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Anwendungs Konzept

(Letzte Änderung: 13.September 2022)

KONTEXT

Dieser Beitrag ist teil des übergeordneten Themasa ANWENDUNGEN.

Inhaltsübersicht

  1. Bürger zusammen
  2. Zusammenfinden
  3. Kommunikation
  4. Worüber sprechen wir?
  5. Was trifft zu?
  6. Ausgangslage, ‚geerdet‘
  7. Veränderung
  8. Erste Prognosen
  9. Einschätzungen: Wollen wir das?
  10. Sollten wir etwas tun? Was?
  11. Alternative Szenarien durchspielen
  12. So kann eine Bewegung entstehen
  13. Zusammenfassung
    1. Von der Beobachtung zur Prognose (Schaubild)
    2. Vorwissen (Schaubild)

Bürger zusammen …

Im Verständnis von oksimo.org sind ‚Anwendungen‘ Produktionen von Bürgern, die zusammen versuchen, sich ein Bild von ihrer aktuellen Situation und möglichen Veränderungen zu machen: Was zeichnet unsere Situation aus? Was sind wichtige Faktoren, die die Situation beeinflussen? Worauf läuft das hinaus? Geht es uns in der Zukunft ‚besser‘ oder ’schlechter‘? Wer ist außer mir noch da, mit dem ich reden kann? Muss ich irgendwie aktiv werden? Was sollte ich tun? Mit wem kann ich das tun?

Zusammenfinden …

Was immer jemand tun will, er/sie/x wird andere finden müssen, die mitmachen wollen. Gemeinsamkeit ist die Wurzel jeder möglichen Veränderung. Damit dies geschieht, muss jeder erfindungsreich sein und ein bisschen aktiv werden. oksimo.org ist vielleicht eine solche Möglichkeit, wenn man will.

Kommunikation

Zusammen etwas erreichen, verlangt nach Kommunikation. Wenngleich es viele Möglichkeiten gibt, zu kommunizieren, ist die sprachliche Kommunikation letztlich unser stärkstes Mittel, um uns zu verständigen. Ideal ist, wenn alle Beteiligten die gleiche Sprache sprechen. In einer multikulturellen Gesellschaft ist dies nicht immer ganz einfach, aber letztlich wird man sich auf eine ‚Arbeitssprache‘ einigen müssen, auf die sich alle beziehen können. Am geeignetsten erweist sich hier die jeweilige ‚Muttersprache‘ der Beteiligten, oft auch ‚Alltagssprache‘ oder ’normale Sprache‘ genannt. In der heutigen Welt gibt es zusätzlich viele ‚Spezialsprachen‘, die die Technik und Wissenschaften hervorgebracht haben. Diese verstehen nur entsprechende ‚Spezialisten‘. Um ‚alle im Boot‘ zu haben sollte man auf solche Spezialsprachen zunächst verzichten und die ’normale Sprache‘ als ‚gemeinsame Sprache‘ wählen.[1]

Worüber sprechen wir?

Hat sich also irgendwie eine Gruppe von Menschen gebildet, die den Eindruck gewonnen haben, dass es Aspekte ihrer Welt (ein Thema, ein Problem, …) gibt, die sie gemeinsam haben, die sie ‚mehr als normal‘ beschäftigen, dann besteht die Herausforderung darin, genauer zu klären, was hat es mit diesen Themen auf sich (Wasser, Energie, Wohnen, Ernährung, Mobilität, Arbeit, Gesundheit, …).

Da bislang noch niemand in den Kopf eines anderen hineinschauen kann, wird es eine Phase geben müssen, in der sich alle Beteiligten sprachlich soweit austauschen, bis ihnen gemeinsam klar genug geworden ist, in welcher Lage (IST-Situation) sie sich befinden, welche Veränderungen sich andeuten, und worauf das Ganze hinaus zu laufen scheint. Vermutlich ist es dieser letzte Aspekt ‚Worauf läuft das Ganze hinaus?‘, welcher am meisten elektrisieren kann. Denn wenn z.B. sichtbar würde, dass wir in 1-2 Jahren nicht mehr genug Trinkwasser hätten, dann wäre das maximal katastrophal für alle (Menschen, Pflanzen, Tiere, …). Oder wenn klar würde, dass wir in den nächsten Jahren schlicht ‚zu wenig Energie‘ hätten, und diese dazu noch zu Preisen, die die meisten nicht bezahlen könnten, dann wäre dies genauso verheerend. Usw.

Also, das gemeinsame Sprechen ‚über die aktuelle Situation‘ wird erst dann fruchtbar werden, wenn sich darin ‚Veränderungen‘ erkennen lassen, und über diese Veränderungen dann ‚mögliche Prognosen für die Zukunft‘ ableitbar sind.

Was trifft zu?

Bevor man über eine mögliche Zukunft redet, muss man es erst mal schaffen, sich gemeinsam darüber zu verständigen, wie man dann die ‚gemeinsame Lage‘ sieht. Jeder, der schon mal versucht hat, dies mit anderen zu tun, wird schnell merken, dass dies nicht so einfach ist, wie man sich dies zunächst ausgemalt hat. Unsere natürlich Sprache ist ein wahres ‚Wunderwerkzeug‘, aber man kann mit jedem Werkzeug auch scheitern: man kann z.B. mit einem Hammer ziemlich daneben hauen, mit einem Kugelschreiber unleserlich schreiben, mit einer App ein Chaos anrichten, usw. So können wir mit unserer Sprache anderen ‚wahrheitsgetreu‘ berichten oder sie ‚anlügen‘, ‚Märchen‘ erzählen, einen Krimi schreiben, Gedichte verschenken oder ein Protokoll anfertigen, und vieles mehr. Also, die ‚Worte als solche‘ (die ‚Buchstaben‘ auf dem Papier, der ‚Sprachschall in der Luft‘) sind neutral, aber die ‚Bedeutungen‘, die wir ihnen ‚zuordnen‘, die entsteht in unseren Köpfen, (genauer: in unserem Gehirn), und diese ‚Bedeutungen‘ haben es in sich.

Jeder kennt das Allerweltsbeispiel dass das Wort ‚Bank‘ eine Gelegenheit meinen kann, sich hinzusetzen, oder etwa Geldgeschäfte abzuwickeln. Weniger offensichtlich sind unterschiedliche Bedeutungen, wenn im Alltag die eine von dem ‚Brief gestern‘ spricht, und unterstellt, dass der andere ja weiß, worum es geht, und der andere an eine ‚Rechnung‘ denkt, die gestern kam, sie aber an den Gruß von Familie Otto. Natürlich könnte man nachfragen „Welchen Brief meinst Du?“, dann würde sich die unterschiedliche ‚Bedeutungszuordnung‘ schnell aufklären, aber wenn jeder meint, ‚es sei doch klar‘ und deswegen nicht nachfragt, ist das spätere Erstaunen vorprogrammiert.

Noch schwieriger wird es, wenn wir von der ‚Flasche im Kühlschrank‘ sprechen, sich dort aber mindestens zwei Flaschen befinden. Welche von beiden ist gemeint? Im Alltag entscheiden wir solche Situation anhand von ‚wahrnehmbaren Eigenschaften‘ (Farbe, Form, Aufschrift, …). Wenn aber beide Flachen ‚grün‘ sind und dann auch noch die gleiche Form haben …. dann bleibt nur noch das ‚Hinzeigen‘ mit der Botschaft ‚diese da‘. Dieses einfache Beispiel verdeutlicht, dass unsere Alltagssprache durchgehen mit ‚Allgemeinbegriffen‘ arbeitet, die fallweise durch zusätzliche ‚Eigenschaften‘ ’spezialisiert‘ werden. In Grenzfällen bleibt dann aber bisweilen nur das ‚direkte Zeigen’… oder es lässt sich aktuell nicht entscheiden, was ‚gemeint‘ ist.

Aus diesen einfachen Beispielen kann man aber schon zwei wichtige Grundprinzipien in er Nutzung unserer Alltagssprache herauslesen:

  1. In gemeinsam geteilten Situationen können Gesprächsteilnehmer sich durch Bezug auf die konkreten Eigenschaften einer Situation ‚im Normalfall‘ darüber verständigen, ob die ‚gemeinte Bedeutung‘, die die Teilnehmer mit einem ’sprachlichen Ausdruck‘ verbinden, in der aktuell gegebenen Situation im Rahmen der Alltagswahrnehmung ‚zutreffen‘ oder nicht. Philosophen würden in einer solchen Situation dann vielleicht sogar sagen, dass ein sprachlicher Ausdruck A von den Sprachteilnehmern als ‚wahr‘ bezeichnet wird, wenn jeder für sich zum Urteil kommt, dass die von jedem ‚intendierte Bedeutung B‘ als ‚zutreffend‘ bezeichnet wird. Niemand kann zwar ’sehen‘ welche konkrete Bedeutung B der jeweils andere ‚in seinem Kopf‘ hat, aber er bildet pragmatisch die ‚Deutungshypothese‘, dass der andere wohl die gleiche Bedeutung B ‚im Kopf‘ hat, wie er selbst. Ganz sicher kann er natürlich nicht sein. Folgen weitere Situationen, in denen eine ‚Übereinstimmung‘ durch Bezugnahme auf konkrete Aspekte einer Situation sich ‚wiederholen‘, dann wird sich die Überzeugung bei den meisten verfestigen, dass man das gleiche ‚meine‘.
  2. Fehlt eine gemeinsam geteilte Situation, hat also jeder ’nur‘ seine jeweilige ‚intendierte Bedeutung‘ in seinem Kopf, dann können sprachliche Ausdrücke von einem zum anderen zwar jeweils ‚gelernte Bedeutungen‘ im Kopf der anderen ‚hervorrufen‘, aber keiner der Beteiligten kann zweifelsfrei klären, ob der andere tatsächlich auch die Bedeutung im Kopf hat, wie er/sie/x selbst.

Die Klärung von ‚gemeinten Bedeutungen‘ in den Köpfen der Beteiligten wird umso schwieriger, je ‚abstrakter‘ die Bedeutung eines Wortes ist. ‚Alltagsnahe‘ Begriffe wie ‚Auto‘, ‚Tasse‘, Tisch‘, Haus‘ usw. lassen sich zwar mit Bezug auf eine konkrete Situation meistens soweit klären, dass ein ‚Zutreffen‘ auf eine reale Gegebenheit ‚entscheidbar‘ ist, aber je abstrakter eine Bedeutung wird (‚Sitzgelegenheiten‘, ‚Fahrzeuge‘, ‚Fortbewegungsmittel‘, ‚Trinkgefäße‘, ‚Behälter‘, …) um so aufwendiger kann ein Verständigungsprozess werden. Solange ein Bezug zu einer konkreten Situation hergestellt werden kann (Behälter –> Flaschen –> Wasserflasche –> Wasserflasche im Kühlschrank …) kann es funktionieren, wenn aber sprachliche Ausdrücke benutzt werden, die ‚vom Alltag weiter entfernt‘ sind (‚Liebe‘, ‚Demokratie‘, ‚Landkreis‘, ‚Bevölkerung‘, ‚Sprache‘, ‚Freiheit‘, …) wird es zunehmen schwieriger, diese in der ‚erfahrbaren Realität‘ zu verankern. Jeder mag sich zwar bei solchen sprachlichen Ausdrücken trotzdem ‚irgend etwas‘ noch ‚für sich vorstellen‘, ob diese eigenen Vorstellungen dann aber mit jenen im Kopf eines anderen Menschen ‚irgend etwas‘ gemeinsam haben, das ist eine offene, meist nur aufwendig entscheidbare Frage.[2]

Ausgangslage, ‚geerdet‘

Wenn es eine Gruppe schafft, eine gemeinsame Situation mit Hilfe von normaler Sprache so zu beschreiben, dass alle Beteiligten darin ‚übereinstimmen‘, dass der gemeinsame Text auf die Situation ‚zutrifft‘, dann kann die Gruppe diesen Text als ihre Beschreibung einer ‚Ausgangslage‘ zu einem bestimmten “Zeitpunkt‘ (oder, etwas ungenauer: in einem bestimmten ‚Zeitfenster‘ z.B. 20.8.2022 – 23.8.2022) akzeptieren. Normalerweise bildet solch eine Situationsbeschreibung nur einen Ausschnitt der ganzen Wirklichkeit ab, da man ja nur solche Aspekte beschreiben will, die die Gruppe für ihre Interessen als ‚relevant‘ einstuft. Aufgrund der Übereinkunft, dass der Text der Situationsbeschreibung ‚zutrifft‘, kann man auch etwas ‚blumiger‘ sagen, dass dieser Text ‚geerdet‘ ist; er besitzt eine Verankerung in der gemeinsam erfahrbaren Alltagswelt.[3]

Veränderungen

Die Beschreibung eines Augenblicks — oder eines begrenzten Zeitraums — mag im Detail aufschlussreich sein, aber ‚für sich genommen‘ ist jede Momentaufnahme ’statisch‘. Anders gesagt „Es tut sich nichts“. Nur mit Blick auf einen Moment, einen Augenblick, auf ein JETZT, ist unsere Erkenntnis über die uns umgebenden Welt (und wie Menschen gehören dazu) sehr eingeschränkt.

Spannend wird es erst, wenn wir mehrere Augenblicke beschreiben, die ‚zeitlich‘ aufeinander folgen. Eben war es trocken, jetzt regnet es. Eben führte mein Fußballverein 2:0, jetzt steht es plötzlich 2:2. Noch vor einer Woche war die Wiese grün und saftig, jetzt ist alles gelb, vertrocknet. Vor einem Jahr war der Pegel des Brunnes noch bei Marke -3 m, dieses Jahr ist er plötzlich bei -5 m …. Es sind diese Veränderungen im Alltag, die mögliche Hinweise auf Faktoren liefern können, die auf unsere Situation ‚einwirken‘ und sie ‚verändern‘.[4]

Allerdings, Veränderungen werden nur dann sichtbar, wenn wir unsere Beschreibungen ‚erden‘, sie möglichst ’nah am beobachtbaren Alltag‘ orientieren. Wenn eine Gruppe schreibt „Am 2.August 2022 ist die Wiese vom Acker Müller in XYZ grün“ mit der Bemerkung, wir haben sie gesehen und fotografiert, und diese Gruppe schreibt zu einem späteren Zeitpunkt „Am 20.August 2022 ist die Wiese vom Acker Müller in XYZ vertrocknet“ ebenfalls mit der Bemerkung, wir haben sie gesehen und fotografiert, dann sind dies nicht nur ‚irgendwie zwei sprachliche Ausdrücke‘, sondern diese sprachlichen Ausdrücke ‚repräsentieren‘ für alle Beteiligten sprachliche Bedeutungen in den Köpfen der Mitglieder der Gruppe, die berichten, dass diese sprachlichen Bedeutungen in ihrer wahrnehmbaren Umgebung zutreffen. Und da die Bedeutung vom Ausdruck am 2.August anders ist als die Bedeutung vom 20.August liegt hier eine Veränderung vor.

Aufgrund unseres Alltagswissens wissen wir, dass die Pflanzen einer Wiese Wasser benötigen und genau dieses Wasser bei hohen Temperaturen ohne Regen knapp wird; man könnte die Situationsbeschreibung daher beispielsweise auch so erweitern, dass man sagt:

Situation 1:

Am 2.August 2022 ist die Wiese vom Acker Müller in XYZ grün.

Die Sonne scheint mehr als 8 Stunden pro Tag.

Die Temperaturen liegen über 33 Grad.

Es regnet nicht.

Situation 2:

Seit dem 2.August hat es nicht geregnet.

Die Temperaturen lagen die ganze Zeit bei über 30 Grad.

Am 20.August 2022 ist die Wiese vom Acker Müller in XYZ vertrocknet.

Bei dieser Sachlage gibt es als ‚Neuigkeit‘, dass die Wiese jetzt vertrocknet ist während sonst anderen Faktoren (Temperatur, Regen) ‚gleich‘ geblieben sind.

Daraus lässt sich auf eine erste einfache Weise die Hypothese formulieren, dass eine grüne Wiese, bei gleichbleibend hohen Temperaturen über 30 Grad und ohne Regen vertrocknet.

Eine solche einfache Hypothese wird niemanden besonders beeindrucken, aber dieses einfache Beispiel macht dennoch das allgemeine Schema sichtbar, wie wir aufgrund von Veränderungen im Alltag — falls wir sie wahrnehmen! — auf Zusammenhänge aufmerksam werden können, die uns sonst möglicherweise entgehen, und es sind gerade solche Veränderungen, die Hinweise auf solche Faktoren liefern können, die auf eine aktuelle Situation einwirken.

Erste Prognosen

Also, eine Beschreibung einer Situation für einen bestimmten Zeitraum zu erstellen, in dem sich — aus Sicht der Beobachter — nichts Nennenswertes verändert hat, die von allen Beteiligten als ‚zutreffend‘ bezeichnet wird, ist nicht selbstverständlich, aber führt uns für das Verstehen einer möglichen Zukunft noch nicht sehr weit.

Gibt es hingegen mehrere solche ‚zutreffenden‘ Situationsbeschreibung aus verschiedenen — zeitlich aufeinander folgenden — Situationen, und man entdeckt zwischen diesen Beschreibungen ‚Veränderungen‘, dann können diese Veränderungen Anhaltspunkte für Veränderungen in der beobachteten — als real unterstellten — Situation sein.

Schließt man sich der Sichtweise des späten Karl Popper an (siehe [4.1], [4.2]) und tut das, was eigentlich jeder im Alltag tut, nämlich zu ‚vermuten‘, dass diese beobachteten Veränderungen mögliche ‚Hinweise auf mögliche realen Faktoren‘ sein können, deren reale Wirkungen sich im Format dieser beobachteten Veränderungen manifestieren. Solche Vermutungen kann man dann in Form einer ‚Hypothese‘ formulieren, die dann den Ausgangspunkt für eine ‚Prognose‘ bilden kann.

Wenn ich — siehe den vorausgehenden Abschnitt — beobachte, dass eine grüne Wiese nach einer bestimmten Zeit ohne Regen und unter hohen Temperaturen verwelkt, gelb wird, abstirbt, dann kann ich per ‚Vermutung‘ [5] einen Zusammenhang herstellen zwischen den Phänomenen ‚Kein Regen‘ und ‚Temperaturen über 30 Grad‘ einerseits und dem Phänomen ‚Wiese verwelkt‘ andererseits. Salopp formuliert: „Wenn eine grüne Wiese über x Tage kein Regen bekommt und über y Tage über 30 Grad Temperatur herrscht, dann wird die Wiese verwelken.“ Verwendet man diese Vermutung dann aktiv als ‚Hypothese‘, dann kann man die ‚Prognose‘ wagen, dass jede grüne Wiese unter den genannten Bedingungen verwelken wird.

Wenn man dann aufgrund anderer zutreffender Beschreibungen zusätzlich weiß, dass die Temperaturen in einer bestimmten Region über viele Monate sehr hoch sein werden und dass es zusätzlich fast keinen Regen geben wird, dann kann man diese Informationen mit der neuen Hypothese verknüpfen und voraussagen, dass alle grünen Wiesen in der besagten Region verwelken werden. Bauern mit Viehhaltung verlieren dadurch die Möglichkeit, über die Wiesen Futter für den Winter zu gewinnen und zu speichern. Dies vermindert das verfügbare Futter und zwingt den Bauer, stattdessen woanders die entsprechende Menge von Futter zu kaufen (falls es überhaupt genügend gibt!). Dies wiederum erhöht seine ‚Produktionskosten‘ für Milch.

Man kann erkennen, dass (i) zutreffende Beobachtungen, festgehalten in Texten, dazu (ii) Erkenntnisse von Veränderungen im Beobachtungszeitraum, zu (iii) Vermutungen führen können, die Hypothesen ermöglichen, mit denen man (iv) erste Prognosen wagen kann, die eine erste grobe Orientierung über eine mögliche nahe Zukunft liefern können. Die Frage ist, ob die Bauern der betroffenen Region dann überhaupt so schnell reagieren können.

Einschätzungen: Wollen wir das?

Verfügt man über Prognosen, die einen Blick in eine mögliche Zukunft — oder gar in viele alternative mögliche Zukünfte — erlauben, dann können sich alle, die von dieser möglichen Zukunft betroffen sind, darüber Gedanken machen, was sie von dieser sich andeutenden Zukunft halten. Erscheint die sich andeutende Zukunft ‚positiv‘ (in welchem Sinne positiv?) oder ’negativ‘ (in welchem Sinne negativ?)? Alle Betroffenen können sich dann Gedanken machen, ob sie auf diese Perspektive reagieren wollen, und wenn ja: wie. Sich wegducken, nichts tun, kann in vielen Fällen verheerend sein. Wenn sich z.B. anhand der verfügbaren Daten andeutet, dass eine große Stadt in Deutschland (eigentlich nicht nur eine große Stadt) in nur wenigen Jahren (3-5?) 70% (oder gar mehr) weniger Trinkwasser haben wird als 2022, dann würde das auf eine kommende Katastrophe hindeuten.

Sollten wir etwas tun? Was?

Schafft es eine Gruppe von Menschen, über erste Beobachtungen, Veränderungsfeststellungen, Hypothesen und Prognosen soweit zu kommen, dass sich bei ihr der Eindruck verfestigt, dass sie als Gruppe etwas tun sollte, dann stellt sich natürlich immer die Frage, was man denn tun sollte und was man denn von dem ‚gesollt Gewollten‘ tatsächlich auch tun kann. Hier einige Ansatzpunkte, an denen man anknüpfen kann/ sollte:

  1. In der Regel stellen sich im Bereich der Berichte oft viele Fragen zu den verfügbaren Beschreibungen. Die Daten von Behörden können ‚fragmentarisch‘ sein, nicht wirklich ‚transparent‘, ‚veraltet‘, oder gar ‚lückenhaft‘. Wichtige unterstützende Gesetze ‚fehlen gänzlich‘ oder passen nicht wirklich zum Problem.
  2. Verfügbare politische Programme oder Planungsdokumente von Landkreisen, Regierungsbezirken, Landesministerien, einschlägigen Behörden fehlen oder sind unvollständig oder bieten keine klaren, belastbaren Prognosen.
  3. Die verschiedenen politischen Ebenen und Behörden können wenig koordiniert sein.
  4. Bekannte Ergebnisse aus den Wissenschaften werden zu wenig berücksichtigt.
  5. Die Bedürfnisse von Bürgern vor Ort finden zu wenig Beachtung.
  6. Wichtige gesellschaftliche Bereiche (Landwirtschaft, Gesundheit, Bildung, Handwerk und Industrie, usw.) werden zu wenig berücksichtigt.
  7. Die Vernetzung der unterschiedlichen Faktoren ist zu wenig erkennbar, wird zu wenig in Rechnung gestellt.

Vor diesem Hintergrund könnte es sinnvoll sein, die allgemeine Datenbasis durch direkte Interaktion mit den verantwortlichen Stellen zu verbessern; diese dann öffentlich für alle verfügbar zu machen; und über eine bessere Vernetzung der Faktoren und bessere Prognosen für alle Betroffene wichtige Zukunftsszenarien herzustellen, anhand deren alle Betroffenen eine bessere Einschätzung gewinnen können als bisher.

Alternative Szenarien durchspielen

Vielleicht erkennt der Leser anhand dieser Überlegungen, dass die Fähigkeit, mit allen relevanten Daten und Faktoren solche Hypothesen/ Prognosen bilden zu können, dass wahrscheinliche Zukunftsszenarien sichtbar werden, der Schlüssel ist für einen verantwortlichen Umgang mit der Zukunft.

Wer es mit Nachhaltigkeit ernst meint, der wird um die Möglichkeit und Fähigkeit nicht herumkommen, belastbare Zukunftsszenarien hochrechnen zu können. Diese werden aus verschiedenen Gründen niemals eine ‚exakte Voraussage‘ sein können, aber als ‚Hilfsmittel des gemeinsamen Nachdenkens‘ über eine nachhaltige Zukunft sind sie alternativlos.

So kann eine Bewegung entstehen

Wenn es einer Gruppe von Menschen — oder vielen, die sich vernetzen — gelingt, öffentlich belastbare Daten und Hypothesen für eine bestimmte Region zusammen zu tragen, so dass jeder nachvollziehen kann, wie diese Daten zustande kommen, so kann dies sehr wohl die ‚Keimzelle‘ für eine Bewegung von Bürgern werden, die zusammen mit anderen ihre Erfahrungen und ihr Wissen für das gemeinsame Ganze einbringen möchten.

Analog zu Wikipedia, und doch darüber hinausgehend, können Bürger von überall her Wissens-Fragmente als Theorie-Fragmente beisteuern, die sich beliebig simulieren und beliebig zu größeren Fragmenten vereinigen lassen…. und so entsteht oksipedia.org: das Wissen von allen, als ein riesiges Netzwerk von Teil-Theorien, die dann doch als eine Theorie funktionieren können.[6]

ZUSAMMENFASSUNG

Skizze des Ablaufmodells von der zutreffenden Beobachtung über Veränderungen, Hypothesen, dann Prognosen zu einem möglichen zukünftigen Szenario. Daran anknüpfend die Frage: wollen wir das? Wenn wir das nicht wollen, dann haben wir hier die Gelegenheit zum zielgerichteten politischen Handeln…

Am Beispiel grüner Wiesen im Vogelsberg, die nach einer gewissen Zeit verwelken und schließlich verdorren, kann man durchspielen, dass begleitende Faktoren, wie mangelnder Regen und hohe Temperaturen, als Ursachen hypothetisch angenommen werden können. Mit diesen Hypothesen könnte man dann Prognosen wagen, die für alle Bauern mit grünen Wiesen voraussagen, dass und ab wann sie für ihre Tiere Futter hinzukaufen müssten (falls es überhaupt woanders Futter gibt, und zu welchen Preisen?), dazu aufwendig Wasser besorgen müssten (woher?), um die Tiere am Leben zu erhalten. Mit den vertrockneten Wiesen eines Jahres würde ca. 50% des gesamten Futters ausfallen, was dann im Winter fehlt. Wo soll das dann herkommen, und zu welchem Preis?

Vorwissen

Beim Durchlaufen des Wissensprozesses von der Beobachtung über Veränderungen zu Hypothesen und Prognosen kann jeder feststellen, dass in allen Phasen das mit hineinspielt, was oft ‚Vorwissen‘ genannt wird: all das, was wir bis zum Beobachtungszeitpunkt und während der Hypothesenbildung schon alles ‚wissen‘. Im Fall des Wassers gibt es z.B, mehr oder weniger klare ‚Vorstellungen‘ darüber, wie das ‚Klima‘ zusammenhängt mit Temperaturen und Niederschlägen, diese wiederum irgendwie mit Oberflächengewässern, Versickerungen im Boden, Grundwasser, Quellen und Brunnen. ‚Irgendwie‘. Dann haben wir Vorstellungen darüber, wie Wälder, Felder, Wiesen, Tiere und Menschen Zugang zu Wasser haben. ‚Irgendwie‘. Dann wissen wir — irgendwie — wie Landwirtschaft Wasser nutzt, die privaten Haushalte, die verschiedenen Gewerbe, die Industrie, hier speziell die Energieerzeuger…. Vorwissen ist im Alltag überlebensnotwendig. Leider kann es auch ‚falsch‘ sein; schwierig wird es, wenn das Vorwissen die Form des ‚Vor-Urteils‘ hat; dann will man in der Regel nicht wirklich wissen, sondern sich vor Wissen ’schützen’…

Ausgehend von dem vorausgehenden Wiesen-Beispiel: Würde wir aufgrund unseres ‚Vorwissens‘ weitere Faktoren in diese Überlegungen einbeziehen, wie z.B. das Versiegen vieler Quellen und Brunnen im Vogelsberg, die dazu führen, dass die Bauern ihr Vieh nicht mehr normal tränken können, dann müsste man sich zusätzlich fragen, warum z.B. eine Stadt wie Frankfurt durch ihre langjährige Wasserentnahme im Vogelsberg dort das Wasser verschwinden lässt, selbst aber bislang nichts tut, um Wasser zu sparen. In wenigen Jahren wird es auch für Frankfurt kein Trinkwasser mehr geben, und was dann?

KOMMENTARE

[1] WISSENSCHAFTSPHILOSOPHIE: Wissenschaftsphilosophisch setzt jede ‚Spezialsprache‘ die normale Sprache als ‚Meta-Sprache‘ voraus. Die scheinbare ‚Beschränkung‘ auf die Normalsprache ist daher nicht wirklich eine Beschränkung. Jede Spezialsprache ist hingegen eine Beschränkung. Wurde eine Spezialsprache als Erweiterung der Normalsprache eingeführt, gehört sie letztlich auch zur Normalsprache. In der Praxis des Sprachgebrauchs behält man aber meistens die Abgrenzung einer Spezialsprache zu allen anderen Sprachen bei.

[2] FORMALE SPRACHEN: Um den Verwicklungen normal sprachlicher Bedeutungen zu entgehen, begannen die moderne Logik und Mathematik zum Ende des 19.Jahrhunderts — und im Gefolge davon auch wissenschaftliche Disziplinen — sogenannte ‚formale Sprachen‘ zu benutzen. In einer formalen Sprache lassen sich die ‚formalen Ausrücke‘ ‚rein formal‘, ohne Bezug auf eine konkrete Bedeutung, so konstruieren, dass ‚in den meisten Fällen‘ ‚entscheidbar‘ ist, ob der Ausdruck ein ‚zulässiger Ausdruck‘ in der formalen Sprache ist. In komplexen Fällen (die entstehen im Bereich des Formalen sehr schnell), ist dies aber ohne Zuhilfenahme eines Hilfsmittels (z.B. Computer) rein praktisch kaum entscheidbar (bzw. theoretisch sogar teilweise ‚unentscheidbar‘). Möchte man auch im Zusammenhang von formalen Sprachen Bedeutungen verwenden, wie wir sie im Kontext der normalen Sprache kennen, dann müssen solche ‚Bedeutungszuordnungen‘ separat, extra vorgenommen werden. Sieht man von ‚Pseudo-Bedeutungszuordnungen‘ ab, die wiederum aus formalen Konstrukten bestehen, muss eine Bedeutungszuordnung zur ‚realen Alltagswelt‘ mit Hilfe von normaler Sprache in eigenen Prozessen ‚hergestellt‘ werden. Dies ist sehr aufwendig und führt bei ‚anspruchsvollen‘ empirischen Theorien (wie z.B. der Physik) genauso zu Bedeutungsproblemen wie in der Normalsprache.

[3] MESSEN: Neben den alltäglichen Verfahren, wie man sich darauf einigt, ob eine Aussage in der aktuellen Situation ‚zutrifft‘ oder nicht, gibt es auch solche Verfahren, die wir als ‚Messen‘ kennen. Für diese Messverfahren hat man besondere Vereinbarungen getroffen. Sei X die Sache/ Eigenschaft, die ‚gemessen‘ werden soll, dann braucht man beim offiziellen Messen eine ’speziell vereinbarten Referenzsachverhalt‘ Y, so dass man X mit Y ‚vergleichen‘ kann. Zusätzlich ist festgelegt, wie man die Vergleichsoperation konkret vornehmen muss. Bekannt sind z.B. das Längenmaß ‚Meter [m]‘ (X ist 3 m lang), das ‚Kilogramm [kg]‘ (X wiegt 3.3 kg), usw. Diese vereinbarten Maße sind mittlerweile weltweit vereinbart. In jedem Land gibt es dazu eine Behörde, die über die Korrektheit der Referenzsachverhalte wacht. In Deutschland ist dies die Physikalisch-Technische Bundesanstalt: https://www.ptb.de/cms/ .

[4] Der Rückschluss von einzelnen Ereignissen auf eine ‚verborgene Gruppe von wirkenden Faktoren‘ wird ausdrücklich in einigen Arbeiten des späten Karl Popper diskutiert. Siehe [4.1], [4.2]

[4.1] Gerd Doeben-Henisch, 2022, „(SPÄTER) POPPER – WISSENSCHAFT – PHILOSOPHIE – OKSIMO-DISKURSRAUM„, , URL: https://www.cognitiveagent.org/2022/02/22/popper-wissenschaft-philosophie-oksimo-paradigma/

[4.2] Gerd Doeben-Henisch, 2022, „POPPER: FRÜH – MITTEL – SPÄT. Empirische Theorie„, URL: https://www.cognitiveagent.org/2022/03/13/popper-frueh-mittel-spaet-empirische-theorie/

[5] VERMUTUNGEN erscheinen hier als ‚kreative Akte‘ unseres Denkens, das im Gehirn stattfindet. Kreative Akte sind schwer planbar, kaum voraussagbar, aber sie bilden den Ausgangspunkt für mögliche wichtige neue Erkenntnisse.

[6] VISION: Unter der Rubrik ‚Vision‘ gibt es eine erste Beschreibung einer oksipedia.org-Vision; dies ist sicher noch nicht die letzte Version. Möglicherweise muss der ‚Entwicklungsprozess‘ von oksimo.org noch eine Weile voranschreiten, bis die Vision hinrechend greifbar wird.

WASSERPROJEKT – THEORIEN: Nr.2 – Konkretes Teilprojekt: Baum-Projekt

(Letzte Änderung: 8.September 2022)

Kontext

Dieser Text ist Teil des Themas Wasser – Theorie Nr.2

Theorie – Konkretes Teilprojekt: Baum-Projekt

Entsprechend der Absichtserklärung von der Sitzung am 5.September 2022 hat Hugo folgende erste Skizze erstellt:

Hi,

wie am Montag besprochen, möchte ich eine erste (draft-)Version meines Themas „Begrünung der Gemeinde“ auf Basis unseres Modells zur Diskussion bereit stellen,

den Arbeitstitel habe ich „Grüne Freunde“ genannt.

+++

Region: Gemeinde Schöneck (Hessen)

Zeitraum: 2003 – dato

Beobachtung

Die Begrünung in der Gemeinde insbesondere mit Bäumen ist im Vergleich mit anderen Gemeinden in anderen Regionen Deutschlands verbesserungswürdig: es gibt noch „viel Luft nach oben“.

Zustand (…subjektiv – muss noch mit entsprechenden Fakten/Daten belegt werden):

  1. In vielen Straßen gibt es wenig bis gar keine Bäume.
  2. Der Baumstand ist überwiegend kleinwüchsig und (relativ) jung.
  3. Baum-Alleen gibt es nicht.
  4. Einige neu gepflanzte Bäume sind abgestorben und wurden nicht ersetzt.
  5. Neu-Bepflanzungen mittels Klima-resistenter Bäume findet nicht statt.
  6. An vielen Feldrändern fehlt eine Begrünung.
  7. Die Bewässerung der Bäume ist nicht transparent.
  8. Ganz offensichtlich und visuell erkennbar leiden aber einige Bäume unter zu wenig Wasser.
  9. Eine Bewässerung auf Basis von Baum-Patenschaften ist nicht vorhanden.

Veränderung:

  1. seit dem Jahrhundert-Sommer in 2003 haben wir vermehrt Hitzewellen, die in sehr kurzen Abständen immer wieder kehren, zuletzt in diesem Sommer-2022.
  2. Damit einhergehende Dürren bzw. Wassermangel bringen vielfältige negative Auswirkungen mit sich: vermindertes Pflanzenwachstum, Ernteeinbruch, Baumsterben etc.
  3. Das unzureichende Vorhandensein an Bäumen zusammen mit ihrem teilweisen Absterben führt zu weiterer Erhitzung in der Gemeinde und Verschlechterung der Luftqualität durch weniger CO2-Absorption.

Hypothesen:

  1. Eine vermehrte Begrünung führt zu einer Verminderung von unerwünschten Klimaeinflüssen/-schäden.
  2. Eine effiziente Bewässerung der Pflanzen steigert die Begrünung der Gemeinde.
  3. Die Nutzung einer Geo-map, die die Bepflanzung / den Baumbestand abbildet, unterstützt nachhaltig  eine effiziente Bewässerung und damit die Begrünung der Gemeinde.

Prognosen:

Durch eine intensivere Begrünung der Gemeinde insbesondere durch Bäume

  1. wird eine Abkühlung der sommerlichen Temperaturen auf den Strassen/Plätzen erreicht
  2. die Luftqualität durch mehr Sauerstoffbildung und eine gesteigerte CO2-Absorption verbessert
  3. die Lebensqualität i.S.v. Wohlbefinden der Bewohner erhöht
     
  4. Durch eine effiziente Bewässerung wird Wasser gespart und die Begrünung intensiviert

Zukünftiges Szenario:

  1. Wir haben x% mehr Bäume in der Gemeinde.
  2. Bei Neu-Bepflanzung werden klima-resistentere Pflanzen/Bäume genutzt.
  3. In den Strassen xyz wurde eine Bepflanzung mit Bäumen vorgenommen.
  4. Der Altbestand wird erhalten und besonders gepflegt.
  5. Wir haben Baum-Alleen.
  6. Die Pflege der Begrünung/Bäume erfolgt u.a. durch die Nutzung einer Geo-map
  7. …Abbildung des Baumbestandes inkl. Attributen
  8. …Vergabe von Patenschaften
  9. …Reporting über Zustand
  10. …Planung von Aktivitäten (->Bewässerung, Bepflanzung etc.)
  11. Die Bewässerung wird effizient und nachhaltig betrieben.
  12. Daten und Informationen zum Wasserhaushalt sind ebenfalls in der Geo-map abgebildet.

+++

Happy to discuss

Hugo

KOMMENTARE

[1] Webseite des Berliner Projektes ‚Gieß den Kiez‘: https://smart-city-berlin.de/projektliste/project-detail?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1904&cHash=bf441e55d19a0be687467f8a13cc4c1b

[2] Für eine ausführlichere Erklärung siehe die Rubrik ‚Anwendungen‘ der oksimo.org Webseite: https://www.oksimo.org/anwendungen/

WASSERPROJEKT – THEORIEN: Nr.2 – Beispiel eines übergreifenden Modells

(Letzte Änderung: 8.September 2022, 17:23h)

Kontext

Dieser Text ist Teil des Themas Wasser – Theorie Nr.2

THEORIE – Startkonfiguration Nr.2

Übergreifendes Modell

Das Theoriebeispiel Nr.2 besteht aus zwei Komponenten. Hier wird ein übergreifende Modell  am Beispiel der Wasserversorgung von Rhein-Hessen (80% Rheinwasser), von Frankfurt (ebenfalls x% Rheinwasser und y% Vogelsberg, z% ’selbst‘), und eben auch von Schöneck (Teil des Main-Kinzig Kreises) beschrieben. Dieses Modell ist im Prinzip auch auf andere Regionen übertragbar.

Konstruktion eines ersten Modells

Das Theorieschema hat die beiden Hauptdimensionen ZEIT und REGION. Innerhalb der Region gibt es KONZEPTE, die ausgehend von konkreten empirischen Bedeutungen bis hin zu beliebig abstrakten Bedeutungen reichen. Die abstrakten Bedeutungen müssen allerdings eine Beziehung — möglicherweise über ‚Zwischenbedeutungen‘ — zu konkreten empirischen Bedeutungen aufweisen. Die Zeit ist als Folge von ‚gleich breiten‘ ZEIT-INTERVALLEN organisiert. Ein Zeitintervall zeichnet sich dadurch aus, dass in diesem Intervall keine Veränderung festgestellt wird.

‚Befüllen‘ eines Theorie-Schemas

Das Theorie-Schema geht von folgenden Annahmen aus:

  1. Wir können unsere (empirischen) ‚Wahrnehmungen‘ von Welt in einer ‚zeitlichen Abfolge‘ organisieren.
  2. Wir können unsere Wahrnehmungen anhand von ‚unterscheidbaren Eigenschaften‘ (Formen, Farben, Gerüchen, Geräuschen, Tastempfindungen, …) strukturieren.
  3. Wir können Eigenschaften so erfassen, dass sie — nicht bei allen — als ‚räumlich und zeitgleiche zusammenhängende Gebilde‘ (‚Objekte‘) erscheinen.
  4. Wir können Objekte — nicht bei allen — als Teil eines ‚drei-dimensionalen Raumes‘ erfassen, auf die sich ‚räumliche Beziehungen‘ (oben, unten, links, rechts, benachbart, …) anwenden lassen
  5. Wir können im Vergleich von zeitlich aufeinanderfolgenden Zuständen (begrenzt) ‚Veränderungen‘ von Eigenschaften der Objekte erkennen.
  6. Bei mehrfachen Veränderungen können wir ‚typische Veränderungssequenzen‘ erkennen.

Diese Überlegungen sollen jetzt anhand eines konkreten Beispiels überprüft werden. Dazu wird ein Text genommen, der bestimmte Sachverhalte berichtet.

Datenquelle Nr.1

Julian Peters, „Wasserversorgung trotz Trockenheit: Wie geht das?„, „Rheinhessen geht das Trinkwasser nicht aus. Doch die Herausforderungen durch den Klimawandel sind immens, sagt Ronald Roepke, Chef der Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz.“ , Allgemeine Zeitung, 22.8.2022

Hier eine Liste von Begriffen, deren Bedeutung relevant erscheinen:

  1. Region: Rheinhessen-Pfalz
  2. Guntersblumer Rheinufer
  3. Uferfiltrat-Anlage
  4. Trinkwassergewinnung
  5. Oberfläche des Rheins 
  6. heißer Sommer
  7. Trockenheit
  8. Wasserstand des Flusses
  9. aktuell niedrige Pegelstände
  10. 230.000 Menschen bekommen Wasser
  11. auch schon 2018 (niedriger Wasserstand Rhein)
  12. sinkende Grundwasserspiegel
  13. Klimawandel
  14. V: Seit 2002 geht die Grundwasserneubildung deutlich zurück
  15. V: in ganz Rheinland-Pfalz um 25 Prozent
  16. V: Es fehlt der Regen, der den Grundwasserstand wieder auffüllt.
  17. V: In Rheinhessen ist der Rückgang wegen geringem Niederschlag und höheren Temperaturen sogar noch größer.
  18. P: Und die Prognosen sagen, dass sich an dieser Entwicklung nichts ändern wird
  19. Dabei trifft der sinkende Grundwasserspiegel auf eine steigende Wasser-Nachfrage, bedingt durch Bevölkerungswachstum, mehr Hitzetage, mehr Pools aber auch durch Gewerbeansiedlungen und verstärkte landwirtschaftliche Beregnung.
  20. grundsätzlich ist ausreichend Trinkwasser vorhanden
  21. In Rheinhessen sind wir in Sachen Wasser recht gut aufgestellt, weil wir den Rhein als robuste Wasserquelle haben
  22. Wir betreuen rund 2500 Kilometer Leitungsnetz und 95 Hochbehälter, da kann natürlich immer etwas ausfallen.
  23. Aktuell gewinnen wir unser Wasser zu drei Prozent aus Quellen, zu 15 Prozent aus Grundwasserbrunnen und zu 82 Prozent aus unseren Uferfiltratanlagen in Bodenheim und Guntersblum, wobei Guntersblum den mit Abstand größten Anteil hat
  24.  In den zehn Anlagen in Guntersblum wird zu 90 Prozent Uferfiltrat, das von der Rheinsohle durch das Gestein in die 60 Meter tiefen Brunnen läuft und zehn Prozent Land-Grundwasser gefördert, insgesamt bis zu elf Millionen Kubikmeter im Jahr.
  25. Perspektivisch erwarten wir, dass wir aus Quellen gar kein Wasser mehr gewinnen werden, aus Grundwasserbrunnen nur noch 70 Prozent der heutigen Menge. Die entstehenden Lücken müssen die Uferfiltratanlagen schließen.
  26. Mittelfristig wollen wir nördlich der bestehenden Anlagen eine „Nordgalerie“, unter anderem mit zehn weiteren Uferfiltratbrunnen bauen.
  27. Wir brauchen eine viel höhere Geschwindigkeit bei der Planung und Umsetzung solcher Maßnahmen.
  28. Wir stehen vor der Herausforderung, unsere Substanz, das Leitungsnetz und die Hochbehälter, zu erhalten. Wir müssen mit Kostensteigerungen umgehen und spüren auch bei uns die Auswirkungen des Fachkräfte- und Nachwuchsmangels.
  29. Zwischen 2015 und 2018 haben wir die Preise stabil gehalten, seitdem sind sie moderat gestiegen. Nun jedoch machen uns einige Kostentreiber zu schaffen: Die allgemeine Inflation, große Kostensteigerungen im Tiefbau, Steigerungen bei Löhnen und Gehältern und ganz besonders die Explosion der Energiepreise. Wir benötigen viel Strom für den Betrieb der Brunnen und der Pumpen, die das Wasser durch das Leitungsnetz transportieren. Alleine für das Jahr 2023 erwarten wir zwei Millionen Euro zusätzliche Kosten für Strom, und das bei einem Jahresumsatz von 30 Millionen Euro. Die Tendenz für den Wasserpreis zeigt daher weiter nach oben.
  30. Als Versorger müssen wir uns mit unseren Kapazitäten jedoch nicht am durchschnittlichen Bedarf, sondern immer am Maximalbedarf orientieren. Das müssen wir finanzieren. Wir haben ein Speichervolumen von 83.000 Kubikmetern, während an einem heißen Sommertag bis zu 55.000 Kubikmeter Wasser verbraucht werden. Darauf müssen wir uns einstellen. Dies wird durch verschiedene Faktoren erschwert, etwa die Nutzung von Zisternen, auch wenn diese natürlich ökologisch sinnvoll sind. Bleibt im Sommer der Regen aus, fallen die Zisternen trocken und wir müssen deren Nutzer zusätzlich zur steigenden Nachfrage mit Wasser beliefern. 

— Noch nicht fertig !!! —

WASSERPROJEKT – THEORIEN: Nr.2

 (Letzte Änderung: 8.September 2022)

Kontext

Dieser Text ist Teil des Themas Wasser – Theorie. Liste von Theorien

THEORIE – Startkonfiguration Nr.2

Aufgrund der bisherigen Diskussionen wurde das bisherige Schema zum Erstellen einer Theorie äußerlich abgeändert. Die Grundidee findet sich im folgenden Schaubild.[2]

Eine Gruppe von Bürgern wendet sich gemeinsam einem Thema zu. Jeder bringt zu diesem Zeitpunkt ein individuelles ‚Vorwissen‘ mit. Dieses ist zu Beginn untereinander nicht bekannt und meistens heterogen und vielfach ‚diffus‘. Dennoch ist dieses Vorwissen nicht umgehbar. Man muss damit anfangen, auch wenn man es im weiteren Verlauf möglicherweise partiell abändern wird. Mit Blick auf ein gewähltes Thema wird man dann — mit Unterstützung des Vorwissens — versuchen, für eine bestimmte Region und für verschiedene Zeitpunkte, ‚zutreffende Situationsbeschreibungen‘ zu erstellen (oder von anderen zu bekommen). Ziel dieser Aktion ist es, im Bereich dieser Situationsbeschreibungen ‚Veränderungen‘ zu entdecken. Lassen sich Veränderungen feststellen, dann können diese den Ausgangspunkt für mögliche ‚Hypothesen‘ bilden, die ‚Wirkzusammenhänge‘ zwischen Faktoren andeuten (z.B. die Wirkung von anhaltend hohen Temperaturen und Wassermangel auf den Zustand von Weidewiesen). Hat man Hypothesen gefunden, dann kann man diese dazu nutzen, ‚Prognosen‘ zu wagen. Mittels Prognosen kann man versuchen, Umrisse möglicher ‚Zukunftsszenarien‘ zu zeichnen. Sobald sich solche möglichen Zukunftsszenarien abzeichnen, gewinnt man mögliche Anhaltspunkte für das eigene Entscheiden: Ist man mit diesen sich abzeichnenden Zukunftsszenarien ‚einverstanden‘ oder ‚lehnt man sie ab‘?

ERSTE ZIELE

(Siehe die Sitzung vom 5.September 2022)

  1. Die Idee von Hugo mit dem Berliner Projekt ‚Gieß den Kiez‘ [1] sollte in das Format unseres konkreten Vorgehensmodells eingepasst und dabei schrittweise in der Gemeinde Schöneck umgesetzt werden.
  2. Parallel soll ein übergreifendes Modell   formuliert werden  am Beispiel der Wasserversorgung von Rhein-Hessen (80% Rheinwasser), von Frankfurt (ebenfalls x% Rheinwasser und y% Vogelsberg, z% ’selbst‘), und eben auch von Schöneck (Teil des Main-Kinzig Kreises).

Übergreifendes Modell

(Letzte Änderung: 8.September 2022)

Siehe HIER.

Konkretes Teilprojekt: Baum-Projekt

(Letzte Änderung: 8.September 2022)

Siehe HIER.

WASSERPROJEKT – TAGEBUCH: KONFERENZ 5.SEPT 2022

(Letzte Änderung: 6.September 2022)

Kontext

Dieser Bericht ist Teil des Tagebuchs vom Wasser-Projekt.

SITZUNG 5.September 2022, 19:00 – 21:00

Programmentwurf für die Sitzung am 5.September 2022

Aufgabenstellung

In einer Email vom 4.Sept.2022 schrieb Gerd über den Email-Verteiler der Wasserliste:

Ich behaupte jetzt mal: Die Nebel lichten sich. Wie? Eine Antwort in einigen Punkten (für Philosophie- und Theorie-Interessierte verweise ich auf die neue Fassung der Rubrik ‚Anwendungen‘ (https://www.oksimo.org/anwendungen/) von oksimo.org):

  1. Wir befinden uns in einer Problemkonstellation, die groß genug ist, dass sie von niemandem zur Zeit ‚einfach mal so‘ erledigt werden kann. Wer immer was tun will, es wird zu Beginn unausweichlich nur ein Fragment des Ganzen sein.
  2. Will man sich davon nicht entmutigen lassen, muss man den ‚Mut zum Fragment‘ haben. Und wenn man nicht nur einen Schritt machen will, sondern möglicherweise mehrere (oder gar viele), dann lassen sich mehrere (viele) Fragmente entwickeln, die man zu einem größeren Ganzen zusammen fügen kann, ein Ganzes, was immer weiter wachsen kann.
  3. Beim Durchmustern der vielen Beiträge auf unserer oksimo-wasser Link-Liste (https://www.oksimo.org/wasser-links/ ) bin ich zu er Arbeitshypothese gelangt, dass wir ruhig mit einem Dokument (oder Video) beginnen sollten, das schon eine etwas größere Perspektive vermittelt (ohne dass wir damit sagen, dass das alles stimmt, was wir da vorfinden).
  4. Ausgehend von dieser Startkonfiguration sollten dann parallel zwei Richtungen verfolgt werden: (i) die Startperspektive sollte nach und nach mit immer mehr anderen Dokumenten verglichen werden (z.B. den verschiedenen Wasserplänen von Kommunen, Kreisen, Regierungsbezirken, Ländern und Bund); (ii) Je nach behandelter Region sollte dazu nach der konkreten Situation von Bürgern (oder auch anderen Verbrauchern!) gefragt werden.
  5. Da die Dokumente, die ich bislang einsehen konnte, vielfältige Fragen einfach offen lassen, würde so ein ‚Vergleich‘ vermutlich zu einer intensiven öffentlichen Interaktion mit den jeweiligen Verantwortlichen (auf der oksimo.org Plattform) führen.
  6. Bei dem Verfolgen des Projektes könnten sich spontan ganz unterschiedliche Koalitionen zwischen Bürgern bilden, um Klärungen oder Aktionen voran zu bringen.

Vorgeschlagene Quellen zum Start

  1. Julian Peters, „Wasserversorgung trotz Trockenheit: Wie geht das?„, „Rheinhessen geht das Trinkwasser nicht aus. Doch die Herausforderungen durch den Klimawandel sind immens, sagt Ronald Roepke, Chef der Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz.“ , Allgemeine Zeitung, 22.8.2022
  2. Sven Plöger und Rolf Schlenker, „Die Alpen und wie sie unser Wetter beeinflussen“, „Meteorologe Sven Plöger und Wissenschaftsjournalist Rolf Schlenker erklären, wie die Alpen als Taktgeber für unterschiedlichste Wetterphänomene auch im Flachland wirken. Wie Hitzerekorde, Trockenperioden, Saharastaub und Starkregen, Föhnstürme und Orkanböen entstehen. Mit welchen Strategien Alpentiere überleben; wie das evolutive Gedächtnis von Alpenpflanzen funktioniert. Und welche Ideen es vor Ort gibt, mit denen wir dem Klimawandel entgegentreten können“, Herausgeber: ‎Malik; 3. Edition (26. Mai 2022)
  3. PETER BADENHOP, Interview mit Meteorologen Andreas Friedrich, „Das ist die chaotische Natur der Atmosphäre“, „Die Dürre dieses Sommers ist in der Rhein-Main-Region besonders ausgeprägt. Der Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach erklärt die Zusammenhänge von Großwetterlagen, Jetstream und Topograf, FAZ, 05.09.2022, S.31

Ergebnis des Abends

Nach der Begrüßung und einer kleinen Vorstellungsrunde wurde eine kurze Beschreibung der aktuellen Situation mit den Augen von Gerd gegeben. Da alle Beteiligten sich der Einschätzung anschlossen, gingen wir direkt zur Frage des weiteren Vorgehens über. Anhand der Darstellung aus der Rubrik ‚Anwendungen‘ — insbesondere mit Hilfe des letzten Schaubildes dort — ergab sich schnell eine Übereinkunft folgendes zu tun:

  1. Die Idee von Hugo mit dem Berliner Projekt ‚Gieß den Kiez‘ [1] sollte in das Format unseres konkreten Vorgehensmodells eingepasst und dabei schrittweise in der Gemeinde Schöneck umgesetzt werden.
  2. Parallel soll ein übergreifendes Modell    am Beispiel der Wasserversorgung von Rhein-Hessen (80% Rheinwasser), von Frankfurt (ebenfalls x% Rheinwasser und y% Vogelsberg, z% ’selbst‘), und eben auch von Schöneck (Teil des Main-Kinzig Kreises) abbilden. Auch diese Modelle sind beliebig übertragbar.
  3. Wir gehen davon aus, dass wir bis zum Treffen am 3.Oktober (trotz Feiertag) erste Ergebnisse haben können.

Umsetzung im Theorie-Beispiel Nr.2

Wer wissen will, was aus diesen Absichten wird, ist eingeladen, die Seiten zum Theoriebeispiel Nr.2 anzuschauen

KOMMENTARE

[1] Webseite des Berliner Projektes ‚Gieß den Kiez‘: https://smart-city-berlin.de/projektliste/project-detail?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1904&cHash=bf441e55d19a0be687467f8a13cc4c1b

WASSERPROJEKT – THEORIEN: BSP.1 – VERSIONEN – V1.1

(Letzte Änderung: 26.August 2022, 07:47h)

Kontext

Dieser Text gehört zur Liste der Versionen von Theorie Bsp.1 des Wasserthemas.

Nachlese zur Diskussion vom 15.August 2022

In der Diskussion am 15.August 2022 zum ersten einfachen Beispiel einer möglichen Theorie zum Wasserproblem kamen sehr viele Fragen zur Sprache, ebenso viele Antworten.

Der Verlauf des Gesprächs legt den Gedanken nahe, die Grundidee einer empirischen Theorie im Kontext einer Bürgerwissenschaft 2.0 anhand einiger ausgewählter ‚Theorie-Bausteine‘ zu erläutern, um damit ein Gesamtverständnis zu unterstützen.

Bausteine einer Theorie

BILD: Grundschema einer empirischen Theorie im Rahmen einer Bürgerwissenschaft 2.0 mit Unterstützung durch die oksimoR-Software: Ausgangslage + Ziel + Veränderungsregeln testen mittels Simulation.

Das Bild zeigt vereinfachend die Grundstruktur einer empirischen Theorie im Kontext der Bürgerwissenschaft 2.0. In den folgenden Abschnitten wird dieses Konzept mittels einfacher Beispiele (zu verstehen als ‚Theoriebausteine‘) illustriert. Alle Beispiele zusammen gehören zur nächsten Version 1.1 des Theoriebeispiels ‚Wasserprojekt‘. (Anmerkung: es gibt ergänzend ein weiteres Beispiel das die Konferenz selbst zum Gegenstand hat. Möglicherweise kann das jemandem im Vorfeld helfen).[1]

Vorbereitung des Theoriebeispiels

Die nächste Fassung des Theoriebeispiels wird in der Zeit 2.-4.September 2022 vorbereitet. Es gibt dazu ein erstes Arbeitstreffen von Sven und Gerd am 2.Sept.2022 im INM (ab 14:00h).

Wie fängt man an? Eine Ausgangslage

aaa

Beschreibung mit Alltagssprache

aaa

Ergänzung durch messbare Ausdrücke

aaa

Angabe der Verfahren, mit denen man ‚das Zutreffen einer Aussage in einer gegebenen Situation‘ nachweist

aaa

Festlegung eines Zieles

aaa

Beschreibung mit Alltagssprache

aaa

Ergänzung durch messbare Ausdrücke

aaa

Das Ziel als ‚Maßstab‘ für die jeweilige Gegenwart

Im Text

aaa

In den Zahlen

aaa

Ziele können sich ändern

aaa

Veränderungsregeln (enthalten Maßnahmen/ Aktionen)

aaa

Bedingungen für die Anwendung einer Regel

aaa

Veränderung durch Veränderung der sprachlichen Ausdrücke

aaa

Veränderung durch Veränderung numerischer Größen

aaa

Das Testen aller Annahmen mittels Simulation durch Erzeugen von Prognosen

aaa

Wertverläufe als Kurven

aaa

Wertverläufe im Protokoll

aaa

Moderierte Erweiterungen

Wann Was Wie ergänzen/ ändern?

KOMMENTARE

[1] Dieses Beispiel hat den Titel „Eine Konferenz als Sprachspiel, das im Verlauf eine empirische Theorie hervorbringt“ und findet sich im Philosophie-Blog von Gerd Doeben-Henisch.

WASSERPROJEKT – TAGEBUCH: KONFERENZ 15.AUG 2022

(Letzte Änderung: 18.August 2022, 22:53h)

Kontext

Dieser Bericht ist Teil des Tagebuchs vom Wasser-Projekt.

SITZUNG 15.August 2022, 19:00 – 21:00

AUFGABENSTELLUNG

Nach zwei ideenreichen Sitzungen sollte jetzt zum ersten Mal das Beispiel einer echten — wenngleich noch sehr einfachen — Theorie vorgestellt werden, damit jeder mal ein Gefühl dafür entwickeln kann, was das genau ist eine ‚Theorie, die zusätzlich von der oksimoR Software‘ unterstützt wird; außerdem sollte dabei geklärt werden, ob und wieweit sich damit Probleme im Umfeld des Wasserprojektes überhaupt oder gar ‚besser‘ behandeln lassen als ohne.

VORFELDGEFLÜSTER

Nach den ersten beiden Sitzungen war die Stimmung leicht ‚angespannt‘, da sowohl durch die Teamgespräche wie aber auch durch die dynamisch wachsende Link-Liste langsam sichtbar wurde, welch große Vielfalt an Informationen zum Thema im öffentlichen Raum verfügbar ist, und diese Liste ist ja sogar nur einen winzigen Ausschnitt von noch viel mehr.

Die Reaktionen aus dem Team waren unterschiedlich. Die ‚Unübersichtlichkeit‘ dieser vielen Informationen, ihre nicht zu übersehende ‚Inkompatibilität‘ untereinander, kann erschreckend wirken (in Abwandlung eines Filmtitels: ‚Lost in Information‘ (Sven)). Dass aber genau diese Komplexität die große Herausforderung sei und unser Ansatz mit oksimoR inspirierten Theorien vielleicht der Beginn einer eine Lösung sein könnte, stand auch im Raum (Hans-Jürgen). Andere sahen in dem verstärkten Theoretisieren eher keinen Beitrag zu Praxis (Arnulf). Aber tatsächlich ist ja die klare Orientierung an einem starken Theoriebegriff, der sich mittels Software von jedem anwenden lässt, quasi der ‚Markenkern‘ des ‚Bürgerwissenschaft 2.0-Projektes‘ (Gerd). Was stimmt jetzt?

GESPRÄCHSVERLAUF

Generell kann wohl sagen, dass dieser Abend in der jungen Geschichte des Bürgerwissenschaft 2.0 Projektes irgendwie ‚historisch‘ war. Zum ersten Mal wurde in einem öffentlichen Gespräch der Theoriebegriff mittels eines ein fachen Beispiels ins Zentrum des Gesprächs gerückt. Wer es genau wissen will, der muss sich halt Zeit nehmen, und die Mitschnitte zur Gänze anhören.

Grob ging es erst um die Ausgangslage für diesen Abend (Einleitung), dann sehr lange und ausführlich, was man sich denn unter einer Theorie überhaupt vorstellen sollte, und dann abschließend zu der nicht ganz trivialen Frage, wie man eine bestehende Theorie auf Dauer konstruktiv erweitern kann.

Als Ergebnis dieses langen konstruktiven Gesprächs wird es eine Überarbeitung des ersten kleinen Beispiels der Version V1 bis zum 5.September 2022 als Version 1.1 geben.

Unabhängig von den Theoriebeispielen V1 und V1.1 hat Gerd mittlerweile in seinem Philosophieblog einen längeren Beitrag veröffentlicht, in dem am Beispiel einer Konferenz im INM illustriert wird, wie man eine Prozessbeschreibung als empirische Theorie erstellen kann, die nur mit normaler Sprache auskommt, und die auch durch die oksimoR Software simuliert werden kann. Vielleicht hilft dieses Beispiel wegen seiner ganz anderen Sicht auch zum Verstehen.

VIDEOMITSCHNITT DES ABENDS

Da der Videomitschnitt sehr lang ist, wird das Video entlang der behandelten Themen in — unterschiedlich — lange Teile aufgeteilt. Vom ursprünglichen Material wurden nur kleine Ausschnitte herausgeschnitten, die technisch bedingte Längen beinhaltete, oder das Hinzukommen oder das sich Verabschieden einzelner Teilnehmer.

Einleitung

Teil 1: Einleitung zur Sitzung

Hier stichwortartig Hinweise zum Inhalt:

  1. Begrüßung
  2. Einführung
  3. Bezugnahme auf Ankündigungsemail
  4. Viele Anwendungen – eine neue Methode zum Integrieren
  5. Raum der öffentlichen Informationen eher verwirrend
  6. Gibt es eine einzige integrierende Methode?
  7. Theoretischer Anspruch
  8. Macht der Ansatz Sinn?
  9. Dazu soll ein einfaches Beispiel einer oksimo-Theorie zur Einschätzung vorgestellt werden
  10. Offene Aussprache dazu.
  11. Beginn mit dem Betreten der oksimo.org Seite
  12. … Liste von Theorien …
  13. Aktuell eine einzige
  14. Was im Vorfeld der Theorie die Tage so diskutiert wurde
  15. Theorieentwicklung muss man als einen Prozess sehen: Anfangshypothese – Gewinnen von Fakten – Revision
  16. Jederzeit sind Änderungen und/oder Erweiterungen möglich
  17. Theorie & Praxis: Idealerweise beides zusammen

Was ist eine Theorie?

Teil 2: Gespräch zum Theoriebegriff am Beispiel von Version 1.

Hier stichwortartig Hinweise zum Inhalt:

  1. Die Anfangshypothese – möglichst einfach
  2. Alles benennen, was den Experten wichtig ist. (Aussagen aus Beispiel werden zitiert).
  3. Aussagen mit ausgezeichneten Worten: das sind Variablen, die später mit Zahlen belegt werden können.
  4. Im Beispiel werden echte Zahlen aus offiziellen Statistiken genommen.
  5. Man kann beliebig vieles dazu schreiben.
  6. Diese vorgestellte Auswahl bildet eine Auswahl von allen bisher genannten Punkten, um einen einfachen Einstieg zu bekommen.
  7. Zeithorizonte klären. Zeitbezug unklar?
  8. Muss im Text gesetzt werden.
  9. Direkte und abgeleitete Werte; letztere ergeben sich aus einer Rechnung.
  10. Die gewählten Fakten müssen nicht unbedingt alle voneinander abhängen; kann später erweitert werden.
  11. Wie präzise sollte man formulieren – Genauigkeit – Zeitraum
  12. Klären, welche Punkte weiter präzisiert werden müssen; die Autoren entscheiden letztlich, was sie wollen.
  13. Es werden Details von angenommenen Werten diskutiert.
  14. Start-Konfiguration ein Beginn, muss dann im Verlauf präzisiert und erweitert werden.
  15. (Hugo) Theoriebegriff, hier Beispiel ‚Wassertheorie‘.
  16. Beispiel Freud – Annahmen – Hypothesen – Thesen
  17. Wassertheorie – Welche Ausgangshypothese?
  18. Anderes Beispiel: Darwin Evolutionstheorie, Entstehung des Menschen,
  19. Theorie: Mensch kommt nicht von Gott, Adam und Eva, sondern Entwicklungsprozess
  20. Darwin: Evolutionstheorie, Formen, Veränderungen in der Zeit, Folgen von Zuständen, Veränderungen = Regeln,
  21. Hugo: Mensch nicht Produkt Gottes, es geht zurück auf einen Prozess der Veränderungen
  22. Gerd WissPhilosoph
  23. Kern einer Theorie hat immer Annahmen über das, was zutrifft + Regeln zur Veränderung, Gravitationstheorie, Fallgesetz, Veränderungen in der Zeit
  24. Bei uns Aktion = Annahmen zur Veränderung
  25. Bevölkerung, Zuwachsraten
  26. Theorie: Annahmen und Veränderungen und Folgerungsbegriff
  27. Mensch ärgere Dich nicht: Regeln und Wissen, wie die Regeln anwenden auf einen Zustand
  28. Hugo: Erhobene Fakten für ihn keine Annahmen
  29. Annahmen als Hypothesen überprüfen
  30. Manfred: gleiche Probleme
  31. Theorie kein genormter Begriff
  32. Unser Beispiel: die Einheit von allem zusammen die Theorie
  33. Theoriebegriff aus vielen Publikationen gemittelt
  34. Hugo: Fakten keine Annahmen, sondern eher Veränderungsannahmen
  35. Annahme Hugo = Veränderungsregel in oksimo
  36. Formale Theorien ohne Empirie, mit Empirie
  37. Logiker: Menge von wahren Aussagen + Regeln zur Veränderungen ergeben Schlüsse
  38. Physiker: Deutung von Aussagen zur Empirie
  39. Faktenaussagen als ‚wahr‘ sind Annahmen über Zutreffen.
  40. Gesellschaftlich akzeptierte ‚Fakten‘ …
  41. Manfred: Alles, was man sagt sollte verifizierbar/ objektivierbar sein.
  42. Annehmen, dass es zutrifft als ‚wahr‘, von jedem
  43. Alle können mitmachen, aber einigen als ‚zutreffen‘, das gilt als Annahme, dass es so ist.
  44. Einwohnerzahl = Wie kommt die Zahl zustande? Welches Verfahren?
  45. Hinter den Zahlen Bezeichnungen der Methoden der Wertgewinnung
  46. Fakten = Ergebnis eines ‚Einigungsprozesses (kann Schätzungen beinhalten)!!
  47. Verifizierte Annahmen
  48. Aktion = Veränderungsregeln
  49. Voraussetzung der Anwendung!
  50. IST Zustand <—> Bedingung für Aktion
  51. IST-Zustand von einem Zeitpunkt kann zu einem anderen Zeitpunkt verändert sein!
  52. z.B. kann der MKK mit einem anderen zusammen gelegt werden — dadurch können Bedingungen für Regeln nicht mehr zutreffen
  53. Bedingungen Math
  54. Effekt plus und minus: neue Aussagen, weniger Aussagen
  55. Möglichkeit von Variablen: Feste Werte und Zuweisung von Werten im Verlauf
  56. Effekte Math:
  57. Periodische Ereignisse
  58. Zeitgebundene Ereignisse : speziell erfassen
  59. Zeit – Perioden: selber definieren (Jahr, Spiel, Produktion )
  60. 129 Liter Durchschnittswert, eher konstant, kann regional anders sein
  61. Immer wieder neu definieren in bestimmten Zeiträumen
  62. Maßnahmen zum Wasser sparen –> Aktionen –> Absenken des Verbrauchs würde verändern
  63. Veränderungsregeln sind nicht ‚global immer‘, sondern nur unter Voraussetzungen.
  64. Wechselwirkungen zwischen Regeln (Wasserverbrauch – Maßnahmen)
  65. Kaskadenwirkung von Regeln
  66. Bewässern von Grünflächen — Verbrauch steigt, Klima wird besser
  67. Durch die Regeln eine Methode, um Prozesse sichtbar zu machen.
  68. Manfred: ZIEL. Was ist das?
  69. Gerd: Siehe Diagramm
  70. ZIEL: Zeitpunkt, Wert, Methode in der Zukunft
  71. Ja, aktuell ist die Formulierung des Ziels irreführend!
  72. SIMULATION: Kurven zeigen nur Zahlen, Protokoll zeigt auch die gesamte Situation
  73. Veränderungsregeln: Wo kommt dieses Wissen her? Erfahrung, Vermutungen, Meinungen, Experimente …

Wie kann eine verteilte Gruppe eine Theorie erweitern?

Teil 3: Gespräch zur Frage, wie man eine gegebene Theorie konstruktiv erweitern kann, gerade auch dann, wenn die Zahl der Mitwirkenden einmal sehr groß sein sollte.

Hier wieder nur Stichworte aus dem Gespräch. Wer es genauer, vielfältiger, umfassender wissen will, muss sich das Video anschauen.

  1. Meinungsfindung in heterogene Gruppen
  2. Wie kommt man zu Informationen?
  3. Wie gehen diese in eine Theorie ein
  4. Beispiel Wasserverordnung und Vorgärten; noch relativ neu.
  5. Wie kommen diese Informationen in eine oksimo-Theorie, dazu in Alltagssprache
  6. Jemand will seine Informationen mit einbringen
  7. Wie sollte dieser Vorgang aussehen.
  8. (i) Normalen Text schreiben, an Gerd schicken, fügt dies ein
  9. (ii) Jeder wird user und kann es selber eingeben und testen
  10. Diesen Vorgang mal live testen; noch nicht klar, wie man es eingeben müsste.
  11. Einfache Informationen eingeben; kann für später helfen (vielleicht eine Art ‚Warteliste für Ideen‘)
  12. Für manche eine neue Information.
  13. Schon bislang ganz viele Daten.
  14. Protokolle: Wust von Datenblöcken, wie Dinge ordnen, gewichten?
  15. Kenntlich machen, was schon verarbeitet wurde, von wem.
  16. Beispiel Excel – einfach nicht ausdrückbar.
  17. Mehrdimensionale Datenbank mit Datenbank-Experten – zu aufwendig
  18. Version L2: Jeder kann seine Daten mit einem anderen teilen. Diese wird dem anderen angezeigt. Basis: Jeder hat seinen Simulationsraum.
  19. Version L3: neue Form des Teamworks überlegen?
  20. Jetzt: eine zentrale Stelle, die eingibt, die anderen liefern zu
  21. Jetzt: jeder liefert etwas ab, und beim nächsten Mal gemeinsam darüber sprechen.
  22. Nach welchen Regeln soll man etwas abgeben: Bsp Manfred: Sonnenblume blüht 20 Tage im Jahr
  23. Normalerweise gibt es ein Ziel.
  24. Wer entscheidet, was wichtig ist?
  25. Frage nach der ‚Relevanz‘ für eine Theorie?
  26. Annahme Team: Haben wir als Team ein Ziel? Welche Ideen lassen sich dem Ziel zuordnen? Bsp. Wasserverbrauch: was erhöht den Verbrauch? Was vermindert den Verbrauch?
  27. Wir entscheiden selber.
  28. Gemeinsamer Datentopf – Warteschlange … Brainstorming
  29. Bsp: Bei Zielkonflikten müssen diese geklärt werden. Wie?
  30. Aktuell kaum Infos zu absoluten Grenzen, wie viel Wasser es tatsächlich gibt
  31. Sammeln von Faktoren die mindern oder vergrößern.
  32. Verknüpfen von mehreren Theorien (Zielen?)
  33. Eingaben von allen ausfiltern?
  34. Diversity: alles annehmen
  35. Beiträge nehmen und durch Simulation klären?
  36. Nach jeder Eingabe eine neue Simulation?
  37. Wenn pro Tag viele hundert oder tausend neue Informationen: wie dann auswerten?
  38. KI als Auswertungshilfe?
  39. Einstellen ja, dann aber benutzen ja oder nein. Sammeln noch wertfrei, ändert noch nichts.
  40. Ab einem bestimmten Zeitpunkt kann man nicht sicher sagen, wie es sich im Gesamt auswirkt. Sinnhaftigkeit vielleicht später.
  41. Alle denkbaren Kombinationen: Rechenaufwand?
  42. … viele tausend Regeln … zu groß die Aufgabe? Für eine Cray, nicht aber für uns 🙂
  43. oksimo hat ein Ziel: ist ein Benchmark, wirkt jede Runde. (außerdem werden ja nicht alle Regeln zugleich angewendet).
  44. Rudolf … iwrm := Integrated Water Ressource Management
  45. Welche Maßnahmen gibt es? Welche Auswirkungen?
  46. Problem der Zustimmung von Maßnahmen: Wann gibt es Zustimmung?
  47. Wie quantifiziert man Zustimmung?
  48. In der Alltagspolitik kommt es vor…
  49. Im Alltag: Frage nach Beschaffenheit/ Verteilung von Eigenschaften (Gärten und ihre Beschaffenheit)
  50. Interaktive Map von Hugo für solche Sachen.
  51. Hugo musste aufhören.
  52. Hauptherausforderung: überhaupt Eingaben zu haben, dann ausprobieren.
  53. Was ist bei Konflikten?
  54. Einschätzungen der Wirkungen, auch untereinander.
  55. Wenn ganz viele gleichzeitig kommen, was dann?
  56. Kontrollierte Einführung von Erweiterungen.
  57. Release- und Revisionsmanagement
  58. Veränderungen müssen nachvollziehbar sein.
  59. Die Wirkung von Erweiterungen können auch erst langfristig wirken.

Aufgaben für nächste Sitzung am 5.September 2022

Jeder sendet ein paar Gedanken, die er für eine Erweiterung interessant findet. In der Sitzung gemeinsam klären, wie man diese als Erweiterungen in die bis dahin vorliegende Theorie einbaut.

Hier geht es zur Theorie Version 1.1.

WASSERPROJEKT – THEORIEN: BSP.1 – VERSIONEN – V1

 (Letzte Änderung: 15.August 2022, 12:56h5h)

Kontext

Dieser Text gehört zur Liste der Versionen von Theorie Bsp.1 des Wasserthemas.

Anfangshypothese

Entsprechend dem Ablaufschema aus der Einleitung

Soll jetzt beispielhaft eine erste Anfangshypothese formuliert werden, mittels der dann bisher bekannte Fakten diskutiert werden sollen.

ANFANGSHYPOTHESE

Diese einfache Anfangshypothese soll eine erste Vorstellung vermitteln, wie eine empirische Theorie mit Unterstützung der oksimoR Software (Level 2) realisiert werden kann. Anhand dieses Beispiels dann eine Diskussion über Anwendung auf weitere reale Daten.

IST-SITUATION

Name: ist-15aug22-v2

Expressions:

Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).

Es gibt als Verbraucher die Menschen.

Es gibt eine ermittelte Einwohnerzahl von Hessen im Jahr 2018 (EINWHESS).

Es gibt eine ermittelte Einwohnerzahl für den MKK im Jahr 2018 (EINWMKK).

Es gibt einen ermittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).

Aufgrund der Bevölkerungszahlen der letzten Jahre gibt es Schätzwerte

für die prozentuale Veränderung der Bevölkerungszahlen.

Prozentualer Zuwachs für Hessen (ZUWACHSHESS).

Prozentualer Zuwachs für den MKK (ZUWACHSMKK).

Es gibt den Gesamtwasserverbrauch der Einwohner des MKK pro Tag (WASSERGESAMTTAG).

Es gibt den Gesamtverbrauch der Einwohner des MKK pro Jahr (WASSERGESAMTJAHR).

Math expressions:

EINWHESS=6265809Einw

EINWMKK=418950Einw

WASSERPROKOPFTAG=129Liter

ZUWACHSHESS=0.16Proz

ZUWACHSMKK=0.23Proz

WASSERGESAMTTAG=0Liter

WASSERGESAMTJAHR=0Liter

WASSERGESAMTJAHRQM=0Kubikmeter

JAHR=2018Jahr

ZIEL

Name: ziel-15aug22-v1

Expressions:

Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).

Es gibt als Verbraucher die Menschen.

Es gibt einen ermittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).

Math expressions:

AKTION

Rule name: aktion1-15aug22-v2

Probability: 1.0

Conditions:

Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).

Es gibt als Verbraucher die Menschen.

Es gibt eine ermittelte Einwohnerzahl von Hessen im Jahr 2018 (EINWHESS).

Es gibt eine ermittelte Einwohnerzahl für den MKK im Jahr 2018 (EINWMKK).

Es gibt einen ermittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).

Math conditions:

Effects plus:

Effects minus:

Effects math:

JAHR=JAHR+1

EINWMKK=EINWMKK+(EINWMKK*(ZUWACHSMKK/100))

EINWHESS=EINWHESS+(EINWHESS*(ZUWACHSHESS/100))

WASSERGESAMTJAHR= WASSERPROKOPFTAG*365*EINWMKK

WASSERGESAMTJAHRQM=WASSERGESAMTJAHR/1000

TEST MIT SIMULATION

TEST – SIMULATION V1

Oksimo v2.1 02 May 2022 (ed14)

Selected visions:

ziel-15aug22-v2

Selected states:

ist-15aug22-v1

Selected rules:

aktion1-15aug22-v2

EINWOHNERZAHL MKK AB 2018 GESCHÄTZT

WASSERVERBRAUCH GESAMT PRO JAHR AB 2018 in LITER

WASSERVERBRAUCH GESAMT PRO JAHR ab 2018 KUBIKMETER

EINWOHNERZAHL HESSEN AB 2018 GESCHÄTZT

Eine andere Möglichkeit, die Beispieltheorie grafisch zu betrachten wäre die folgende (ist noch nicht in die aktuelle Version der Software eingebaut):

Kästchen mit runden Ecken sind Größen, die sich ändern können (oft ‚Variablen‘ genannt). Ellipsen sind Prozesse, die mit vorhandene Größen rechnen können (Oft ‚Operationen‘ oder ‚Funktionen‘ genannt).

Man sieht an dieser grafischen Darstellung, dass die zur Verwendung kommenden Größen noch nicht sehr miteinander verzahnt sind. Auch besitzt diese kleine Theorie noch keine ‚Zielgrößen‘. Die Ausdrücke im Text zu dem ‚Ziel‘ sind die gleichen, wie in der Ausgangslage. Dies läuft darauf hinaus, dass das Ziel schon erfüllt ist, solange diese Ausgangslage erhalten bleibt.

Beginn der Simulation

Enter the name of the wanted simulation:

> sim-ist-15aug22-v2

Enter maximum number of simulation rounds

> 15

Your vision:

Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt einen ermittelten Pro-Ko

pf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,

Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).

Math visions:

Initial states:

Es gibt einen ermittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,Es gibt eine ermittelte Einwohnerzahl von Hessen im Jahr 2018 (EINWHESS).,Es gibt eine ermittelte Einwohnerzahl für den MKK im Jahr 2018 (EINWMKK).,Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).,Prozentualer Zuwachs für den MKK (ZUWACHSMKK).,Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt den Gesamtverbrauch der Einwohner des MKK pro Jahr (WASSERGESAMTJAHR).,Prozentualer Zuwachs für Hessen (ZUWACHSHESS).,Aufgrund der Bevölkerungszahlen der letzten Jahre gibt es Schätzwerte für die prozentuale Veränderung der Bevölkerungszahlen.,Es gibt den Gesamtwasserverbrauch der Einwohner des MKK pro Tag (WASSERGESAMTTAG).

Initial math states

EINWHESS=6265809Einw,EINWMKK=418950Einw,WASSERPROKOPFTAG=129Liter,

ZUWACHSHESS=0.16Proz,ZUWACHSMKK=0.23Proz,WASSERGESAMTTAG=0Liter,

WASSERGESAMTJAHR=0Liter,JAHR=2018Jahr,WASSERGESAMTJAHRQM=0Kubikmeter

Round 1

State rules:

Vision rules:

Current states: Es gibt einen ermittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden

Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,Es gibt eine ermittelt

e Einwohnerzahl von Hessen im Jahr 2018 (EINWHESS).,Es gibt eine ermit

telte Einwohnerzahl für den MKK im Jahr 2018 (EINWMKK).,Es gibt den Ma

in-Kinzig Kreis (MKK).,Prozentualer Zuwachs für den MKK (ZUWACHSMKK).,

Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt den Gesamtverbrauch der

Einwohner des MKK pro Jahr (WASSERGESAMTJAHR).,Prozentualer Zuwachs fü

r Hessen (ZUWACHSHESS).,Aufgrund der Bevölkerungszahlen der letzten Ja

hre gibt es Schätzwerte für die prozentuale Veränderung der Bevölkerun

gszahlen.,Es gibt den Gesamtwasserverbrauch der Einwohner des MKK pro

Tag (WASSERGESAMTTAG).

Current visions: Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt einen e

rmittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WA

SSERPROKOPFTAG).,Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).

Current values:

EINWHESS: 6275834.2944Einw

EINWMKK: 419913.585Einw

WASSERPROKOPFTAG: 129Liter

ZUWACHSHESS: 0.16Proz

ZUWACHSMKK: 0.23Proz

WASSERGESAMTTAG: 0Liter

WASSERGESAMTJAHR: 19771631149.725002Liter

JAHR: 2019Jahr

WASSERGESAMTJAHRQM: 19771631.149725Kubikmeter

100.00 percent of your vision was achieved by reaching the following s

tates:

Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt einen ermittelten Pro-Ko

pf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,

Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).,

And the following math visions:

None

Round 2

State rules:

Vision rules:

Current states: Es gibt einen ermittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden

Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,Es gibt eine ermittelt

e Einwohnerzahl von Hessen im Jahr 2018 (EINWHESS).,Es gibt eine ermit

telte Einwohnerzahl für den MKK im Jahr 2018 (EINWMKK).,Es gibt den Ma

in-Kinzig Kreis (MKK).,Prozentualer Zuwachs für den MKK (ZUWACHSMKK).,

Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt den Gesamtverbrauch der

Einwohner des MKK pro Jahr (WASSERGESAMTJAHR).,Prozentualer Zuwachs fü

r Hessen (ZUWACHSHESS).,Aufgrund der Bevölkerungszahlen der letzten Ja

hre gibt es Schätzwerte für die prozentuale Veränderung der Bevölkerun

gszahlen.,Es gibt den Gesamtwasserverbrauch der Einwohner des MKK pro

Tag (WASSERGESAMTTAG).

Current visions: Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt einen e

rmittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WA

SSERPROKOPFTAG).,Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).

Current values:

EINWHESS: 6285875.62927104Einw

EINWMKK: 420879.3862455Einw

WASSERPROKOPFTAG: 129Liter

ZUWACHSHESS: 0.16Proz

ZUWACHSMKK: 0.23Proz

WASSERGESAMTTAG: 0Liter

WASSERGESAMTJAHR: 19817105901.36937Liter

JAHR: 2020Jahr

WASSERGESAMTJAHRQM: 19817105.90136937Kubikmeter

100.00 percent of your vision was achieved by reaching the following s

tates:

Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt einen ermittelten Pro-Ko

pf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,

Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).,

And the following math visions:

None

Round 3

…..

Round 13

State rules:

Vision rules:

Current states: Es gibt einen ermittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden

Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,Es gibt eine ermittelt

e Einwohnerzahl von Hessen im Jahr 2018 (EINWHESS).,Es gibt eine ermit

telte Einwohnerzahl für den MKK im Jahr 2018 (EINWMKK).,Es gibt den Ma

in-Kinzig Kreis (MKK).,Prozentualer Zuwachs für den MKK (ZUWACHSMKK).,

Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt den Gesamtverbrauch der

Einwohner des MKK pro Jahr (WASSERGESAMTJAHR).,Prozentualer Zuwachs fü

r Hessen (ZUWACHSHESS).,Aufgrund der Bevölkerungszahlen der letzten Ja

hre gibt es Schätzwerte für die prozentuale Veränderung der Bevölkerun

gszahlen.,Es gibt den Gesamtwasserverbrauch der Einwohner des MKK pro

Tag (WASSERGESAMTTAG).

Current visions: Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt einen e

rmittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WA

SSERPROKOPFTAG).,Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).

Current values:

EINWHESS: 6397396.353505883Einw

EINWMKK: 431650.9384127168Einw

WASSERPROKOPFTAG: 129Liter

ZUWACHSHESS: 0.16Proz

ZUWACHSMKK: 0.23Proz

WASSERGESAMTTAG: 0Liter

WASSERGESAMTJAHR: 20324284435.16277Liter

JAHR: 2031Jahr

WASSERGESAMTJAHRQM: 20324284.435162768Kubikmeter

100.00 percent of your vision was achieved by reaching the following s

tates:

Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt einen ermittelten Pro-Ko

pf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,

Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).,

And the following math visions:

None

Round 14

State rules:

Vision rules:

Current states: Es gibt einen ermittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden

Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,Es gibt eine ermittelt

e Einwohnerzahl von Hessen im Jahr 2018 (EINWHESS).,Es gibt eine ermit

telte Einwohnerzahl für den MKK im Jahr 2018 (EINWMKK).,Es gibt den Ma

in-Kinzig Kreis (MKK).,Prozentualer Zuwachs für den MKK (ZUWACHSMKK).,

Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt den Gesamtverbrauch der

Einwohner des MKK pro Jahr (WASSERGESAMTJAHR).,Prozentualer Zuwachs fü

r Hessen (ZUWACHSHESS).,Aufgrund der Bevölkerungszahlen der letzten Ja

hre gibt es Schätzwerte für die prozentuale Veränderung der Bevölkerun

gszahlen.,Es gibt den Gesamtwasserverbrauch der Einwohner des MKK pro

Tag (WASSERGESAMTTAG).

Current visions: Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt einen e

rmittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WA

SSERPROKOPFTAG).,Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).

Current values:

EINWHESS: 6407632.187671493Einw

EINWMKK: 432643.73557106603Einw

WASSERPROKOPFTAG: 129Liter

ZUWACHSHESS: 0.16Proz

ZUWACHSMKK: 0.23Proz

WASSERGESAMTTAG: 0Liter

WASSERGESAMTJAHR: 20371030289.363644Liter

JAHR: 2032Jahr

WASSERGESAMTJAHRQM: 20371030.289363645Kubikmeter

100.00 percent of your vision was achieved by reaching the following s

tates:

Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt einen ermittelten Pro-Ko

pf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,

Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).,

And the following math visions:

None

Round 15

State rules:

Vision rules:

Current states: Es gibt einen ermittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden

Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,Es gibt eine ermittelt

e Einwohnerzahl von Hessen im Jahr 2018 (EINWHESS).,Es gibt eine ermit

telte Einwohnerzahl für den MKK im Jahr 2018 (EINWMKK).,Es gibt den Ma

in-Kinzig Kreis (MKK).,Prozentualer Zuwachs für den MKK (ZUWACHSMKK).,

Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt den Gesamtverbrauch der

Einwohner des MKK pro Jahr (WASSERGESAMTJAHR).,Prozentualer Zuwachs fü

r Hessen (ZUWACHSHESS).,Aufgrund der Bevölkerungszahlen der letzten Ja

hre gibt es Schätzwerte für die prozentuale Veränderung der Bevölkerun

gszahlen.,Es gibt den Gesamtwasserverbrauch der Einwohner des MKK pro

Tag (WASSERGESAMTTAG).

Current visions: Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt einen e

rmittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WA

SSERPROKOPFTAG).,Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).

Current values:

EINWHESS: 6417884.399171767Einw

EINWMKK: 433638.81616287946Einw

WASSERPROKOPFTAG: 129Liter

ZUWACHSHESS: 0.16Proz

ZUWACHSMKK: 0.23Proz

WASSERGESAMTTAG: 0Liter

WASSERGESAMTJAHR: 20417883659.02918Liter

JAHR: 2033Jahr

WASSERGESAMTJAHRQM: 20417883.65902918Kubikmeter

100.00 percent of your vision was achieved by reaching the following s

tates:

Es gibt als Verbraucher die Menschen.,Es gibt einen ermittelten Pro-Ko

pf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter (WASSERPROKOPFTAG).,

Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK).,

And the following math visions:

None>

DISKUSSION DER ANGANGSHYPOTHESE

…. in der Sitzung am 15.August 2022 …

Eine Auswahl von Fakten aus der Sitzung vom 1.August 2022

Ausgangslage nach Protokoll vom 1.August 2022

Region: MKK (Main-Kinzig Kreis)

Zeit: letzten 10 Jahre

Verbraucher: Menschen – Pflanzen – Tiere- Wald (Bäume) – Industrie + Gewerbe

Quellen: Umweltbericht MKK 1965 – 2020

– Die Einwohnerzahl im MKK 2020 beträgt xxx

– Der durchschnittliche Verbrauch an Wasser (aus der Leitung!) pro Person im MKK beträgt pro Tag 129 L (was ist genau gemeint?)

– Zuwachsrate der Bevölkerung im MKK xxx (Wie stabil ist diese Zuwachsrate?)

– Bedarf an Bewässerung im öffentlichen Bereich am Beispiel der Grünanlagen beträgt pro Jahr xxx L. (Wie berechnen?)

– Der Grundwasserspiegel im MKK ist im Zeitraum ….. gestiegen/gesunken/ gleich beibehalten. (Welche Zahlen?)

– Aufgrund der zunehmenden Erwärmung wird das Klima in den Städten für Menschen, Pflanzen und Tiere gefährlich (In welchem Sinne?)

– Die Bebauung in Städten wirkt sich ungünstig für Wasseraufnahme (Versiegelung) und Klima (Erwärmung) aus.(Welche Form von Bebauung hat welche Wirkung?)

Ziel(e)

– Die Grundwasserversorgung der Einwohner im MKK soll bis 2040 gesichert sein. (Welche Zahlen gelten?)

– Die Begrünung im öffentlichen Bereich soll 2040 umfassender sein (Präzisieren)

– Die Begrünung soll eine spezifische Zusammensetzung haben (Welche Zusammensetzung?).

– Die Bewässerungsmethoden sollen ‚verbessert‘ werden (Wie?).

– Die Bewässerung soll ‚effektiver‘ sein (Wie?).

– Für die Bewässerung wird 2040 eine Menge von xxx Liter benötigt.(?)

– Die Begrünung soll das Stadtklima verbessern (Warum? Wie?).

– Den privaten Wasserverbrauch der Situation (z.B. Wasserknappheit) anpassen (Was heißt dies genau? Wie kann man ‚Knappheit messen‘).

Massnahmen

  • Bereitstellung eines Katasters von Lokationen mit ihrem Bewuchs, um die Begrünung zu verbessern durch
    • Patenschaften
    • Reduktion von Versiegelung
    • optimale Datengrundlage
    • Bewässerungsstrategie verbessern
  • Bessere Nutzung des Regenwasser (Zisterne…)
  • Aufklärung und Motivation der Bevölkerung verbessern, um mehr konkrete Maßnahmen zu ergreifen.

BEARBEITUNG DER AUSGANGSLAGE ALS THEORIE MIT SOFTWARE-UNTERSTÜTZUNG

Es geht jetzt also darum, ausgehend von der Vorgabe aus der letzten Sitzung com 1.August 2022 einen Text zu entwickeln, der sich mit Hilfe der oksimoR-Software als Theorie nutzen lässt. Vorgaben sind die drei Gesichtspunkte ‚Ausgangslage – Ziel – Maßnahmen‘, wobei es in der Praxis nicht so wichtig ist, ob man eher mit den möglichen ‚Zielen‘ oder mit einer gegebenen ‚Ausgangslage‘ anfängt. Für das weitere Vorgehen wird man beides brauchen.

Im aktuellen Beispiel sieht es so aus, dass das Ziel der hinreichenden Bewässerung von Grünanlagen der entscheidende Trigger ist. Wir können als einfach mal mit folgenden (zunächst vereinfachten) Zielsetzungen anfangen:

Ziel(e). Erster Anlauf

  • Die Begrünung im öffentlichen Bereich soll 2040 umfassender sein.
  • Die Bewässerungsmethoden sollen verbessert werden.
  • Die Begrünung soll das Stadtklima verbessern.
  • Der privaten Wasserverbrauch soll der Menge des verfügbaren Wassers angemessen sein.

In all diesen Zielformulierungen kommen Ausdrücke vor wie ‚umfassender sein‘, ‚verbessert werden‘, ‚angemessen sein‘. Dies sind offensichtlich keine ’scharfen‘ Begriffe; dies bedeutet, es muss erst noch herausgearbeitet werden, was denn das genau bedeuten soll, ansonsten bleibt unklar, was genau erreicht werden soll.

Trotz den vagen Formulierungen wird aber deutlich, dass mit diesen Zielen unterschiedlichen Größen angesprochen werden. Nenne wir sie hier mal provisorisch ‚Wichtige Größen‚:

  1. Die Begrünung (im öffentlichen Bereich)
  2. Die Bewässerungsmethoden
  3. Das Stadtklima
  4. Der private Wasserverbrauch
  5. Die Menge des verfügbaren Wassers
  6. Die eigentlichen Verbraucher des Wassers, hier Menschen und Grünflächen

Jede dieser Größen kommt in unterschiedlichen Zusammenhängen vor:

  1. Die ‚Begrünung‚ benötigt ‚Bewässerungsmethoden‘, und diese benötigen letztlich ‚Wasser‘, und man kann sich fragen, ‚wie viel Wasser‘ wird benötigt? Gibt es denn ‚genügend Wasser‘? Wo kommt dieses Wasser her?
  2. Bewässerungsmethoden‚ gibt es in unterschiedlichen Weisen. Welche sind besonders geeignet?
  3. Das ‚Stadtklima‚ ist ein vielschichtiges Phänomen. Es setzt sich aus einer Vielzahl von Faktoren zusammen, die miteinander wechselwirken. Wo kann man da ansetzen? Welche Wechselwirkung ist insbesondere mit öffentlichen Grünflächen bekannt?
  4. Der ‚private Wasserverbrauch‚ ist mit einzelnen Menschen in ihrer privaten Situation verknüpft. Wodurch ist dieser ‚private Bereich‘ charakterisiert? Wie wird der Verbrauch gemessen? Kann er sich ändern? Gibt es einen ‚minimalen Bedarf‘, der unbedingt verfügbar sein sollte?
  5. Die ‚Menge des verfügbaren Wassers‚ soll irgendwie das Wasser sein, das für den privaten Verbrauch, dann aber sicher auch für die Bewässerung öffentlicher Grünanlagen verfügbar sein sollte. Wo ist diese ‚Menge der verfügbaren Wassers‘ lokalisiert? Ist es das, was den normalen Wasserleitungen entnommen werden kann? ist es das, was die verschiedenen ‚Brunnen‘ zu tage fördern? Welche Brunnen? Zu welchen Zeiten und in welchen Mengen? Wem gehören diese Brunnen? Gibt es neben dem ‚öffentlich verfügbaren Wasser‘ auch noch anderes Wasser, dass außerhalb des privaten Bereichs gefördert und genutzt wird? Wer verfügt darüber? Wie viel Wasser kann grundsätzlich in einer bestimmten Region — hier MKK — gefördert werden? Wie groß sind diese Mengen? Welche Faktoren beeinflussen die Menge (Zufluss, Abgang)?
  6. Die ‚Verbraucher‚ kommen implizit vor als Größen, die Wasser benötigen, um ‚Leben zu können‘.

Welcher dieser Punkte kommt in der bisherigen Ausgangslage vor? Hier eine erste Bestandsaufnahme:

Ausgangslage, erster Anlauf

  • Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK)
  • Es gibt als Verbraucher die Menschen
  • Es gibt als Verbraucher öffentliche Grünflächen
  • Es gibt eine ermittelte Einwohnerzahl für den MKK.
  • Es gibt einen ermittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter.
  • Aufgrund der Bevölkerungszahlen der letzten Jahre gibt es Schätzwerte für die prozentuale Veränderung der Bevölkerungszahlen.
  • Für verschiedene Bereiche des MKK gibt es Indizien, die Hinweise für die Höhe des Grundwasserspiegels und seine Änderungen liefern.
  • Die Klimaveränderung der letzten Jahre in Richtung einer steigenden Erwärmung erschwert und bedroht das Leben von Menschen und Grünpflanzen.
  • Der Niederschlag gilt allgemein als eine wichtige Quelle für die Gewinnung von Wasser und für die Auffüllung des Grundwassers.
  • Die Bebauungsformen in den Städten und Kommunen erweisen sich angesichts der Klimaveränderung als ungünstig bis schädlich für die Nutzung der Niederschläge.
  • Die Bebauungsformen in den Städten und Kommunen erweisen sich angesichts der Klimaveränderung ferner auch als ungünstig für das Binnenklima der Städte und der Kommunen: wenig Kühlung, Unterstützung von Erwärmung.

In den Formulierungen dieser Ausgangslage erkennt man viele Bezüge zu den Zielen und zu den bislang identifizierten wichtigen Größen, aber auch hier sind die meisten Formulierungen eher ‚vage‘, nicht ‚konkret‘, nicht ‚quantifiziert‘. Ohne eine weitere ‚Konkretisierung‘ erscheint es schwer, festzustellen, ob man die Ziele erreichen kann, und nicht zuletzt auch die Frage, wie man die Ziele erreichen kann.

Kleines Experiment

Betrachten wir beispielhaft nur mal die Größen ‚Verbraucher‘, ‚Wasserverbrauch‘ und ‚Menge des verfügbaren Wassers‘ und stellen folgende Fragen:

  1. Wie können wir diese Größen ‚konkretisieren‘?
  2. Wie können wir einen ‚Zusammenhang‘ herstellen zwischen den Verbrauchern, dem Wasserverbrauch und dem verfügbaren Wasser?

Wir bauen uns aus der bisherigen Ausgangslage eine erste noch einfachere Ausgangslage wie folgt:

Ausgangslage Nr.1
  • Es gibt den Main-Kinzig Kreis (MKK)
  • Es gibt als Verbraucher die Menschen
  • Es gibt eine ermittelte Einwohnerzahl für den MKK.
  • Es gibt einen ermittelten Pro-Kopf-Verbrauch für jeden Einwohner pro Tag in Liter.
  • Aufgrund der Bevölkerungszahlen der letzten Jahre gibt es Schätzwerte für die prozentuale Veränderung der Bevölkerungszahlen.

Zu dieser kleinen Ausgangslage Nr.1 suchen wir nach quantitativen Angaben aus offiziellen Dokumenten.

EINWOHNERZAHLEN UND ZUWÄCHSE

Vom statistischen Landesamt des Landes Hessen erfahren wir, dass die Einwohnerzahl des MKK im Jahr 2018 die Größe hatte ‚418.950‘. [1], im Jahr 2021 die Größe ‚423 465‘. [2], und aus den Bevölkerungszahlen 2011 bis 2021 kann man die prozentualen Zuwächse errechnen [3]:

Die prozentualen Veränderung der Zuwächse hat Gerd Doeben-Henisch über eine einfache Excel-Tabelle aus den vorliegenden Zahlen herausgerechnet. Zwei Dinge kann man ganz klar erkennen: (1) Die prozentualen Zuwächse im Land Hessen schwanken erheblich. Die Ursachen sollte man klären. (2) Die Zuwachsraten des MKK weichen von den hessischen Werten teilweise ab, insbesondere für die letzten Jahre. Während die hessischen Werte nach unten zeigen, bleiben die Werte des MKK einigermaßen konstant positiv.

PRO KOPF VERBRAUCH VON WASSER

Für den Regierungsbezirk Darmstadt (einschließlich MKK) gibt es nur kumulierte Zahlen für den Pro-Kopf Verbrauch von ‚Haushalten und Kleingewerbe‘ für 2020 mit der Angabe 132 Litern.[4]

Mit diesen Zahlen kann man nun eine erste kleine Theorie mit Voraussagemöglichkeiten generieren.

… Noch zu bearbeiten ….

Kommentare

[1] Statistisches Landesamt Hessen: Bevölkerung in Hessen seit 1950., URL: https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/Bev_Hessen_seit_1950_22062022.xlsx

[2] Statistisches Landesamt Hessen: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2021 nach Verwaltungsbezirken und Altersgruppen -Insgesamt-, URL: https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/Bev_Altersgruppen_Kreise_insge_2021_22062022.xlsx

[3] Statistisches Landesamt Hessen: Bevölkerung in Hessen am 30. Juni nach Verwaltungsbezirken und Gemeinden seit 2011, URL: https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/Bevoelkerung_Gemeinden_3006_2011_bis_2021_08102021.xlsx

[4] RPD Wasserbilanz Rhein-Main 2020 , URL: https://rp-darmstadt.hessen.de/sites/rp-darmstadt.hessen.de/files/2022-04/wasserbilanz_rhein-main_2020.pdf

[5] Der Umweltbericht des Main-Kinzig Kreises von 2020: …, Hier findet sich schon einleitend die Aussage: „Der Klimawandel
und die vergangenen trockenen Sommer wirken sich massiv
auf unsere Grundwasservorräte, auf Erntemengen oder auch
unseren heimischen Wald aus.“(Vorwort, S.3) URL: https://www.mkk.de/media/resources/pdf/mkk_de_1/buergerservice_1/lebenslagen_1/natur__umwelt__landwirtschaft_und_tierschutz_1/70_umwelt__naturschutz__laendlicher_raum_1/umweltbericht_1/MKK_Umweltbericht_2020.pdf

[5b] Zitat aus [5,S.93]:

[5c] Zitat aus [5,S.93]:

WASSERPROJEKT – TAGEBUCH: KONFERENZ 1.Aug 2022

(Letzte Änderung: 3.August 2022, 15:50h)

Kontext

Dieser Bericht ist Teil des Tagebuchs vom Wasser-Projekt.

SITZUNG 1. August 2022, 19:00 – 21:00

Das Programm des Abends

Das Programm für den Abend am 1.August 22 lautete versuchsweise so:

Übersicht über den Gesprächsverlauf

Nach den scheinbar unausweichlichen technischen Problemen, wenn sich jemand zum ersten Mal dazuschaltet kamen die Runde dann doch schnell in ein angeregtes, engagiertes Gespräch,

Es gab einen neuen aktiven Teilnehmer Hugo, einen neuen — aus technischen Gründen aber nur zuhörenden — Teilnehmer Arnulf, und drei ‚bekannte‘ Teilnehmer aus der ersten Sitzung ‚Luca, Manfred und Gerd‘.

Ausgehend von dem Brainstorming der Sitzung vom 18.Juli begannen die Überlegungen damit, an welchen Punkten des Brainstormings man an diesem Abend anknüpfen könnte/ sollte/ wollte. Es wurde auch nochmals darauf hingewiesen, dass es das Hauptanliegen der heutigen Sitzung sei, anhand des Schemas ‚Ausgangslage – Ziel – Maßnahmen‘ die verschiedenen Aspekte versuchsweise zu ordnen.

Mit Bezug auf das letzte Brainstorming wurde die Idee aufgegriffen, die allgemeinen Überlegungen durch ‚Regionalisierung‘ und ‚Lokalisierung‘ überschaubarer zu machen. Hier führte Hugo seine Überlegung ein, dass er für die Gemeinde Schöneck am Beispiel der Initiative Gieß den Kiez in Berlin etwas Ähnliches in Kooperation mit den Berlinern starten möchte.

Dazu entwickelte sich ein angeregtes Gespräch mit dem Ergebnis, dass die Gruppe das Beispiel aufgriff. So konkret und eingeschränkt das Beispiel im Kontext des großen Wasserthemas ist, so ist es doch vom ‚großen Thema‘ nicht isoliert, sondern kann leicht in alle Richtungen entsprechend erweitert werden.

Erste Stichworte für das Theorie-Schema

Es wurde dann versuchsweise versucht, live die Ideen zum Bewässerungsprojekt im Kontext des Theorie-Schemas ‚Ausgangslage – Ziel – Maßnahmen‘ zu lokalisieren. Das erste Ergebnis sah so aus:

Ausgangslage

Region: MKK (Main-Kinzig Kreis)

Zeit: letzten 10 Jahre

Verbraucher: Menschen – Pflanzen – Tiere- Wald (Bäume) – Industrie + Gewerbe

Quellen: Umweltbericht MKK 1965 – 2020

– Die Einwohnerzahl im MKK 2020 beträgt xxx

– Der durchschnittliche Verbrauch an Wasser (aus der Leitung!) pro Person im MKK beträgt pro Tag 129 L (was ist genau gemeint?)

– Zuwachsrate der Bevölkerung im MKK xxx

– Bedarf an Bewässerung im öffentlichen Bereich am Beispiel der Grünanlagen beträgt pro Jahr xxx L.

– Der Grundwasserspiegel im MKK ist im Zeitraum ….. gestiegen/gesunken/ gleich beibehalten. Welche Zahlen?

– Aufgrund der zunehmenden Erwärmung wird das Klima in den Städten für Menschen, Pflanzen und Tiere gefährlich (Wie?)

– Die Bebauung in Städten wirkt sich ungünstig für Wasseraufnahme (Versiegelung) und Klima (Erwärmung) aus.

Ziel(e)

– Die Grundwasserversorgung der Einwohner im MKK soll bis 2040 gesichert sein. (Welche Zahlen gelten?)

– Die Begrünung im öffentlichen Bereich soll 2040 umfassender sein (Präzisieren)

– Die Begrünung soll eine spezifische Zusammensetzung haben (Welche Zusammensetzung?).

– Die Bewässerungsmethoden sollen ‚verbessert‘ werden (Wie?).

– Die Bewässerung soll ‚effektiver‘ sein (Wie?).

– Für die Bewässerung wird 2040 eine Menge von xxx Liter benötigt.

– Die Begrünung soll das Stadtklima verbessern (Warum? Wie?).

– Den privaten Wasserverbrauch der Situation (z.B. Wasserknappheit) anpassen (Was heißt dies genau?).

Massnahmen
  • Bereitstellung eines Katasters von Lokationen mit ihrem Bewuchs, um die Begrünung zu verbessern durch
    • Patenschaften
    • Reduktion von Versiegelung
    • optimale Datengrundlage
    • Bewässerungsstrategie verbessern
  • Bessere Nutzung des Regenwasser (Zisterne…)
  • Aufklärung und Motivation der Bevölkerung verbessern, um mehr konkrete Maßnahmen zu ergreifen.

WEITERES VORGEHEN

Für das weitere Vorgehen wurden einige Aktionen genannt, z.B.:

VIDEOMITSCHNITT

Ist noch in Bearbeitung.

ANHANG: FOTOS von Trockenspalten auf Feldern bei Schöneck-Kilianstädten, 3. August 2022

Lage der Felder

UFZ Dürremonitor: Interaktive Karte aktuell nicht verfügbar.

Ich wollte die punktuellen Beobachtungen mit den Feldern noch um die Daten aus dem Dürremonitor des UFZ ergänzen. Aber diese interaktive Karte findet sich unter der ursprünglichen Adresse nicht mehr. Anfrage an das UFZ läuft. 3.August 2022