mit Bevölkerungsdynamik.“ Es soll also die ‚Struktur‘ einer möglichen Kommune beschrieben werden bezogen auf das Thema ‚Bevölkerungsentwicklung‘, ohne dass schon konkrete empirische Daten verwendet werden. Natürlich werden schon ‚Zahlen‘ (‚quantitative Größen‘) verwendet, aber nur mit einer fiktiven Bedeutung. Im Anschluss werden diese fiktiven Zahlen dann durch ‚empirisch gedeutete Zahlen‘ eine realen Kommune ersetzt.
Hier wird das Element Nr.2 ‚Zustände‘ (‚States‘) angezeigt. Der Plural an dieser Stelle kann irritieren. Hat aber damit zu tun, dass die Software oksimo.R erlaubt, dass der Zustand einer bestimmten Theorie — hier ‚gdh-test15‘ — mit dem Zustand irgendeiner anderen Theorie per Knopfdruck ‚vereinigt‘ werden kann. Aus zwei einzelnen Zustandsbeschreibungen wird dann eine Zustandsbeschreibung. Auf diese Weise kann man aus vielen ‚kleinen‘, ‚individuellen‘ Texten ‚einen großen Text‘ erzeugen. Da ,man diese auch mit den Elementen Nr.1 (Visionen) und Element Nr.3 (Regeln) ebenfalls tun kann, kann auf diese Weise — falls man dies überhaupt will — ‚eine große vereinigte Theorie‘ entstehen.
Wie man aber auch erkennen kann, wird das Element Nr.2 ‚Zustände‘ in zwei Teile aufgeteilt: einen Teil mit einem ‚Text‘ (‚Textual States‘) und einen Teil mit ‚Mathematik‘ (‚Math States‘). Was hat es damit auf sich?
Im Alltag steht eine Gruppe von Bürgern vor einem Haus in einer Straße. Man kann das Haus in normaler Sprache beschreiben, z.B. „Vierstöckiger Kastenbau, mit zwei Hälften, Flachdach, …“ usw. Einer zückt sein Handy und macht schnell noch ein Handy-Foto. Den gesprochenen Text schreibt einer als Protokoll auf und schickt diesen Text zusammen mit dem Foto an einen anderen Bürger, der gerade nicht dabei sein kann. Dieser Text — oder jeder andere — wäre möglicher Bestandteil des Textteils einer — hier empirisch gedeuteten — Theorie.
Mit diesem Text könnte sich jeder mal eine erste Vorstellung bilden; natürlich noch ein bisschen vage, aber immerhin. Das Handy-Foto hilft meistens, die Vorstellung mit Wirklichkeitsbezug (empirisch) zu präzisieren.
Für viele Zwecke sind Text (und Bild) aber nicht ausreichend. Dazu haben wir Menschen schon vor vielen tausend Jahre ‚Zahlen‘ erfunden, um ‚quantitative Größen‘ ausdrücken zu können; so z.B. das ‚Gewicht‘ eines Gegenstands, seine ‚räumliche Ausdehnung‘, sein ‚Volumen‘, die ‚Entfernung‘ zwischen zwei Positionen, der ‚Geldwert‘ einer Sache, und vieles mehr. Aus diesen ursprünglich einfachen quantitativen Zuschreibungen ( wie z.B. ‚4 Pfund‘, ‚7 Ellen‘, ‚8 Meilen‘, …) entwickelte sich dann ein immer ausgeklügelteres System von ‚Zahlen‘ und ‚Operationen mit Zahlen‘ und Zuschreibungen von ‚Einheiten‘. Nach und nach entstand das, was wir heute ‚Mathematik‘ nennen: der Bereich fiktiver quantitativer Größen, Operationen mit diesen, und dies in vielen möglichen ‚Abstraktionsstufen‘. Die Mathematik hat dazu ihre ‚eigene Sprache‘ entwickelt. Allerdings, nicht täuschen lassen: die Sprache der Mathematik ist nicht wirklich eine ‚ganz eigene Sprache‘; die Sprache der Mathematik ist und bleibt eine ‚Erweiterung der normalen Sprache‘, was man u.a. daran erkennen kann, dass man zur Erklärung der mathematischen Sprache immer die ’normale Sprache‘ benötigt. Wissenschaftsphilosophen beschreiben dies so, dass die ’normale Sprache des Alltags‘ jene ‚Metasprache‘ ist, mit deren Hilfe die Sprache der Mathematik ‚eingeführt‘ wird. Ist sie erst mal eingeführt, kann man sich der Illusion hingeben, die Sprache der Mathematik wäre ‚ganz alleine auf dieser Welt‘, aber, auf dem Boden der Tatsachen bleiben, die mathematische Sprache ist nur eine ‚Erweiterung der normalen Sprache‘ mit Hilfe eben genau dieser normalen Sprache.[5]
Mit dieser Erläuterung im Hintergrund kann man dann vielleicht verstehen, dass für eine ‚Zustandsbeschreibung‘ beide Arten von Sprache zugelassen werden: ’normaler Text‘ einer Alltagssprache und — ergänzend — auch ein Text mit mathematischer Sprache.
Für die oksimo.R Software kann man beide Sorten von Sprache oder nur eine. Ein Feld könnte also leer bleiben. Im konkreten Beispiel sind aber beide Felder ‚gefüllt‘.
In diesem Bild wird der komplette Text wiedergegeben. Im Prinzip liest sich der Text wie ein ’normaler‘ Text, wenn nicht zwischendrin die komischen Buchstaben vorkommen würden. Tatsächlich könnte man diese auch weglassen. Die Theorie gdh-tst15 könnte trotzdem funktionieren. Die Buchstaben wurden nur eingebunden, um damit die Beziehung zum nächsten Textfeld mit der mathematischen Sprache zu erleichtern. Im mathematischen Text werden nämlich genau diese Buchstaben dann als ‚mathematische Namen‘ für irgendwelche fiktiven Größen benutzt. Eine mathematische Sprache als solche kennt keinerlei ‚Bedeutungen‘ wie in der normalen Sprache. Wenn wir aber die mathematische Sprache benutzen, um damit ‚fiktive Sachverhalt einer fiktiven Welt‘ zu beschreiben, die wir im Textteil anzielen, dann muss man irgendwie einen ‚Zusammenhang‘ zwischen der fiktiven Welt des Textes und der fiktiven Welt der Mathematik herstellen. Eine einfache Methode ist es z.B. das Wort ‚Einwohner‘ im normalen Text gleich mit dem ‚Buchstaben E‘ zusammen auftreten zu lassen. Stillschweigend ist dies eine ‚Interpretation‘ des bedeutungslosen Buchstabens ‚E‘ mit dem Wort ‚Einwohner‘, das in der normalen Sprache eine Bedeutung hat. Wenn man dann in die mathematische Sprache überwechseln würde, dann könnte man beim Lesen des Buchstabens ‚E‘ von der stillschweigenden Interpretation ‚E = Einwohner‘ Gebrauch machen und schon gewinnt der mathematische Text eine gewisse ‚Bedeutung‘.
Natürlich könnte man auf diese ‚doppelte Schreibweise ‚Einwohner E‘ verzichten, indem man im mathematischen Text statt ‚E‘ das ganze Wort ‚Einwohner‘ übernehmen würde. Kein Problem. Das würde gehen. Mathematische Ausdrücke können dann aber ganz schnell sehr lang, kompliziert und unübersichtlich werden. Also, man wird den Weg wählen, der ‚bequemer‘ ist. ‚Stillschweigende Abkürzungen‘ wie ‚Einwohner E‘ sind für unser Gehirn kein Problem.
Also, jeder weiß jetzt, dass die Schreibweise ‚Wort Buchstabe(n)‘ eine freiwillige Möglichkeit ist, eine einfache Beziehungen zwischen dem normalen Text und dem mathematischen Text aufzubauen. Man kann darauf verzichten. Dann macht man sich das Leben unnötig schwer …
Im Text wird beschrieben, dass es um eine ‚Kommune‘ gehen soll, von der man annimmt, dass sie ‚Einwohner‘ hat, wobei für das Wort ‚Einwohner‘ stillschweigend die Abkürzung ‚E‘ eingeführt wird, die im anderen Text, im mathematischen Text, benutzt werden wird. Ferner wird angenommen, dass die Zahl der Einwohner sich entweder vergrößern oder verkleinern kann (oder auch nichts davon). Eine Vergrößerung kann durch einen ‚möglichen Zuwachs‘ realisiert werden, der aus der ‚Vergangenheit berechnet‘ wird und damit eine ‚Schätzung‘ ist. Für den angenommenen Zuwachs wird angenommen, dass er sich aus den Komponenten ‚Geburten G‘ und ‚Zuzug Z‘ zusammensetzt. Für die mögliche ‚Abnahme‘ werden ebenfalls Daten aus der Vergangenheit benutzt — wieder eine Schätzung –. Hier werden als Komponenten eine ‚Sterberate S‘ und ein ‚Wegzug W‘ angenommen.
Nimmt man solche Werte an, ist dies eine einmalige Annahme, und diese Annahme ist, verglichen mit der beständigen Veränderungen in der realen Welt, ’statisch‘ und nicht ‚dynamisch‘. Die Wahrscheinlichkeit ist daher möglicherweise sehr hoch, dass diese angenommenen Werte sehr schnell sehr falsch werden können. Um das fiktive Modell nicht von vornherein zu ‚unrealistisch‘ zu machen, kann man aber versuchen — wenngleich noch fiktiv — die Art der ‚Veränderung in der realen Welt‘ durch eine ‚fiktive Konstruktion‘ ansatzweise ’nach zu empfinden‘. Dies kann man tun, indem man die ‚Dynamik der Veränderung‘ durch unterschiedliche ‚Annahme von verschiedenen Arten von Zufällen‘ in die fiktive Theorie mit einbaut. Im vorliegenden Text wird dies auf einfache Weise versucht. Einmal wird eine Zufallsvariable ‚rz‘ angenommen, die Schwankungen in der Größe ‚Zuzug Z‘ darstellt. Die Zufallsvariable ‚rw‘ modelliert die Größe ‚Wegzug W‘. Da sowohl Zuzug als auch Wegzug entweder positiv oder negativ sein können, wir die Zufallsvariable ‚rpm‘ (kurz für r-plus-minus‘) benutzt, zu entscheiden, ob die Werte addiert oder substrahiert werden sollen. Bezüglich der durch Geburtenrate bedingte Zuwachs G und der durch die Sterberate bedingt Abnahme S meistens über längere Zeit ziemlich konstant ist, wurde hier keine Veränderung durch Zufall eingeplant (was man aber natürlich machen kann). Ferner wird mit Jahreszahlen gearbeitet. Wichtig ist hier das ‚Startjahr J‘, das beliebig angesetzt werden kann; hier wird das Jahr 2023 angenommen.
Bei näherer in Augenscheinnahme wird man feststellen, dass der sogenannte ‚mathematische Text‘, der Teil der Zustandsbeschreibung ist, sehr schlicht daher kommt. Nach dem Schema ‚Name = Zahl Kontext‘ werden nur fiktive Namen als Buchstabenfolgen aufgelistet, denen mittels dem ‚=‘ Zeichen Zahlen zugeordnet werden. Hinter den Zahlen stehen weitere Buchstaben. Was soll das?
Die abstrakten Namen ‚E‘, ‚G‘ usw. erinnern an die vorausgehende Erklärung, dass diese abstrakten Namen im vorausgehenden Text schon stillschweigend mit Worten aus dem text in Verbindung gebracht wurden, also ‚E‘ mit ‚Einwohner‘, ‚G‘ mit ‚Geburtenrate‘ usw. Man kann also von daher jeden dieser abstrakten Namen sofort in einer ersten Weise ‚interpretieren‘. indem man mit dem vorausgehenden Text einen expliziten Zusammenhang herstellen kann. Allerdings, wie oben schon angemerkt, besteht kein Zwang, diese abstrakten Namen im vorausgehenden Text zu verwenden. Würde man dies nicht tun, dann stände man jetzt ein wenig ratlos da, was diese ‚komischen Buchstaben‘ sollen. Da in diesem Beispiel aber im vorausgehenden Text von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wurde, solche ’stillschweigenden Interpretationen‘ vorzunehmen, kann man jetzt zumindest das ‚Gefühl‘ haben, man ‚versteht‘, was diese komischen Buchstaben ’sollen‘.
Die ‚Zahlen‘, die mittels dem ‚=‘ Zeichen mit den abstrakten Namen verknüpft werden, kann man dann fast schon von selbst deuten (z.B. ‚E = 1000…‘ wird man, mit dem Wissen, dass ‚E‘ mit dem Wort ‚Einwohner‘ zu verknüpfen ist) geneigt sein so zu interpretieren, dass die ‚1000‘ die Anzahl der Einwohner meint. Hier kommen jetzt die ‚Buchstaben nach den Zahlen‘ ins Spiel. Aus der Alltagssprache kennen wir die Schreibweisen ‚5 kg‘, ’10 cm‘, ‚100 Euro‘ usw. Wir wissen, dass die Buchstaben ‚kg‘, ‚cm‘, ‚Euro‘ Namen für ‚Einheiten‘ sind, die bestimmte Verfahren bezeichnen, mit denen man die Zahlen in Beziehung setzen muss, um sie zu verstehen. Im Fall von 5 kg‘ bezieht sich ‚kg‘ auf ein Verfahren, das Gewicht eines Gegenstandes mit Bezug auf den Standard ‚kg‘ festzustellen. Desgleichen mit dem Ausdruck ’10 cm‘; hier verweist ‚cm‘ auf eine Längeneinheit, die mit dem Standard ‚m‘ in Verbindung zu bringen ist, um eine Länge zu bestimmen. usw.Diese Idee, eine Zahl mit einer Einheit zu verknüpfen, die darauf verweist, wie die zugehörige Zahl ‚produziert‘ wird, wurde in der Software oksimo.R eingeführt, um ‚beliebige Einheiten‘ zuzulassen, auch solche, die bestimmte Bürger in einer bestimmten Situation ’neu erdacht‘ haben, um damit eine bestimmte Sachlage repräsentieren zu können, die sie für wichtig empfinden. Sie müssen sich dann allerdings die Mühe machen, ihr neues Verfahren an einer zugänglichen Stelle für alle nachvollziehbar zu dokumentieren.
In den Formulierungen wie ‚E=1000Einw‘, ‚G=0.12Koeff‘, ‚S=0.13Koeff‘ usw. verweisen die jeweiligen ‚Einheitennahmen‘ ‚Einw‘, ‚Koeff‘ auf Verfahren, die die Autoren ‚im Sinn‘ haben. Bei Ausdrücken wie ‚J=2023Jahr‘, ‚Z=20Zuzug‘, ‚W=20Wegzug‘ kann man erkennen, dass es sich um Ausdrucksweisen handelt, denen man im ersten Schritt eine gewisse ‚alltagssprachliche Bedeutung‘ zuordnen kann, die aber — je nach Anforderungen — weiter präzisiert werden müssten. Entsprechend bei Ausdrücken wie ‚R=1Zufall‘, ‚rz=0Zufall‘ usw. Hier markiert ‚R=1‘ konkret, dass der abstrakte Name ‚R‘ den Wert ‚1‘ haben soll und er im Kontext dazu benutzt wird, zu erkennen, ob die statischen Werte tatsächlich mit einer ‚Dynamik‘ aus Zufallszahlen verknüpft werden sollen. Für ein genaueres Verständnis wird auf den nachfolgenden Text verwiesen.
Der Abschnitt ‚Regeln‘ (‚Rules‘) zeit eine Liste von vorhandenen Regeln an. Regeln sind — zur Erinnerung — letztlich ‚Beschreibungen von Veränderungen‘ in der Zeit. Also z.B. die Veränderung der Jahreszahl J, die Veränderung der Einwohnerzahl E, usw. Eine ‚Veränderung‘ bezieht sich dabei immer auf einen ‚Ausgangspunkt in der Gegenwart‘; wenn dieser Ausgangspunkt ‚gegeben‘ ist (‚erfüllt ist‘), dann tritt die Veränderung in Kraft. Dies bedeutet, dass z.B. die Jahreszahl ‚J=2023‘ um den Wert ‚1‘ erhöht wird. Dies bedeutet, der Wert ‚J=2023‘ ‚verschwindet‘ und der neue Wert ‚J=2024‘ erscheint, tritt in Kraft, ersetzt den alten Wert durch einen neuen Wert. Siehe das folgende Beispiel der Regel mit Namen ‚jahr-plus‘:
Als Bedingung dafür, dass diese Veränderungsregel angewendet wird, gilt hier nur die Bedingung, dass der Wert des abstrakten Namens ‚J‘ größer 0 sein soll ‚J>0′. Ob diese Bedingung ’sinnvoll‘ ist, hängt vom jeweiligen Kontext ab.
Wenn der Wert von ‚J‘ größer 0 ist (was nach der Annahme in der Zustandsbeschreibung der Fall ist (‚J=2023Jahr‘), dann wird die Regel angewendet. Als ‚Wirkungen‘ (‚Effects‘) wird festgelegt: (i) Im normalen Text der Zustandsbeschreibung soll der Ausdruck erscheinen: „Die Jahreszahl wurde um ein Jahr erhöht.“, und im mathematischen Text der Zustandsbeschreibung soll der bisherige Wert von ‚J‘ durch den neuen Wert ‚J=J+1‘ ersetzt werden.
Damit führt diese Regel dazu, dass die Jahreszahl Runde für Runde um 1 erhöht wird.
In der Simulation kann man sich dies über eine Grafik anzeigen lassen:
Die Regel mit dem Namen ‚einw-z-s‘ hat in diesem Fall die Bedingung, dass der abstrakte Namen ‚J‘ einen Wert größer 2022 haben soll (‚J>2022‘), was in der Ausgangslage (‚J=2023‘) erfüllt ist. Die Wirkung der Regel wird in der ‚Veränderungsvorschrift‘ beschrieben:
E=int(E+(E*G)+Z-(E*S)-W)
Dies ist eine Form von mathematischer Sprache, wie sie die Programmiersprache ‚python‘ benutzt.[6] In Normalsprache liest sich dies so: Der ’neue Wert von E‘ links vom ‚=‘ Zeichen wird berechnet durch die Formel rechts vom ‚=‘ Zeichen.
Der Teilausdruck ‚int(…)‘ besagt, egal, welche Zahl der Ausdruck in den Klammern (…) berechnete, diese Zahl wird nur als ‚ganze Zahl‘ (Integer Zahl, ‚int‘) ausgegeben. Damit wird verhindert, dass es ‚Bruchteile von Einwohnern wie ‚0,2‘, ‚0,7‘ usw. geben kann.
Damit kommen wir zum ‚Inhalt zwischen den runden Klammern:
E+(E*G)+Z-(E*S)-W
Das ‚erste E‘ repräsentiert die bisherige Einwohnerzahl.
Diese bisherige Einwohnerzahl kann ‚erhöht‘ werden durch einen möglichen ‚Zuzug Z‘ und durch eine Vergrößerung durch Geburten. Die Geburten werden aber nicht direkt als absoluten Zahlen ausgedrückt, sondern als eine ‚Geburtenrate G‘. Der Ausdruck ‚E*G‘ besagt dann, dass der Grad der Erhöhung durch die Geburtenrate G mit der aktuellen Einwohnerzahl E multipliziert wird, um zu ermitteln, wie viele Einwohner konkret dazu kommen.
Entsprechend kann die bisherige Einwohnerzahl ‚vermindert‘ werden durch einen möglichen ‚Wegzug W‘ und durch eine Sterberate S. Die Verstorbenen werden ebenfalls nicht direkt als absoluten Zahlen ausgedrückt, sondern als eine ‚Sterberate S‘. Der Ausdruck ‚E*S‘ besagt dann, dass der Grad der Verminderung durch die Sterberate S mit der aktuellen Einwohnerzahl E multipliziert wird, um zu ermitteln, wie viele Einwohner abgezogen werden müssen.
Schaut man sich mit diesem Wissen nochmals die Entwicklung der Einwohnerzahlen an (siehe Bild)
dann sieht man, dass diese abnehmen. Schaut man auf die Entwicklung von Zuzug und Wegzug (nächstes Bild)
kann man leicht ersehen, dass die Differenz von Zuzug und Wegzug nicht groß genug ist, um die starke Abnahme der Einwohnerzahl zu erklären.
Hierzu müsste man jetzt tiefer in die Zahlen einsteigen, was aktuell aus Zeitgründen leider nicht geht. Ferner fehlt ja auch noch der Bezug zu den empirischen Daten.
Dies muss leider auf die Zeit nach dem 3.Mai verschoben werden.
ANMERKUNGEN
wkpd := Wikipedia, de := Deutsch, en := Englisch
[1] Unter dem Stichwort ‚Fiktion‘ findet man in der Deutschen Wikipedia eine ganz gute Umschreibung des Sachverhalts: https://de.wikipedia.org/wiki/Fiktion Man kann dabei aber auch erkennen, dass ein ‚fiktiver Text‘ nicht automatisch negativ zu sehen ist, im Gegenteil: unser ganzes ‚produktives Denken‘ arbeitet mit fiktiven Texten, um darin Möglichkeiten durchzuspielen, was man ’noch tun könnte‘, um eventuell neue interessante Handlungsweisen zu erschließen.
[2a] Die Menge der Beispiele hierzu ist nahezu unerschöpflich. Ein Beispiel unter vielen ist die Diskussion darum, was man sich unter ‚Menschenwürde‘ vorzustellen habe. Selbst wenn man den Begriff auf jenen Begriff einschränken will, der im Deutschen Grundgesetz vorkommt, wird man bei Sichtung der Literatur schnell feststellen, dass die Bedeutung dieses Begriffs alles andere als klar ist. Ein einschlägiges Buch stammt aus der Feder von Paul Tiedemann, „Was ist Menschenwürde? Eine Einführung“, 2. aktualisierte Aufl., Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2014. Ich habe mal versucht, den Texten nachzugehen. Daraus wurden 11 Teile (!). Teil 1 beginnt hier: https://www.cognitiveagent.org/2015/01/20/was-ist-menschenwuerde-ueberlegungen-im-umfeld-des-buches-von-paul-tiedemann/ (Paul Tiedemann ist Philosoph, war Richter und Professor an der Richterakademie).
[2b] Siehe dazu auch den extrem ausführlichen Artikel ‚Menschenwürde‘ in der wkpd-de: https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenw%C3%BCrde
[3] Sobald die Testphase von Version 0.3 abgeschlossen ist, wird Sie über die URL https://oksimo.com allen registrierten Benutzern zur Verfügung gestellt. Weitere Details dann auf der Seite oksimo.com.
[4] Diesen ‚Annäherungscharakter‘ von Theorien (fiktiv im Kern, empirisch gedeutet in der ‚Hülle‘) belegen die modernen Naturwissenschaften seit ihrem Aufkommen im 16.Jahrhundert auf Schritt und ‚Tritt.
[5] Zu diesem Thema gibt es eine endlose Literatur, die bis heute keinen allgemein akzeptierten ‚Abschluss‘ kennt. Der Text hier nimmt in dieser Diskussion eine sehr entschiedene Position ein. Wer eine Kostprobe der Diskussionen zu diesem Thema lesen möchte, kann dies mit folgendem Artikel versuchen: Gerd Doeben-Henisch, 2020, Is Mathematics a Fake? No! Discussing N.Bourbaki, Theory of Sets (1968) – Introduction, https://www.uffmm.org/2022/06/06/n-bourbaki-theory-of-sets-1968-introduction/
[6] Die oksimo.R Software benutzt für alle internen Operationen die Programmiersprache python. Siehe dazu als eine erste Einführung das Stichwort ‚python‘ in der wkpd-de: https://de.wikipedia.org/wiki/Python_(Programmiersprache)