Archiv der Kategorie: nachhaltige Entwicklungsziele

REVIEW KONFERENZ: Partizipation und Nachhaltigkeit in der Digitalität, 7.-8.Dezember 2022

(Letzte Änderung: 4.Januar 2023)

Kontext

Dieser Text ist Teil des Review Bereichs von Citizen Science 2.0.

Inhalt

Im folgenden handelt es sich um einen Bericht und einen Kommentar zu einer Konferenz. Dieser Bericht repräsentiert eine Einzelmeinung. Sollten sich weitere Beteiligte explizit äußern, so könnte man den Bericht und den Kommentar entsprechend erweitern.

  1. Die Konferenz
  2. EINLEITUNG
    • Begrifflicher Kontext
    • Konzept Intelligenz
    • Konzept Nachhaltigkeit
    • Kontext Gesellschaft
    • Partizipation
  3. KONFERENZBEITRÄGE (Letzte Änderung: 4.Januar 2023)
    • Teil 1: Verwaltungen und die Herausforderung von Bürger:innenbeteiligung für Sozial- und Umweltverträglichkeit. Moderation: Prof‘in Dr. Birgit Blättel-Mink, Goethe-Universität Frankfurt am Main
    • Dr. Michael Zschiesche, Unabhängiges Institut für Umweltfragen (UFU): Digitalisierung in der Öffentlichkeitsbeteiligung – Stand und Perspektiven
    • Überleitender Kommentar
    • Prof. Dr. Frank Brettschneider, Universität Hohenheim Digitalisierung mit Bürger:innenbeteiligung / Bürger:innenbeteiligung mit digitalen Instrumenten
    • Podiumsdiskussion: Prof‘in Dr. Birgit Blättel-Mink, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Jörn Lamla, Universität Kassel, Prof. Dr. Christian Schrader, Hochschule Fulda
    • Überleitung zu Teil 2
    • Teil 2: Citizen Science, Sustainability and Digitality
      Moderation: Prof. Dr. Matthias Söllner, Universität Kassel
    • Dr. Katrin Vohland, Naturhistorisches Museum Wien
      Citizen Science and Sustainability – Large expectations and Some Challenges
    • Prof. Dr. Yen-Chia Hsu, University of Amsterdam
      Empowering Local Communities Using Artificial Intelligence
    • Podiumsdiskussion: Prof. Dr. Gerd Döben-Henisch, Frankfurt University of Applied Sciences, Franziska Ohde, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Matthias Söllner, Universität Kassel
  4. DISKUSSION NACH DER KONFERENZ
  5. AUSBLICK
  6. KOMMENTARE

Die Konferenz

Wie man aus der Programmankündigung ersehen kann, wurde diese Konferenz organisiert von der Projektgruppe „Nachhaltige Intelligenz –
Intelligente Nachhaltigkeit [NI-IN]“
des Zentrums für verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI). Es war die zweite Konferenz, die von dieser Forschungsgruppe organisiert worden ist. Der Autor dieses Textes ist Mitglied dieser Projektgruppe.

I. EINLEITUNG

Begrifflicher Kontext

Wie man aus dem Projektthema der NI-IN Projektgruppe ersehen kann, Enthält die Aufgabenstellung ein ‚Oberthema‘ mit „Nachhaltiger Intelligenz – Intelligenter Nachhaltigkeit“ und dazu eine Reihe von ‚Teilaspekten‘, die sich diesem Oberthema zuordnen lassen. Das Konferenzthema „Partizipation und Nachhaltigkeit in der
Digitalität“ kommt dabei mit diesem Wortlaut weder im Oberthema der Projektaufgabenstellung explizit vor noch in den aufgezählten Teilaspekten. Dies hat seinen Grund darin, dass während der Forschungsarbeit seit Juli 2021 die nicht ganz einfachen Begriffsfelder schrittweise analysiert worden sind und aufgrund dieser Analyse verschiedene strukturelle Bedeutungsfelder mit wichtigen strukturellen Beziehungen sichtbar geworden sind. Eine grobe Skizze der analysierten Begriffen mit Bedeutungsfeldern könnte man so umschreiben (Sicht des Autors; in den Augen der anderen Projektmitgliedern möglicherweise anders akzentuiert):

BILD: Begriffsfeld ‚Nachhaltigkeit – Intelligenz‘ mit Teilbereich ‚Fokus der Tagung‘

Schon die beiden Leitbegriffe ‚Nachhaltigkeit‘ und ‚Intelligenz‘ lassen sich ‚jeder für sich‘ nicht so ohne weiteres analysieren. Noch gewagter wird es, wenn man das ‚Zusammenspiel‘ betrachten will. Liebhaber der ‚klaren Verhältnisse‘ dürften an dieser Stelle dahin tendieren, die ‚Büchse der Pandora‘ erst gar nicht zu öffnen. Leidenschaftliche Forscher mit eingebauter Neugier und ein gewisser Risikobereitschaft fühlen sich aber vielleicht ‚angelockt‘. Fakt ist, dass die Projektgruppe versucht hat, sich diesem konzeptuellen ‚Dickicht‘ ein wenig zu nähern. Aufgrund der disziplinären Vielfalt der Projektgruppe gab es viele interessante Perspektiven, die zueinander finden mussten. Solch ein ‚zueinander finden‘, das zudem idealerweise in dem heute so modischen Format der ‚Transdisziplinarität‘ stattfinden sollte, braucht allerdings naturgemäß erheblich mehr Zeit, als wenn nur Fachkollegen einen Austausch pflegen. Im heutigen Professorendasein ist angesichts der vielfältigen Verpflichtungen Zeit aber Mangelware. Die Suche war somit von Beginn her endlich dimensioniert.

Konzept Intelligenz

Das Konzept Intelligenz ist bis heute weder im Bereich der biologischen Systeme noch im Bereich der nicht-biologischen Systeme, hier den Maschinen, hinreichend erklärt. Dies ist sehr misslich.

Während die Wissenschaften in den letzten 120 Jahren für biologische Systeme erste Konzepte entwickelt haben, die über alle biologische Systeme hinweg empirische anwendbar sind wie auch begrenzte Vergleiche zwischen biologischen Systeme hinsichtlich von definierten Intelligenzeigenschaften zulassen, kann man dies für die maschinellen Systeme nicht behaupten. Hier gibt es weder einen einheitlichen Intelligenzbegriff noch lassen die verschiedenen Begriffe einen einheitlichen Vergleich über alle Systeme hinweg zu. Die maschinellen Intelligenzbegriffe sind sehr speziell. Ein Vergleich zwischen biologischer und maschineller Intelligenz ist von daher in der Regel nicht einfach möglich.

Erschwerend kommt hinzu, dass nahezu alle Intelligenzbegriffe — für biologische wie auch maschinelle Systeme — Eigenschaften ‚individueller‘ Systeme beschreiben, niemals ‚kollektive Intelligenzleistungen‘! Im Falle von biologischen Systemen, die überwiegend in Populationen bzw. hochspezialisierten ‚Gesellschaften‘ auftreten, nützen diese individuellen Intelligenzbegriffe wenig. Eine irgendwie bizarre Situation: angekommen im ‚Anthropozän‘ in einer sogenannten ‚Wissenschaftsgesellschaft‘ weiß der Mensch bislang nicht so recht, was es mit seiner ‚Kollektiven Intelligenz‘ auf sich hat. Ein interessanter Ausgangspunkt auf dem Weg in eine unbekannte Zukunft.

Andererseits haben führende Forscher der maschinellen Intelligenz mittlerweile erkannt, dass maschinelle Intelligenz in der Zukunft nur dann für die menschliche Population von Nutzen sein kann, wenn besser verstanden wird, was genau diese kollektive menschliche Intelligenz ist, und wie in diesem — bislang noch wenig erforschten — Raum kollektiver Intelligenz maschinelle Intelligenz von Nutzen sein kann, um eine globale nachhaltige Biosphäre mit den Menschen als Teil davon zu ermöglichen. [3]

In diesem Zusammenhang muss man auch nochmals darauf hinweisen, dass das neue Konzept ‚Digitalität‘ in den Gesellschaftswissenschaften sich großer Beliebtheit erfreut, dass es aber in seinem Gehalt schwer bis gar nicht erläutert werden kann. Naheliegend ist, dass man die ‚Bedeutung‘ des Konzepts ‚Digitalität‘ im Interaktionsfeld von menschlicher Gesellschaft und jener ‚Technologie‘ ansiedelt, die oft ‚digitale Technologie‘ genannt wird. Der Begriff der ‚digitalen Technologie‘ ist aber ebenfalls ein ‚Bedeutungsmonster‘, da hier zunächst mal alles drunter fällt, was irgendwie in Beziehung gesetzt werden kann zu einer ‚Hardware‘, in der ‚digitale Baueinheiten‘ benutzt werden. Das reicht dann von einfachsten ‚Chips‘ zu komplexen Chips mit unterschiedlichsten Funktionalitäten, die in mehr oder weniger komplexen größeren Einheiten ‚verbaut‘ sind: diverse Maschinen, Maschinenaggregationen, Computernetzwerke, komplexe Rechenzentren, Fahrzeugen, Schiffen, Flugzeuge, Gebäude, medizinische Geräte, Waffensysteme, Gebrauchsgegenstände und vieles mehr. Jedes dieser technische System beinhaltet unterschiedlich Algorithmen von bis zu vielen Millionen Zeilen Code, die unfassbar viele verschiedene ‚Verhaltensweisen‘ dieser technische Systeme ermöglichen. Ein Versuch, die Vielzahl dieser Systeme — sowohl bzgl. der Hardware wie auch bzgl. der Software und dann auch bzgl. der daraus resultierenden Verhaltensdynamik — in ihrer Gesamtheit zu beschreiben ist schon im Ansatz gnadenlos zum Scheitern verurteilt. Dieses ‚Mega-Bedeutungsmonster‘ mit einem Konzept wie ‚Digitalität‘ ‚einzufangen‘, ihm dadurch seine ‚Ungeheuerlichkeit‘ zu nehmen, ist psychologisch verständlich, gaukelt aber eine Klarheit und Einfachheit vor, die es real schlicht nicht gibt. Tatsächlich haben wir als Gesellschaft ein akutes Problem, das sich durch ’schöne Worte‘ allein nicht befrieden lässt.

Konzept Nachhaltigkeit

Eine Analyse des Bedeutungsraumes des Konzepts ‚Nachhaltigkeit‘ ist — falls man den Vergleich überhaupt wagen will — um Dimensionen schwieriger als der Bedeutungsraum zum Konzept ‚Intelligenz‘.

Eine mögliche Strategie der ‚Begrenzung‘ des Bedeutungsraums ist der Blick auf die Konferenzen und Dokumente der Vereinten Nationen seit ca. den 1980iger Jahren, ein Ansatz, den die Projektgruppe zunächst gewählt hatte.

Am ‚populärsten‘ sind die 17 Entwicklungsziele der Agenda 2030. [1a,b] Wie aber schon mehrfach beobachtet, ist die Bedeutungsfestlegung der einzelnen Entwicklungsziele eher schwierig; ihre Beziehungen untereinander zeigen viele Konflikte; der tatsächliche Bezug zum Konzept ‚Nachhaltigkeit‘ ist nicht ganz klar: welche Art von Nachhaltigkeit ist gemein?

Folgt man der Entwicklung des UN-Konzepts zur ‚Nachhaltigkeit‘ rückwärts zu den ‚Anfängen‘, dann stößt man auf den sogenannten ‚Brundtland Report‘ von 1987. In ihm ringen die Verfasser um die grundlegende Idee, was Nachhaltigkeit bedeuten kann. [2]

Im Brundtland Report steht der Mensch im Zentrum der Überlegungen: letztlich ist es das ‚Verhalten‘ der Menschen, das ‚Auswirkungen‘ auf den Planet Erde wie auch auf die gesamte ‚Biosphäre‘ hat, von der die Menschen einen kleinen Teil bilden. Und beim Menschen wird das Verhalten entscheidend von seinem ‚Wissen‘ im allgemeinsten Sinne geprägt. Wissen kann ein differenziertes Verhalten ermöglichen, ob dies aber tatsächlich geschieht und wie genau, das entscheiden dann die aktuellen Emotionen mit all ihren Facetten.

Für das Konzept des Wissens ist zu beachten, dass es für eine minimale Beschäftigung mit einer möglichen Zukunft unabdingbar ist, dass das verfügbare Wissen sich in einem Zustand befindet, der nachvollziehbare und belastbare ‚Prognosen‘ möglich macht, andernfalls paralysiert sich das Wissen selbst: die Menschen taumeln dann gleichsam ‚in einer Wolke von Möglichkeiten‘ dahin, ohne klare Ziele, ohne brauchbare Abstimmungen.

Das einzige Format in der bisherigen Kulturgeschichte der Menschheit, das über diese Eigenschaft ’nachvollziehbarer und belastbarer Prognosen‘ bietet, ist das Konzept der ‚empirischen Wissenschaften‘.[4]

Kontext Gesellschaft

Die abstrakten Konzepte ‚Intelligenz‘ und ‚Nachhaltigkeit‘ können auf bestimmte ‚Strukturen‘ hindeuten, die ‚Realisierung‘ dieser Strukturen findet aber in konkreten gesellschaftlichen Systemen statt, deren Realitäten letztlich festlegen, was wie wann und wo real stattfinden kann.

Autoritäre Gesellschaftssysteme bieten andere Realisierungsbedingungen als ‚demokratisch verfasste‘ Systeme. ‚Verfassungen‘ präzisieren die ‚Rahmenbedingungen‘ für mögliches ‚legales Handeln‘ weiter, dazu Verfassungsorgane, eine Vielzahl von Verwaltungseinheiten, und vieles mehr . Die entsprechenden Text-Dokumente beschreiben mit mehr oder weniger ‚abstrakten Konzepten‘, was möglicherweise ‚konkret‘ stattfinden kann/ sollte oder auch nicht.

Eigentlich ist die Gesamtheit der Akteure einer Gesellschaft, die Gesamtheit der Bürger, der grundlegende ‚Souverän‘ für all diese ‚Festlegungen‘. Sobald aber dieser primäre Souverän dieses ‚System von Regeln‘ verabschiedet hat, hat er sich quasi ’selbst verpflichtet‘ und ist fortan auf diese Weise ein ‚kontrollierter primärer Souverän‘, dessen ‚Macht‘ — der regelbasierten Intention nach — nur noch innerhalb der vereinbarten Regeln wirksam werden sollte.

Ein fundamentales Charakteristikum einer regelbasierten Machtausübung — zumindest wie sie in Deutschland verstanden und praktiziert wird — besteht darin, dass der Bürger als Entscheider — ausgenommen von politischen Wahlen — praktisch eliminiert ist. Was immer ein Bürger fühlt, denkt, tut, es hat keinen offiziellen Einfluss mehr auf die ‚legalen Entscheider‘ auf allen Ebenen.

Im Idealfall sind die ‚legalen Entscheider‘ (i) offen für die Bedürfnisse der Bürger, für die Notwendigkeiten der Gestaltung von Kommunen, Landkreise usw., sie besitzen (ii) hinreichende Kompetenzen, um die jeweiligen Situationen angemessen beurteilen zu können, und (iii) sie sind fähig, in den vielfältigen Gremien Emotionen beiseite zu lassen und entscheiden nach dem verfügbaren Wissen. Falls diese Forderungen nicht angemessen erfüllt werden, hat die Gesellschaft beliebig viele Probleme.

Ohne Bezugnahme auf viele hier relevante Details kann man mit Sicherheit voraussagen, dass eine Nichterfüllung der Anforderungen (i) – (iii) — nennen wir diese Anforderungsliste das ‚Legalistische Entscheider Profil‘ — sich unmittelbar auf den Zustand einer ‚legal regulierten Gesellschaft‘ auswirken wird. So können z.B. aktuell gegebene Problemstellungen zu wenig erkannt werden, dementsprechend werden sie nicht bearbeitet, und können frühestens im zeitlichen Takt der ‚politischen Wahlen‘ neu angestoßen werden; und dann ist nicht sicher, dass die neu Gewählten die ungelösten Probleme dann aufgreifen werden. Für Problemstellungen mit einer Wirkgeschichte von vielen Jahren erscheint die Lage sogar tendenziell hoffnungslos.

Wer mit der Brille dieser kurzen Bemerkungen auf die aktuelle Situation der Bundesrepublik Deutschland schaut, und die lange Liste ungelöster Probleme der letzten Jahre anschaut, der kann möglicherweise den Eindruck gewinnen, dass …

Partizipation

Mit Blick auf das ‚legalistische Entscheider Profil‘ kann man — unter Berücksichtigung der Erfahrung von ca. 77 Jahren demokratische Gesellschaft in Deutschland — feststellen, dass keine der drei Anforderungen voll erfüllt wird. Eher muss man sagen, dass alle drei Anforderungen vielfach nicht erfüllt werden. Diese Nichterfüllung liegt nicht daran, dass die legalen Entscheider möglicherweise ‚unlautere Absichten‘ verfolgen (was im Einzelfall natürlich nicht ausgeschlossen werden kann und auch schon nachgewiesen wurde), sondern daran, dass die zahlenmäßig verschwindet geringe Menge der legalen Entscheider verglichen mit der ungeheure Menge der Bürger und der unfassbar vielen komplexen Problemstellungen objektiv nicht in der Lage ist, die Anforderungen (i) – (iii) auch nur annähernd zu erfüllen, selbst wenn die legalen Entscheider es ernsthaft wollten.

In dieser Situation bieten sich viele Antworten an. Die Skala reicht von ‚totaler Abschaffung dieses Systems‘ bis hin zu unterschiedlich moderierten Formen der ‚Partizipation‘ der Bürger.

Während die ‚totale Abschaffung‘ kurzfristig ein ‚relatives Übel‘ beseitigen würde (was möglicherweise aber gar nicht so rein ‚Übel‘ ist, wie man es unterstellt), würden wir uns im nächsten Moment im ‚totalen Chaos‘ wiederfinden, in dem eher nichts mehr gehen würde. Komplexität löst man nicht durch grobe Vereinfachungen.

Im Falle der Aktivierung von ‚unterschiedlich moderierten Formen der Partizipation‘ würde das System der ‚legalen Entscheider‘ im Prinzip erhalten bleiben, die einzelnen Anforderungen des ‚legalistischen Entscheider Profils‘ könnten aber deutlich besser als ohne Partizipation erfüllt werden.

An dieser Stelle setzt die Konferenz ein. Siehe dazu Teil 2:

II. KONFERENZBEITRÄGE

III. DISKUSSION NACH DER KONFERENZ

IV. AUSBLICK

KOMMENTARE

[1a] Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2015: https://de.wikipedia.org/wiki/Weltgipfel_f%C3%BCr_nachhaltige_Entwicklung_2015

[1b] Entwurf des Ergebnisdokuments des Gipfeltreffens der
Vereinten Nationen zur Verabschiedung der Post-2015-
Entwicklungsagenda
: https://www.un.org/depts/german/gv-69/band3/ar69315.pdf

[2] UN. Secretary-General;World Commission on Environment and Development, 1987, Report of the World Commission on Environment and Development : note / by the Secretary-General., https://digitallibrary.un.org/record/139811 (accessed: July 20, 2022) (In einem besser lesbaren Format:  https://sustainabledevelopment.un.org/content/documents/5987our-common-future.pdf) Anmerkung: Gro Harlem Brundtland (ehemalige Ministerpräsidentin von Norwegen) war die Koordinatorin von diesem Report.(Dieser Text enthält die grundlegenden Ideen für alle weiteren UN-Texte)

[3] Michael L. Littman, Ifeoma Ajunwa, Guy Berger, Craig Boutilier, Morgan Currie, Finale Doshi-Velez, Gillian Hadfield, Michael C. Horowitz, Charles Isbell, Hiroaki Kitano, Karen Levy, Terah Lyons, Melanie Mitchell, Julie Shah, Steven Sloman, Shannon Vallor, and Toby Walsh. “Gathering Strength, Gathering Storms: The One Hundred Year Study on Artificial Intelligence (AI100) 2021 Study Panel Report.” Stanford University, Stanford, CA, September 2021. Doc: http://ai100.stanford.edu/2021-report.

[4] Neben der ‚empirischen Wissenschaft‘ selbst, die in Europa grob im 16.Jahrhundert begann, gibt es auch von Anfang an eine philosophische Beschäftigung mit dem Thema, das gegen Ende des 19.Jahrhunderts, Anfang des 20.Jahrhunderts unter der Bezeichnung ‚Wissenschafts-Philosophie‘ bekannt wurde (in Deutschland auch gerne ‚Wissenschaftstheorie‘ genannt).

Noch nicht fertig,

es wird dran gearbeitet 🙂

Nachhaltige Angewandte Empirische Theorien [NAET]. Grundlagen (Übersetzung)

eJournal: uffmm.org
ISSN 2567-6458, 14.April 2022 – 14.April 2022 (Stand der Übersetzung: 18.April 2022)
Email: info@uffmm.org
Author Writing: Gerd Doeben-Henisch (Übersetzer: Philipp Westermeier)
Authors in Discourse: Gerd Doeben-Henisch & Philipp Westermeier
Email: gerd@doeben-henisch.de

— In Bearbeitung !! — (Stand 18. April 2022)

BLOG-KONTEXT

Dieser Post ist eine Übersetzung des Blogeintrags Sustainable Applied Empiric Theories in der Rubrik Philosophy of Science des uffmm blogs von Gerd Doeben-Henisch, übersetzt durch Philipp Westermeier.

Vorwort

In vorangegangenen Blogeinträgen über das Konzept der Empirischen Theorie [ET], insbesondere im Kontext von Karl Popper (z.B. Popper und die Empirische Theorie. Ein konzeptionelles Experiment) wurde untersucht, ob und wie diese Konzepte mit der Idee eines Entwicklungsprozesses zusammengeführt werden können (z.B. Eine Empirische Theorie als Entwicklungsprozess). Ein weiterer Aspekt ist die Idee der „nachhaltigen Entwicklung“, wie sie durch den sogenannten Brundtland-Bericht [1] im Jahr 1987 geprägt wurde, der die Grundlage für die Rio-Konferenz „Earth Summit“ der Vereinten Nationen im Jahr 1992 bildete [2], die nach mehreren weiteren UN-Konferenzen bis 2015 mit der „Agenda 2030“ endete, die 17 „Sustainable Development Goals“ (SDGs) propagiert. [3]

‚Nachhaltigkeit‘ hängt von der Fähigkeit ab, ‚qualifizierte Abschätzungen über mögliche zukünftige Zustände‘ treffen zu können. Dies wiederum setzt qualifiziertes Wissen über die ‚Vergangenheit‘ und die ‚Gegenwart‘ voraus. Insbesondere sollte dieses Wissen jene Arten von ‚elaborierten Veränderungen‘ im Ablauf von Ereignissen enthalten, die als ‚Muster möglicher Veränderungen‘ interpretiert und genutzt werden können und von einer beobachteten Situation zu einer weiteren beobachtbaren Situation führen. Von hier aus vermittelt der folgende Text einige weitere Ideen.

NAET Grundlagen

Diese Abbildung zeigt drei verschiedene Ebenen bei der Konstruktion einer angewandten empirischen Theorie: (i) Auf einer ‚Metaebene‘ kommunizieren einige natürlichen Experten, beobachten Teile der empirischen Umwelt und versuchen, diese Ideen mit einigen symbolischen Ausdrücken einer gemeinsamen natürlichen Sprache zu beschreiben. (ii) Der Inhalt dieser Aktivitäten auf der Metaebene erzeugt drei Arten von Texten auf der ‚Objektebene‘: (a) Ein Text beschreibt die aktuell beobachtbare Situation mit dessen interessanten Eigenschaften; (b) ein anderer Text beschreibt die Anforderungen an eine gewünschte Situation in der Beschreibung eines zukünftigen Zustands; (c) ein weiterer Text beschreibt eine Sammlung von ‚Veränderungsregeln‘ möglicher Aktionen, von denen angenommen wird, dass sie eine gegebene Situation in eine neue Situation umwandeln können. (iii) Auf einer dritten Ebene, der ‚philosophischen Ebene‘, kann man Fragen zu den ‚Bedingungen‘ aller auf der Metaebene verwendeten Elemente stellen.

NAET Dynamische Räume

In dieser Abbildung wird in einen Prozess ‚hineingezoomt‘, der durch eine Objektebene einer NAET beschrieben wird. Der ‚gegebene Zustand‘ einer konkreten NAET beschreibt einen Teil der empirischen Umwelt, die als solche eine gewisse ‚Dynamik‘ aufweist, zusätzlich können auch einzelne Akteure als Teile der Umwelt beschreiben werden. Jeder Akteur hat seine eigene Dynamik und kann, isoliert betrachtet, durch seine Handlungen eine Menge von Zuständen erzeugen. ‚Potenziell‘ fast nicht-abzählbar viele mögliche Folgerungen sind möglich. Somit ist jeder Akteur mit einem ‚Raum möglicher Folgerungen‘ verbunden, welcher ‚potentieller individueller Realisierungsraum‘ [PIR] genannt wird. In der Realität muss jeder Akteur ständig ‚entscheiden‘, welche konkrete Fortsetzung aus den vielen möglichen Fortsetzungen ausgewählt werden soll. So wird der große Raum in einen einzigen Prozess umgewandelt, der nur einen Pfad im PIR darstellt. Fragt man nach den ‚Faktoren‘, die den Auswahlprozess beeinflussen, so kann man viele Arten von Faktoren feststellen. Neben den internen Faktoren gibt es die ‚Umwelt als solche‘: Kein Wasser zum Trinken; kein Essen zum Essen; tödliche Kriminelle um dich herum … das würde jedes Kind daran hindern, die Optionen zu wählen, die hilfreich wären. Im Bereich der ‚internen Zustände‘ gibt es ein gewisses Maß an ‚Erfahrung‘, das bestimmte Arten von ‚Wissen‘ ermöglicht, die der Bezugspunkt für mögliche Entscheidungen sind. Wenn diese Erfahrung zu gering ist, wenn das Wissen falsch ist, besteht keine Chance, eine gute Auswahl zu treffen. Und vieles mehr…

NAET Multiple Theorien

Diese Abbildung zeigt wieder die Metaebene. In der Regel wird mehr als eine Theorie verfasst. Meistens befassen sich diese Theorien mit verschiedenen Aspekten der empirischen Realität. Da die Realität als solche ‚eine‘ ist, wäre es hilfreich, ‚alle verschiedenen speziellen Ansichten zu vereinheitlichen‘. In einer NEAT-ähnlichen Theorie, wie sie hier beschrieben wird, ist dies recht einfach: man muss nur jede Art von Text als die ‚gegebene Situation‘, die ‚gewünschte Situation‘ sowie die ‚Veränderungsregeln‘ vereinheitlichen, um eine neue ‚einheitliche‘ Theorie zu erhalten.

Kommentare

[1] Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung, https://sustainabledevelopment.un.org/content/documents/5987our-common-future.pdf, Zugriff: 10/04/2022

[2] Bericht der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung, https://documents-dds-ny.un.org/doc/UNDOC/GEN/N92/836/55/PDF/N9283655.pdf, Zugriff am: 10/04/2022

[3] Vereinte Nationen, https://sdgs.un.org/goals, Zugriff am 10/04/2022

KM:MI – Philosophie & Informatik – oksimo und Nachhaltigkeit – Anwendungsbeispiel(e)

UNIVERSELLE PROZESSPLANUNG
22.Januar 2022, 08:38h
URL: oksimo.org
Email: info@oksimo.org

Autor: Gerd Doeben-Henisch (Email: gerd@oksimo.org)

KONTEXT

Auf dieser Seite wird das Thema ‚oksimo und Nachhaltigkeit mit möglichen Beispielen‘ erörtert. Der Post gehört zum Themenknoten Sicht von Philosophie und Informatik unter dem Themenknoten  Kollektive Mensch:Maschine Intelligenz [KM:MI]. Der Wurzelknoten ist der oksimo.org Blog.

INTENTION

Im vorausgehenden Themenknoten „KM:MI – Philosophie & Informatik – oksimo und Nachhaltigkeit“ wurde in einem Überblick ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Begriff der ’nachhaltigen Entwicklung‘ und dem Begriff der ‚kollektiven Mensch:Maschine Intelligenz [KM:MI]‘ aufgezeigt. Zusätzlich wurde mit dem oksimo-Paradigma ein konkretes Beispiel für eine KM:MI-Konstellation formuliert. In diesem Post sollen beispielhaft einige Anwendungsbereiche angedeutet werden, auf die sich das oksimo-Paradigma anwenden lässt. Die Betonung lieg auf ‚einige‘, da das oksimo-Paradigma eine generelles Konzept ist, das sich überall einsetzen lässt, wo Menschen versuchen, gemeinsam einen Prozess zu untersuchen.

NACHHALTIGE ENTWICKLUNGSZIELE DER UN 2015

Die UN Konferenz 2015 hat mit der Agenda 2030 einen Aktionsplan beschlossen: „Diese Agenda ist ein Aktionsplan für die Menschen, den Planeten und den Wohlstand.“[1b] Das Jahr 2015 bildet den Ausgangspunkt , das Ziel wird umfangreich umschrieben und dann mit 17 Entwicklungszielen konkretisiert.

Ziel 1: Armut in allen ihren Formen und überall beenden

Ziel 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Ziel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern

Ziel 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen

Ziel 6: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

Ziel 7: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

Ziel 8: Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle för- dern

Ziel 9: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

Ziel 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

Ziel 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

Ziel 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Ziel 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Ziel 14: Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen

Ziel 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Ver- lust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

Ziel 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

Ziel 17: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen

Diese Ziele sind – das liegt in der Natur von ‚Zielformulierungen‘ — notgedrungen ein wenig vage. Es wird also vom jeweiligen Leser abhängen, welche konkreten Vorstellungen er genau mit jedem Ziel verknüpft. Im Folgenden sollen diese 17 nachhaltigen Entwicklungsziele am Beispiel der geplanten oksimo Simulation für den Main-Kinzig Kreis (MKK) versuchsweise konkretisiert werden.

Dabei zeigt sich schon im Vorfeld, dass diese 17 Entwicklungsziele einen fundamentalen Faktor ausgeklammert haben, ohne den kein einziges der Ziele sinnvoll planbar und realisierbar ist: der demographische Faktor. Jedes Ziel setzt hinreichend gute Kenntnisse sowohl der aktuellen ‚Menge‘ der Menschen in den jeweiligen Regionen (und global!) voraus, als auch deren ‚Zusammensetzung‘ wie auch deren ‚Dynamik‘.

Wenn beispielsweise die schiere Anzahl der Menschen so groß wäre, dass die verfügbaren Ressourcen allein schon für die Ernährung nicht ausreichen würden (mögliche Verbesserungen in einer möglichen Zukunft bilden eine Unbekannte), dann wäre schon die Anzahl der Menschen in einer Region ein Problem. Nationalstaatliche Grenzen würden Lösungen zusätzlich behindern.

Wenn die Zusammensetzung so wäre, dass entweder eine völlige ‚Überalterung‘ droht oder — nicht weniger schwierig — eine Welle von jungen Menschen, ohne dass genügende Chancen bestehen z.B. für Ausbildung, Arbeit und Wohnen, dann wären diese Alarmzeichen für eine wahrscheinlich schlechte Zukunft.

Wenn die Dynamik einen extremen Anstieg der Anzahl oder umgekehrt, eine extreme Abnahme signalisieren würde, dann wäre ebenfalls eine positive nachhaltige Entwicklung möglicherweise gefährdet.

Welches der 17 Entwicklungsziele also umgesetzt werden soll, man muss es in engem Kontakt mit dem demographischen Faktor bedenken. Natürlich gibt es auch Wechselbeziehungen zwischen den 17 Entwicklungszielen selbst. So kann z.B. Ziel 1 Armut das Ziel 2 Hunger bedingen. Daraus folgt eine massive Bedrohung von Ziel 3 Gesundheit. Das Ziel 4 Bildung könnte möglicherweise Lösungen für die Ziele 1-3 ermöglichen.

Es liegt also nahe, die 17 Ziele — samt Ziel 0 Demographie — in ihrem Wechselspiel zu betrachten. Am Beispiel der geplanten MKK-oksimo Simulation soll dies versucht werden-

ANMERKUNGEN

wkp := Wikipedia

[1] Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2015 in wkp-de: https://de.wikipedia.org/wiki/Weltgipfel_f%C3%BCr_nachhaltige_Entwicklung_2015

[1b] Entwurf des Ergebnisdokuments des Gipfeltreffens der
Vereinten Nationen zur Verabschiedung der Post-2015-
Entwicklungsagenda
siehe hier: https://www.un.org/depts/german/gv-69/band3/ar69315.pdf

[2] MKK-oksimo Drehbuch (Simulation) Projekt, siehe: https://www.oksimo.org/2022/01/13/weltmodell-landkreis-drehbuch/

WELTMODELL – LANDKREIS -MKK – Drehbuch 1

UNIVERSELLE PROZESSPLANUNG
20.Januar 2022 – 27.Januar 2022
URL: oksimo.org
Email: info@oksimo.org

Autor: Gerd Doeben-Henisch (gerd@oksimo.org)

WISSENSBAUM

Dieser Text gehört zum Abschnitt WELTMODELL – Ein Landkreis als Beispiel im Abschnitt  Oksimo Weltmodell, welches wiederum Teil des Blogs oksimo.org ist.

INTENTION

In diesem Text geht es darum, das Schema eines Drehbuch am Beispiel des Landkreises MKK umzusetzen. Es geht darum, einen ersten minimalen Rahmen zu definieren.

AUTOREN

Gerd Doeben-Henisch (gerd@oksimo.org)

(Zum Start)

ÜBERSICHT

Als minimale Startkonfiguration soll der MKK als dynamischer Prozess dargestellt werden. Zur Formulierung eines ersten Zieles mit vielen Teilzielen werden die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN 2015 berücksichtigt.

AUSGANGSLAGE

Es gibt den Main-Kinzig Kreis.

Wir schreiben das Jahr 2022.

Im Jahr 2018 betrug die Einwohnerzahl 418.950 Einwohner.

ZIEL (VISION)[6]

Die Vision zielt auf das Jahr 2040.

Die Einwohnerzahl ist in 2040 größer als in 2018. [8]

Die Menschen im MKK sollten nicht arm sein.

Für alle Menschen im MKK gibt es eine umfassende medizinische Versorgung.

Alle Altersgruppen im MKK bekommen die Bildung, die für ihr Leben und die die Abläufe im MKK hilfreich sind.

Alle Geschlechter haben im MKK die gleichen Chancen.

Alle Institutionen im MKK sind barrierefrei.

Alle Institutionen im MKK erfüllen ihre Aufgaben zur Zufriedenheit der Bürger.

Alle Menschen haben direkten Zugang zur Justiz.

Liberale demokratische Formen der Machtausübung werden überall gewährleistet.

Das Wirtschaftsleben im MKK ist so lebendig, dass genügend Arbeit und Wohlstand gewährleistet ist.

Die Rahmenbedingungen für Innovationen in allen Bereichen sind gut.

Die zivilen Institutionen, kommunalen Einrichtungen und die Firmen haben genügend globale Partnerschaften, um das regionale Wohlergehen unterstützen zu können.

Faktoren, die mit dem Klimawandel zusammen hängen, werden wahrgenommen und konstruktiv gestaltet.

Die Ozeane werden hinreichend erforscht und zum Wohle aller gestaltet.

Alle Ökosysteme (Land, Wälder, Wüsten, …) werden umfassend erforscht und konstruktiv gestaltet.

Die Artenvielfalt wird umfassend geachtet und unterstützt.

Die Planung und der Erhalt der Städte und aller Siedlungen wird umfassen d bedacht und entsprechend gestaltet.

Eine umweltfreundliche aber effiziente Mobilität wird ermöglicht.

Hinreichend viel erneuerbare Energie wird für alle bereitgestellt.

Hinreichend Versorgung mit Trinkwasser und Brauchwasser sowie sanitäre Anlagen für alle wird bereit gestellt.

Alle notwendigen Infrastrukturen innerhalb der Städte wie auch zwischen den Städten wird für alle bereit gestellt.

DREHBUCH

Siehe dazu: [7],[8]-[10]

… zu tun …

ANMERKUNGEN

wkp := Wikipedia

[1] Der MKK in wkp-de: https://de.wikipedia.org/wiki/Main-Kinzig-Kreis

[2] Hessisches Statistisches Landesamt: https://web.archive.org/web/20160324155645/http://www.statistik-hessen.de/themenauswahl/bevoelkerung-gebiet/regionaldaten/bevoelkerung-nach-kreisen-und-veraenderungen/index.html

//* Die Bevölkerungszahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes reichen nur bis zum Jahr 2015! Siehe [2] *//

[3] Für dieses erste Beispiel werden nur die Daten benutzt, die sich auf der Wikipedia-Seite zum MKK finden [1] und auf Seiten des hessischen Statistikamtes [2]. Später werden viele weitere Datenquellen einbezogen werden.

[4]

Einwohnerzahlen für Main-Kinzig-Kreis (MKK) aus Landesstatistik [2] und wikipedia-Seite des MKK [1]

[5]

Dazu die Zahlen in einer Tabelle mit der Angabe der Differenzen zwischen den Zahlwerten.

1975198019902000201020152018
Main-Kinzig-Kreis,368.100360.900375.000405.942407.409409.043418950
Differenz-72001410030942146716349907
%-Differenz-2,03,98,30,40,42,4
%-Differenz gemittelt-0,40,40,80,00,10,8
Zahlen zum MKK für ausgewählte Jahre

[6] Im Rahmen der Vision sollen die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN eine Rolle spielen, siehe https://www.oksimo.org/2022/01/22/kmmi-philosophie-informatik-oksimo-und-nachhaltigkeit-anwendungsbeispiele/.

Leitbegriffe aus dem Katalog der ’nachhaltigen Entwicklungsziele von der UN Konferenz 2015. Die mit ‚**‘ markierten Begriffe kommen nicht explizit in den nachhaltigen Entwicklungszielen vor. Auch fehlt der Aspekt der Demographie (Bevölkerung)

Nimmt man die nachhaltigen Entwicklungsziele als eine Gesamtheit, dann kann man mindestens das Folgende feststellen. Die Leitbegriffe:

  1. sind sehr vage formuliert. Es ist kaum direkt zu sagen, was sie konkret bedeuten sollen.
  2. lassen keine Systematik erkennen; sie wirken eher zufällig.
  3. sind in ihren wechselseitigen Beziehungen offen.

Jeder Versuch, mit diesen unsystematischen, offenen Begriffen zu arbeiten, steht vor der schweren Aufgabe, sich selbst eine Systematik und Deutung zu erarbeiten, die so ist, dass andere diesem Ansatz zustimmen würden.

[7] Im Drehbuch soll beschrieben werden, wie ein Weg vom Ausgangspunkt zum Ziel aussehen könnte. Dabei ist viel Fachwissen wie aber auch Kreativität gefragt. Für manche Aufgabe kann man sicher Erfahrungen aus der Vergangenheit benutzen. Für andere Fragen — vielleicht die meisten ? — wird dies nicht ausreichen. Man wird neue Lösungen (Innovationen!) benötigen. Dies bedeutet dann konkret, dass alle Beteiligten sich Gedanken machen müssen, z.B.:

  1. Wie kann bzw. sollte man die verschiedenen Teilziele konkretisieren?
  2. Wie kann bzw. sollte man die Teilziele priorisieren?
  3. Welche Wechselwirkungen muss man berücksichtigen?
  4. Inwieweit haben die Maßnahmen für die verschiedenen Teilziele eine greifbare zeitliche Dauer?
  5. Inwieweit sind für die einzelnen Maßnahmen bestimmte Ressourcen einzuplanen? Wo kommen diese her? Wieweit sind sie verfügbar? Was kosten diese? …
  6. Inwieweit spielt Geld eine Rolle für die Umsetzung?
  7. Welches Fachwissen wird bei Menschen für die Umsetzung vorausgesetzt?
  8. usw.

[8] TEILZIEL BEVÖLKERUNG: MKK gesamt. Vorüberlegungen zum Drehbuch

  1. Es soll das Teilziel ‚Bevölkerung des MKK bis 2040‘ beschrieben werden.
  2. Die einzelnen Kommunen werden im Anschluss differenziert.
  3. Die Gesamtbevölkerung wird wird zunächst nur als ‚globale Zahl‘ behandelt.
  4. Es werden verschiedene ‚globale Zuwachsraten‘ untersucht.
  5. Zu Beginn ist nicht klar, was denn eine ‚ideale Zielgröße für die Bevölkerung in 2040‘ sein kann. Anhand welcher Kriterien sollte man diese Zahl bewerten? Es wird daher an dieser Stelle zwar das Schema für eine Berechnung zur Verfügung gestellt, eine weitergehende Bewertung, was eine ‚ideale Bevölkerungszahl‘ wäre, wird zunächst offen gelassen.

[9] TEILZIEL BEVÖLKERUNG: MKK gesamt als ‚Summe der Teile (= Kommunen)‘

  1. Analog zum Vorgehen bei [8] werden die Bevölkerungszahlen für die einzelnen Kommunen ermittelt und dann die Gesamtzahl des MKK daraus zusammengesetzt.
  2. Es wird verglichen, ob und wie das ‚Komponentenmodell‘ sich vom ‚Einheitsmodell‘ eines Landkreises unterscheidet.
  3. Es wird diskutiert, inwieweit es realistisch ist, dass es zwischen den einzelnen Kommunen tatsächlich zu bemerkbaren Unterschieden kommen kann.
  4. Falls Unterschiede realistisch erscheinen, erste Klärung, welche Faktoren für diese Unterschiede verantwortlich sein können.

[10] Teilziel BEVÖLKERUNG: MKK mit Kommunen und Verfeinerungen. Die Gesamtbevölkerung wird dann durch ‚Verfeinerung der Faktoren‘ ausdifferenziert:

  1. Differenzierung nach ‚Altersgruppen‘ (nach Format des statistischen Landesamtes).
  2. Differenzierung nach ‚Geschlechtern‘
  3. Differenzierung nach ‚Geburtsfähigkeit‘
  4. Differenzierung nach ‚Zuzug‘ und ‚Wegzug‘
  5. … ? …