In der Zeit ab Okt 2024 gab es Krankheitsbedingt eine Unterbrechung in der BiG-Themengruppe WASSER. Die nächste Veranstaltung ist geplant für Ende März/ Anfang April 2025. Bis dahin laufen Arbeiten an der Bereitstellung einer ersten experimentellen Version für die Voraussage zur Wasserverfügbarkeit im Main-Kinzig Kreis. Es kommt eine neue Methode zum Einsatz, die auf einer neuen Datenbasis beruht. Diese Methode und die Ergebnisse können dann offen diskutiert werden. Sollte sich der Ansatz bewähren, ergeben sich viele weitere Möglichkeiten zur Thematik Wasserverfügbarkeit.
hier ein kurzer Bericht vom VORBEREITUNGS-TREFFEN am So 2.Febr 2025 im Bürgertreff für das Projekt DEMOKRATIE-LABOR.
NÄCHSTE PLANUNG VORWEG
Phase 1 von dem Projekt ist geplant für März – Juni 2025 mit jeweils einem Workshop pro Monat. Ein Ziel ist es, im letzten Workshop am
Sonntag, 1.Juni 2025, 14-18h, Raum Anould
ein erstes Planspiel vorstellen zu können, bei dem jeder mitmachen kann. In den vorausgehenden Workshops wird dieses Planspiel vorbereitet. Alle weiteren Details samt den noch ausstehenden Terminen werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden.
WIE WAR’S DENN AM SONNTAG?
Da es sich bei dem Projekt mit dem DEMOKRATIE-LABOR um wirkliches Neuland handelt, war natürlich bis zum Schluss nicht klar, wie viele zu dem Vorbereitungstreffen kommen würden. Würde überhaupt jemand kommen? Glücklicherweise fand sich dann eine sehr engagierte Gruppe von Bürgern zusammen mit einem breiten Spektrum an Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen. Die Präsentation für die Veranstaltung (ein PDF-Dokument) findet sich HIER ( https://www.oksimo.org/2025/02/03/demokratie-labor-vorbereitungstreffen-am-so-2-febr-2025-15-17h-zukunft-ki-wir-buerger-bericht-vom-treffen/ ) zum herunterladen.
ZUSAMMENFASSUNG
Kurz zusammengefasst, könnte man das ganze wie folgt formulieren:
Im Rahmen der weltweiten Demokratie-Diskussion gibt es einen zentralen Punkt: Wie können ‚repräsentative Demokratien‘ die Mitwirkung der Bürger verbessern, ohne das Grundprinzip einer repräsentativen Demokratie zu schwächen? Dies soll am Beispiel einer konkreten Gemeinde wie 61137 Schöneck durchgespielt werden.
Innerhalb einer Gemeindevertretung — in Schöneck 37 Mitglieder — kann es sehr wohl zu ‚Mehrheitsbildungen‘ kommen, die zur Folge haben kann, dass die ‚Minderheit‘ letztlich für die konkrete Ausgestaltung ausgeschaltet ist. Formal dürfen sie mit abstimmen, aber ihre Abstimmung läuft ins Leere.
Dies ist die Standardsituation der übrigen Bürger: was immer sie wissen und wollen, sie können nicht mit abstimmen; dies lässt die repräsentative Demokratie nicht zu.
Allerdings können Mitglieder einer Minderheitsfraktion in der Gemeindevertretung weiterhin versuchen, durch ‚Kommunikation‘ die Meinung der Mitglieder der ‚Mehrheitsfraktion‘ zu beeinflussen.
Diese Möglichkeit steht den Bürgern auch offen. Im Projekt DEMOKRATIE-LABOR praktizieren Bürger eine ‚experimentelle‘ Gemeindevertretung. Sie beachten alle Spielregeln, wie sie auch für die ‚offizielle‘ Gemeindevertretung gelten, benutzen alle Informationen, die auch die ‚offizielle‘ GV benutzt, und setzten sich auch genau mit jenen Aufgaben auseinander, mit denen sich die offizielle GV auseinandersetzt.
Das Besondere bei einer ‚experimentellen‘ GV ist, dass man hier (i) Fehler machen kann, aus denen man lernen kann; (ii) man kann Methoden benutzen, die bis dahin in einer offiziellen GV unüblich sind (KI, Rollenspiele, Simulationen,…); (iii) man kann beliebige andere Bürger einladen und mitmachen lassen (sogar gewählte Gemeindevertreter :-)); (iv) Parteiprogramme spielen keine Rolle; die Sache steht im Vordergrund; … und vieles mehr …
Zu Beginn dieses Experiments ist es völlig offen, ob dieses Experiment gelingt bzw. ob zwischen experimenteller und offizieller GV irgendeine Kommunikation zustande kommt.
Für Phase 1 des Experiments ist geplant, den Haushalt der Gemeinde Schöneck zum Ausgangspunkt zu nehmen, und hier die bisherigen ‚Ziele‘ der Gemeinde, und anhand von 1-2 Zielen durchspielen, wie diese im Haushalt bislang umgesetzt sind. Für den Workshop am So 1.Juni 2025 14-18h ist geplant, die Ergebnisse in Form eines Planspiels für alle vorzustellen und zu diskutieren. Niemand kann dadurch etwas ‚verlieren‘, aber alle könnten etwas ‚gewinnen‘. Also, probieren wir es halt 🙂
PS2: Gerd Doeben-Henisch ist Bürger von Schöneck, emeritierter Prof. der Frankfurt University of Applied Sciences und ist Mitglied im Vorstand der Grünen Schöneck.
PS3: BiG ist überparteilich und nicht konfessionell
#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+
DEMOKRATIE
Nach dem Grundgesetz sind alle gewählten Vertreter nur ihrem Gewissen und dem ‚Wohl des Volkes‘ verpflichtet. Selbst Parteiprogramme dürfen diese individuelle Entscheidung nicht eingrenzen! Dies ist eine sehr starke Form von repräsentativer Demokratie. Was aber ist, wenn die Bürger das Vertrauen in die gewählten Vertreter verlieren? Miteinander reden kann helfen … BiG (Bürger (auch gewählte Vertreter) im Gespräch) versteht sich als kleiner Beitrag zu dieser großen Aufgabe.
WASSER : Schöneck (und Niederdorfelden) hängt mit dem Wasser zu 80% vom MKK ab. Der MKK benötigt 40% Wasser von außerhalb. Deutschland hängt zu 100% von der globalen Wassermaschine ab. Diese gerät seit einigen Jahren immer mehr außer Kontrolle. Warten wir einfach ab oder schauen wir uns das genauer an? Email:big-wasser@oksimo.org . WEB: https://www.oksimo.org/big-wasser-basis/
GIS (Geoinformationssystem) : Durch die Neuorientierung der Verwaltung von Schöneck im Bereich Digitalisierung ruht die Arbeit dieser Themengruppe bis auf weiteres. Email: big-gis@oksimo.org . WEB: https://www.oksimo.org/gis/
!!! Hinweis: Emails an die Adresse big@oksimo.org landen NICHT automatisch auf dem Verteiler. Dieser ist geschützt, auch wegen der ausdrücklichen Bitte einzelner, ihre Adressen zu schützen !!!
Man kann mit der BiG-Email-Liste kommunizieren, indem man in den BETREFF Schlüsselworte einfügt:
LISTE START : Anmelden zur BiG-Email-Liste
LISTE STOP : Abmelden von der Liste
ALLE : Ihr eigener Text darf an alle Teilnehmer weitergeleitet werden
Nach einer kurzen Information zur Initiative ‚Bürger im Gespräch‘ (BiG) (S.1-5 in der Präsentation) wurde der Frage nachgegangen, wie denn Bürger, die nicht Mitglieder der Gemeindevertretung sind, sich dennoch konstruktiv an Überlegungen — ja sogar an einer richtigen ‚Planung‘ — einer möglichen und erstrebenswerten Zukunft von Schöneck beteiligen könnten. Diese Absicht der Initiative ‚Demokratie-Labor für Schöneck‘ wird auf den Seiten 6-10 der Präsentation formuliert.
Es wird dann darüber informiert (S.11-13), wie die politischen Entscheidungsstrukturen in Schöneck als Teil der Demokratie in Deutschland beschaffen sind, und wie man die vorhandene Struktur der ‚offiziellen‘ Gemeindevertretung mit einer ‚experimentellen‘ Gemeindevertretung ergänzen könnte, die von den Bürgern selbst organisiert wird.
Damit stellt sich natürlich die Grundsatzfrage, wie denn überhaupt das, was wir ‚Zukunft‘ nennen — eine schwer fassbare Größe –, ‚geplant‘ werden kann. Anhand der Konzepte ‚empirische Theorie‘ (ET) und ’nachhaltige empirische Theorie‘ (NET) wird dann — auch unter Einbeziehung des Beispiels eines bekannten Brettspiels — erläutert, wie wir Menschen bislang gelernt haben, Zukunft zu planen. (S.14-17)
Zur Verdeutlichung, wie denn die Anwendung solch starker Konzepte auf die Realität der Gemeinde funktionieren kann, wird auf den ‚Haushaltsentwurf der Gemeinde für 2025′ zurück gegriffen, und dort speziell auf die bislang formulierten ’31 Ziele‘ der Gemeinde. (S.18-20)
Bevor wir selbst anfangen, diese Ziele als möglichen Gegenstand für eine Zukunftsplanung zu untersuchen, haben wir eine ‚generative KI‘ aktiviert (in diesem Fall chatGPT4o; andere könnten auch genommen werden) und sie gefragt, ob sie die 31 Ziele aus dem Haushaltsentwurf auch als ‚Ziele‘ versteht oder ob für sie diese Ziele ‚etwas anderes‘ ist. Die KI formuliert erste Anforderung, welche Eigenschaften eine ‚Zielformulierung‘ aufweisen sollte.(S.21 – 26)
In einem Einschub wird dann darauf hingewiesen, dass die aktuelle Analyse des Haushalts ein Defizit ausweist, das sich — würde seine Ursache nicht behoben — ab 2027 dann möglicherweise in ein dauerhaftes Defizit verwandeln könnte. Dies zu verhindern, könnte/ müsste ein starkes Motiv für eine sorgfältige Planung sein. (S.28-30)
Wir haben dann wieder die KI aktiviert — bevor wir unsere eigene Analyse starten — und sie gefragt, wie sie denn mit Blick auf die vorliegenden ‚Zielformulierungen‘ die ‚Eckwerte‘ für eine ‚mögliche Planung‘ formulieren würde. Die KI formuliert dann ein 5-Punkte Anforderungskatalog für eine solche Planung und wendet dieses Programm dann auf alle erkannten Ziele an. In er Sitzung haben wir nur das Beispiel mit dem ersten Ziel gezeigt. (Ein ausführliches Protokoll zum Dialog mit der KI kann man HIER nachlesen). (S.31-36)
Da wir zu Beginn schon jene Konzepte (ET, NET, Brettspiel) eingeführt hatten, mit denen man heute Zukunft planen würde, haben wir die KI gefragt, wie sie das Verhältnis zwischen ihrem 5-Punkte-Programm und speziell dem Konzept einer ’nachhaltigen Theorie (NET)‘ sieht. In einer überraschend sehr ausführlichen Erklärung (wieder zum Nachlesen HIER ) hat die KI ihr 5-Punkte-Programm als ‚Teil‘ einer nachhaltigen empirischen Theorie gesehen. Dies kumuliert u.a. in der Formulierung: „Die Simulation wird also zum Werkzeug einer dynamischen Theorieentwicklung – nicht nur zur Vorhersage, sondern zur kontinuierlichen Anpassung einer nachhaltigen empirischen Theorie an neue Erkenntnisse. (S.38 – 44)
In einer ersten Zusammenfassung ziehen wir aus diesen Dialogen den Schluss, dass die Ergebnisse der KI unserem Analyse-Ansatz nicht nur nicht widersprechen, sondern sogar ein genuiner Teil unseres Analyseansatzes bilden. Unser Ansatz mit einer nachhaltigen empirischen Theorie (NET) bildet sogar den ‚Rahmen‘ für einen sinnvollen Einsatz des 5-Punkte-Programms der KI. (S.45-48)
Abschließend wurde überlegt, wie die Themengruppe DEMOKRATIE-LABOR nach diesen Vorklärungen konkret weiter vorgehen kann.(S.49-50)
Die intensive Diskussion von 45 Min im Anschluss zeigte, dass es viele spannende Fragen gibt, die geklärt werden wollen.
ZUSAMMENFASSUNG ALS AUDIO-DATEI
KÖNNEN WIR DIE ZUKUNFT VON SCHÖNECK SIMULIEREN? MIT KI? WELCHE ROLLE SPIELEN WIR? So 2.Febr.2025, 15-17h, Bürgertreff, Raum Anould – Bericht
Der Bericht besteht aus der Präsentation für die Veranstaltung.
Nach der Präsentation gab es noch eine lebhafte Diskussion, die sich lange ausdehnte.
AUSBLICK
Allen Beteiligten war klar, dass die Umsetzung der Idee des DEMOKRATIE-LABORS kein ‚Schnellschuß‘ sein kann sondern eher über eine ‚längere Strecke‘ laufen wird. Ganz grob sollte versucht werden für die Monate März bis Juni jeweils einen Workshop zu planen. Möglicherweise könnte der letzte Workshop im Juni dann ein Experiment mit einem ersten ‚Planspiel‘ samt ‚Simulation‘ bieten. Dann könnte sich jeder mit selbst davon überzeugen, ob die Idee wirklich funktioniert.
Sobald das Ergebnis der Raumreservierung vorliegt, können wir Termine bekannt geben. Wir planen die Formate ‚Sonntag Nachmittag‘ oder ‚Donnerstag Abend‘, je nachdem, was frei ist. Der Schlusstermin mit dem möglichen Planspiel liegt allerdings schon fest: So 1.Juni 14-18h.
Die tatsächliche Veranstaltung folgte dem Programmvorschlag für den 2.Febr 2025 vollständig.
ÜBERARBEITETES PROGRAMM IM ANSCHLUSS AN DIE VERANSTALTUNG
BILD : Das Bild zeigt die Startfolie der Präsentation für die Veranstaltung am So 2.Febr. 2025.
Nach einigen Hinweisen zum Selbstverständnis von BiG (Bürger im Gespräch), die aus Zitaten aus diesem Blog bestanden, begann die Einführung in das Konzept ‚Demokratie‘ und ‚Kreative Mitwirkung von Bürgern‘ im Fall von ‚demokratisch gewählten Institutionen‘.
Im Jahr 2025 kann man erleben, wie demokratische Gesellschaften weltweit offensichtlich ‚unter Druck‘ geraten. Dies geschieht sowohl durch ein verändertes Umfeld mit einer zunehmenden Zahl von ‚autokratischen‘ Gesellschaften, als auch durch Veränderungen innerhalb traditionell demokratischer Gesellschaften. Diese Veränderungen sind vielfacher Art. Ein wichtiger Aspekt liegt im schwindenden Vertrauen von Bürgern in die politisch handelnden Institutionen bzw. in die Personen, die als gewählte Vertreter oder als Mitglieder von staatlichen Verwaltungen handeln. Man kann diese Phänomenen auf vielen Ebenen — global, kontinental, national, … — betrachten.
Im vorliegenden Fall geht es darum, dass die Frage gestellt wird, ob eine ‚kreative Mitwirkung‘ von Bürgern in einer lokalen Kommune im Lichte der aktuellen Verfassung der Bundesrepublik Deutschland möglich ist, und falls ja: Wie.
Vision Demokratie – Kreativ Mitwirken
In Deutschland wird die nationale Struktur politisch herunter gebrochen auf ‚Bundesländer‘. Innerhalb dieser finden sich dann die Landkreise und die lokalen Gemeinden. Daneben gibt es in noch vier Bundesländern sogenannte ‚Regierungsbezirke‘, die als ‚Landesmittelbehörde‘ eine ‚Mittelinstanz‘ bilden zwischen obersten Landesbehörden (Ministerien) und dem Landrat als unterer Landesbehörde für den Bezirk eines Kreises. Aus heutiger Sicht wirken diese Regierungsbezirke eher ‚undemokratisch‘; sie sind Relikte aus der Preußischen Verwaltungsstruktur. [1]
BILD : Struktur einer demokratischen Gemeinde in einer Demokratie, hier 61137 Schöneck in Hessen. Die ‚Spielregeln‘ setzen sich zusammen aus der Hessischen Gemeindeordnung (HGO)[2], aus der Hauptsatzung der Gemeinde [3] und der Geschäftsordnung (GO) der Gemeindevertretung [4]. Für mehr Details siehe HIER.
In einer lokalen Gemeinde wird unterschieden zwischen ‚Einwohnern‘ und den ‚Bürgern‘: ‚Bürger‘ sind solche ‚Einwohner‘, die auch das Wahlrecht besitzen. In 61137 Schöneck gibt es laut dem Einwohnermeldeamt der Gemeinde zum 31.Dezember 2024 ‚12.399‘ Einwohner. Gewählte Mitglieder der Gemeindevertretung(GV) gibt es 37. Die Anzahl der zulässigen Gemeindevertreter einer Gemeinde wird durch die HGO in Abhängigkeit von der tatsächlichen Einwohnerzahl festgelegt. Wie groß ist die Zahl der wahlberechtigten Bürger?
Das mögliche ‚Verhalten‘ der gewählten Bürger in der Gemeindevertretung ergänzt um die von den Bürgern direkt gewählten Bürgermeisterin wird durch die Hessischen Gemeindeordnung (HGO)[2], durch die Hauptsatzung der Gemeinde [3] und durch die Geschäftsordnung (GO) der Gemeindevertretung [4] festgelegt. In einem ‚Spiel‘ würde man diese Festlegungen als ‚Spielregeln‘ bezeichnen, die umschreiben, was jeder wann und wie tun darf oder tun sollte.
So ist die Gemeindevertretung das ‚oberste Organ‘ der Gemeinde, welches die Ausführung von Beschlüssen aber an den Gemeindevorstand (rekrutiert aus Mitgliedern der GV unter dem Vorsitz der Bürgermeisterin) delegiert. Die Bürgermeisterin zusammen mit dem Gemeindevorstand leiten die kommunale Verwaltung.
[3] Gemeinde 61137 Schöneck: Hauptsatzung von 2021: https://www.schoeneck.de/rathaus-politik/aktuelles/amtliche-bekanntmachungen/2021/hauptsatzung-der-gemeinde-schoeneck/
[4] Gemeinde 61137 Schöneck, Gemeindevertretung – Geschäftsordnung (GO): https://www.schoeneck.de/rathaus-politik/service/satzungen/geschaeftsordnung-fuer-die-gemeindevertretung-und-die-ausschuesse.pdf?cid=321
BILD : Freie Simulation der Arbeit der Gemeindevertretung durch Bürger. In einem Freiraum können die verschiedenen Aspekte der offiziellen Aufgabenstellungen kreativ durchgespielt werden (Siehe erste Überlegungen HIER).
Es stellt sich dann die interessante Frage, wie können Bürger, die nicht Mitglieder der Gemeindevertretung sind, mit ihrem Wissen, mit ihren Erfahrungen und mit ihren Wertvorstellungen bei der Erarbeitung von Lösungen mitwirken, die sich im Rahmen der Aufgaben einer GV stellen?
Im Rahmen der aktuellen ‚Spielregeln‘ ist die Rolle von Bürgern bei einer solchen ‚Mitwirkung‘ stark eingeschränkt. Sie werden zwar grundsätzlich über alles informiert, was die GV berät bzw. beschließt, sie selbst können aber bei den Entscheidungsprozessen nicht direkt mitwirken. Bei öffentlichen Sitzungen können sie zwar an der Sitzung teilnehmen, haben aber kein Rederecht (falls ihnen der Sitzungsleiter nicht ad hoc ein solches gewährt) und kein Abstimmungsrecht.
In einer ‚repräsentativen Demokratie‘ [1] besteht die grundlegende Idee darin, dass es eine kleine Zahl von gewählten Vertretern gibt, die im Rahmen der limitierten Amtszeit eigenständig entscheiden können, ohne sich gegenüber einzelnen Bürgern oder einzelnen Gruppen ‚rechtfertigen‘ zu müssen.
Dies gilt auch zwischen unterschiedlichen ‚politischen Fraktionen‘: Man kann dem Vertreter einer ‚anderen Fraktion‘ nicht vorschreiben, was er denken soll. Man kann nur versuchen, den anderen zu ‚überzeugen‘. Im Entscheidungsfall spielen dann ‚Mehrheiten‘ eine Rolle. Aufgrund dieses ‚Mehrheitsprinzips‘ können Teile einer GV de facto eine ‚Minderheit‘ mit Bezug auf das Entscheiden ‚eliminieren‘.
Diese Situation, in der eine Mehrheit in der GV eine Minderheit für eine bestimmte Zeit ‚dominiert‘ ist strukturell vergleichbar mit jenen Bürgern, die nicht gewählt sind, die aber eine Meinung haben und diese gerne in Entscheidungsprozesse einbringen würden.
In beiden Fällen verlangt die politische Mitgestaltung dann ‚Kommunikationsprozesse‘, die dazu führen, dass die ‚anderen‘ sich den Gedanken der Minderheit ‚öffnen‘.
Diese Situation, dass der ‚Gegensatz von Meinungen‘ Menschen mit Blick auf ein gemeinsames Handeln spaltet, ist für menschliche Gesellschaften keine Ausnahme sondern eigentlich der Standard: eine ‚Vielfalt von Meinungen‘ kann ein großer Reichtum sein, wenn es darum geht, in schwierigen Situationen neue Lösungen zu finden. Vielfalt garantiert aber keine Lösung; Meinungen können sich als ‚falsch‘ erweisen. Man spürt, dass ein vielfältiges menschliches Miteinander eine größere Herausforderung — und ein mögliches größeres Risiko — darstellt als eine völlig homogene Gesellschaft, die von nur einer Meinung beherrscht wird. Angesichts einer sich ständig ändernden Welt erscheinen ‚homogene Gesellschaften‘ mindestens genauso riskant.
Vor diesem Hintergrund entstand die Idee einer ‚experimentellen Gemeindevertretung‘ (GV, experimentell): interessierte Bürger organisieren parallel zur ‚offiziellen‘ GV eine ‚experimentelle‘ GV: sie benutzen alle Daten, die auch die offzielle GV benutzt, sie sind aber frei, die Daten auch mit neuen Methoden zu bearbeiten, neue Perspektiven auszuprobieren und sie können mit ihren Experimenten auch mal scheitern, was starke Lerneffekte ermöglichen kann.
Mitglieder der offiziellen GV können die Arbeit einer experimentellen GV ‚beobachten‘, sie könne aber auch als ‚Bürger‘ mitwirken, ohne sich irgendwelchen Beschränkungen zu unterwerfen, die bei einer offiziellen GV gegeben sein können.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine experimentelle GV neue interessante Lösungen findet, ist nicht gering. Aufgrund ihres ‚überparteilichen‘ Arbeitens könnte eine experimentelle GV damit zu einer Bereicherung für eine offizielle GV werden.
BILD : Grundstruktur einer Empirischen Theorie (ET): Klärung einer gemeinsamen Ausgangslage (Z). Aufzählung und Beschreibung einer Menge von beobachtbaren Veränderungen in Form von ‚Veränderungsregeln‘ (V). Anweisungen (hier in Form eines Simulators |–), wie man die Veränderungsregeln (V) so auf einen gegebene Zustand (Z) anwenden kann, dass regelkonforme Veränderungen in Form eines ‚Folgezustands‘ (Z‘) entstehen.
BILD : Grundelemente einer nachhaltigen Empirischen Theorie (NET). Weitere Erläuterungen finden sich HIER.
Chancen, Zielsetzung und Strategien im Haushaltsentwurf von Schöneck 2025 (SS.261ff)
Ich habe ein Dokument hochgeladen, das als Liste organisiert ist. Welches Element der Liste kannst Du als Formulierung eines Zieles erkennen, welches nicht?
ANTWORT:
Die Liste enthält eine Mischung aus tatsächlichen Zielen, allgemeinen Feststellungen und Maßnahmen. Ich kategorisiere die Punkte in:
Klare Zielformulierungen (richtige Ziele):
1. „Die Gemeinde Schöneck ist als familienfreundliche Gemeinde bekannt.“
4. „Dem Bedarf an bezahlbarem Wohnraum […] muss künftig Rechnung getragen werden.“
6. „Die Innenentwicklung bleibt zusätzlich im Fokus, um die Ortskerne attraktiv zu gestalten.“
20. „Zum Klimaschutz muss Schöneck einen aktiven Beitrag in vielen Bereichen zur Umsetzung der Ziele leisten, um sich perspektivisch zur CO2-neutralen Kommune zu entwickeln.“
25. „Ziel ist es, den zweigleisigen Ausbau sowie die Elektrifizierung bis 2027 durchzuführen.“
30. „Maßnahmen, Anträge und Entscheidungen sollen künftig einen klaren Zielbezug haben und an den formulierten Zielen des Zukunftskonzepts ausgerichtet sein.“
Keine klaren Ziele (eher Feststellungen oder Maßnahmen):
3. „Anreize zur Gewinnung von Fachkräften im Kita-Bereich als auch in der Verwaltung werden durchgeführt.“ (keine Zielsetzung, sondern eine Maßnahme)
5. „Klimaschutz, die Ressource Wasser, ökologische und soziale Nachhaltigkeit aber auch bedarfsgerechte Angebote für alle Generationen sind hierbei unverzichtbare Kriterien.“ (Feststellung, kein Ziel)
7. „Um für die kommunale Wärmeplanung gerüstet zu sein, wurde der notwendige Förderantrag gestellt.“ (Vergangenheitsbezug, kein Ziel)
9. „Das Thema Nachhaltigkeit ist hierbei und bei allen künftigen Bauten unabdingbar.“ (Feststellung, kein Ziel)
16. „… bleiben die vorhandenen Wohnungen nach Sanierung bestehen.“ (Beschreibung eines Zustands, kein Ziel)
21. „Der neu gewählte Klimabeirat wird die Verwaltung […] unterstützen, damit das Klimaschutzkonzept zügig evaluiert werden kann.“ (Unterstützungsmaßnahme, kein Ziel)
31. „Zur Entwicklung zielführender Maßnahmenvorschläge ist eine ‚Zukunftswerkstatt‘ eingerichtet worden.“ (Strukturmaßnahme, kein Ziel)
Fazit:
Ein Ziel sollte eine klare Absicht für die Zukunft formulieren, oft mit einer messbaren oder zumindest konkretisierten Vorgabe. Viele Punkte in der Liste enthalten gute Absichten oder Maßnahmen, aber nicht alle sind tatsächlich als Ziele formuliert. Manche Formulierungen könnten präziser auf ein definiertes Ziel hin überarbeitet werden.
Diskussion der Teilnehmer
…
FRAGE an chatGPT4o
Nehmen wir jene Elemente, die Du als ‚Zielformulierungen‘ klassifizierst. Was ist in jedem Einzelfall notwendig, damit aus einer Zielformulierung eine Beschreibung werden kann, die sich für die Simulation einer möglichen Zukunft eignen würde?
Antwort von chatGPT4o
Um eine Zielformulierung in eine für die Simulation einer möglichen Zukunft geeignete Beschreibung zu überführen, müssen folgende Elemente ergänzt oder präzisiert werden:
Messbare Kriterien: Welche konkreten Indikatoren zeigen an, ob das Ziel erreicht wird?
Zeitliche Dimension: Bis wann soll das Ziel erreicht sein? Gibt es Zwischenetappen?
Handlungspfad (Kausalität): Welche Prozesse und Bedingungen sind notwendig, um vom aktuellen Zustand zum Ziel zu gelangen?
Externe Einflussfaktoren: Welche Variablen könnten das Erreichen des Ziels beeinflussen oder gefährden?
Alternativszenarien: Was passiert, wenn das Ziel nicht erreicht wird? Gibt es alternative Entwicklungspfade?
Umsetzung für jede Zielformulierung:
„Die Gemeinde Schöneck ist als familienfreundliche Gemeinde bekannt.“ Simulationstaugliche Beschreibung:
Indikatoren: Anzahl von Familien mit Kindern, Zufriedenheitsumfragen, Zahl der Kita-Plätze pro Kind
Zeitrahmen: Bis 2030 soll der Familienfreundlichkeitsindex um 20 % steigen.
Kausalität: Maßnahmen wie Kita-Ausbau, familienfreundliche Infrastruktur und Wohnraumförderung werden implementiert.
Einflussfaktoren: Entwicklung der Geburtenrate, Zuzug/Abwanderung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen
„Dem Bedarf an bezahlbarem Wohnraum […] muss künftig Rechnung getragen werden.“ Simulationstaugliche Beschreibung:
Indikatoren: Anzahl neuer sozial geförderter Wohnungen, Durchschnittsmiete im Vergleich zum Einkommen
Zeitrahmen: Bis 2028 sollen 500 neue Wohneinheiten mit Mieten unterhalb 30 % des Medianeinkommens entstehen.
Kausalität: Anreizprogramme für Investoren, öffentliche Wohnbauprojekte
„Zum Klimaschutz muss Schöneck einen aktiven Beitrag in vielen Bereichen zur Umsetzung der Ziele leisten, um sich perspektivisch zur CO2-neutralen Kommune zu entwickeln.“ Simulationstaugliche Beschreibung:
Indikatoren: CO₂-Ausstoß pro Einwohner, Anteil erneuerbarer Energien, ÖPNV-Nutzung
Zeitrahmen: Reduktion der Emissionen um 50 % bis 2035, Klimaneutralität bis 2050
Kausalität: Ausbau erneuerbarer Energien, Sanierung von Gebäuden, Verkehrsverlagerung
„Ziel ist es, den zweigleisigen Ausbau sowie die Elektrifizierung bis 2027 durchzuführen.“ Simulationstaugliche Beschreibung:
Indikatoren: Baufortschritt, Reduktion von Fahrzeiten, Anzahl elektrifizierter Streckenkilometer
Zeitrahmen: 2027 als Enddatum mit Zwischenzielen 2025 (Planung) und 2026 (Bauphase)
Kausalität: Finanzierung durch Bund und Land, Bauunternehmen mit Kapazität, rechtliche Genehmigungen
Einflussfaktoren: Baukostensteigerungen, politische Entscheidungen
„Maßnahmen, Anträge und Entscheidungen sollen künftig einen klaren Zielbezug haben und an den formulierten Zielen des Zukunftskonzepts ausgerichtet sein.“ Simulationstaugliche Beschreibung:
Indikatoren: Anteil der Beschlüsse mit direktem Bezug zu definierten Zielen, Evaluationsergebnisse
Zeitrahmen: Ab 2025 werden alle Anträge mit einem Zielbezug dokumentiert und jährlich evaluiert.
Kausalität: Einführung einer standardisierten Zielprüfung für alle Entscheidungen
Einflussfaktoren: Akzeptanz durch Verwaltung und Politik, Veränderungsbereitschaft
Fazit:
Jede Zielformulierung muss mit messbaren Indikatoren, Zeitrahmen, Kausalverknüpfungen und externen Faktoren versehen werden, um eine belastbare Simulation einer möglichen Zukunft zu ermöglichen. Dies hilft nicht nur bei der Erfolgskontrolle, sondern auch bei der Modellierung realistischer Entwicklungspfade.
Diskussion der Teilnehmer
…
FRAGE an chatGPT40
Du hast eine Reihe von Forderungen zusammengestellt, die erfüllt sein müssen, damit die Simulation einer möglichen Zukunft vorgenommen werden kann. Deine Liste von Forderungen war die folgende:
Messbare Kriterien: Welche konkreten Indikatoren zeigen an, ob das Ziel erreicht wird?
Zeitliche Dimension: Bis wann soll das Ziel erreicht sein? Gibt es Zwischenetappen?
Handlungspfad (Kausalität): Welche Prozesse und Bedingungen sind notwendig, um vom aktuellen Zustand zum Ziel zu gelangen?
Externe Einflussfaktoren: Welche Variablen könnten das Erreichen des Ziels beeinflussen oder gefährden?
Alternativszenarien: Was passiert, wenn das Ziel nicht erreicht wird? Gibt es alternative Entwicklungspfade?
Kannst Du einen Zusammenhang herstellen zwischen dieser deiner Liste und dem Konzept einer ‚nachhaltigen empirischen Theorie‘?
ANTWORT VON CHATGPT4o
Ja, es gibt eine klare Verbindung zwischen deiner Liste der Anforderungen für simulationsfähige Zukunftsbeschreibungen und dem Konzept der nachhaltigen empirischen Theorie (NET), wie du sie entwickelt hast. Lassen wir die beiden Konzepte zusammenlaufen:
1. Messbare Kriterien → Empirische Überprüfbarkeit in NET
In einer nachhaltigen empirischen Theorie (NET) müssen Theorien überprüfbar sein, indem sie empirisch messbare Indikatoren für Zustände oder Entwicklungen bereitstellen. Dies entspricht direkt deiner Anforderung nach messbaren Kriterien in einer Simulation.
In der NET: Eine Theorie ist nur tragfähig, wenn sie sich auf nachprüfbare Daten stützt, d.h., sie muss Indikatoren haben, die objektiv erhoben werden können.
In der Simulation: Messbare Kriterien sind essenziell, um die Fortschritte und Erfolge einer simulierten Zukunft zu quantifizieren.
➡ Zusammenhang: NET fordert, dass eine Theorie auf empirischen Daten basiert – Simulationen benötigen dasselbe für Prognosen.
2. Zeitliche Dimension → Dynamische Entwicklung in NET
Nachhaltige empirische Theorien müssen nicht nur Zustände beschreiben, sondern auch mögliche Dynamiken modellieren. Genau das erfordert auch eine Simulation, indem sie eine zeitliche Entwicklung modelliert.
In der NET: Jede Beschreibung eines Systems muss eine Entwicklungslogik enthalten, die Veränderungen über die Zeit zulässt.
In der Simulation: Zeitliche Zielsetzungen und Zwischenetappen sind nötig, um ein realistisches Fortschrittsmodell zu erstellen.
➡ Zusammenhang: In einer NET gibt es keine statischen Modelle – jede Theorie ist ein Entwicklungsmodell mit Zeitbezug, genau wie in einer Simulation.
3. Handlungspfad (Kausalität) → Prozesslogik in NET
Eine nachhaltige empirische Theorie muss kausale Mechanismen identifizieren, die bestimmte Veränderungen erklären. Dies entspricht exakt deiner Forderung nach einem Handlungspfad in der Simulation.
In der NET: Es reicht nicht aus, zu beschreiben, was passiert; es muss erklärt werden, warum es passiert.
In der Simulation: Ohne Kausalmechanismen ist jede Prognose willkürlich – eine Simulation muss Abhängigkeiten und Prozesse abbilden.
➡ Zusammenhang: NET verlangt eine Modellierung kausaler Prozesse, genau wie eine realistische Zukunftssimulation.
4. Externe Einflussfaktoren → Systemische Wechselwirkungen in NET
Jede nachhaltige empirische Theorie muss externe Bedingungen berücksichtigen, die auf das Modell einwirken. Eine Simulation muss genau das Gleiche tun, um realistische Prognosen zu ermöglichen.
In der NET: Ein Modell kann nie isoliert betrachtet werden – Wechselwirkungen mit Umweltbedingungen sind zentral.
In der Simulation: Ohne Berücksichtigung externer Einflussfaktoren (z.B. wirtschaftliche Trends, technologische Entwicklungen, politische Rahmenbedingungen) sind die Vorhersagen nutzlos.
➡ Zusammenhang: NET betrachtet Systeme in Wechselwirkung mit ihrer Umgebung – Simulationen müssen dasselbe tun.
5. Alternativszenarien → Hypothesenraum in NET
Eine nachhaltige empirische Theorie ist kein absolutes Modell, sondern lässt mehrere mögliche Entwicklungswege zu. Genau diese Offenheit braucht eine Simulation, um verschiedene Zukunftsszenarien zu testen.
In der NET: Es gibt keine festen Wahrheiten, sondern nur Hypothesenräume, die je nach Randbedingungen unterschiedlich realisiert werden.
In der Simulation: Falls ein Ziel nicht erreicht wird, muss es alternative Wege geben – sonst wäre die Simulation bloß ein starres Planungsinstrument.
➡ Zusammenhang: NET postuliert mehrere Entwicklungsmöglichkeiten, genau wie eine Simulation verschiedene Zukunftspfade modellieren muss.
Fazit: Simulation als Implementierung der NET
Deine fünf Forderungen an eine simulationsfähige Zielbeschreibung sind direkt aus der Logik einer nachhaltigen empirischen Theorie ableitbar. Eine Simulation ist praktisch eine Anwendung der NET auf eine konkrete Fragestellung:
NET gibt die epistemische Grundlage: Welche Art von Wissen ist nötig?
Simulation setzt sie praktisch um: Welche messbaren Indikatoren, zeitlichen Entwicklungen und kausalen Abhängigkeiten müssen berücksichtigt werden?
Wenn wir NET als Meta-Theorie der empirischen Vorhersage sehen, dann ist die Simulation eine ihrer operativen Anwendungen. Sie ermöglicht es, Hypothesen durch dynamische Modellierung zu testen, wodurch die theoretischen Konzepte der NET auf reale Prozesse übertragbar werden.
Ein neuer Gedanke: Simulation als Teil eines NET-gestützten Entscheidungsprozesses
Dein Ansatz legt nahe, dass eine Simulation innerhalb einer NET nicht nur zur Vorhersage, sondern auch zur Entscheidungsfindung genutzt werden kann.
(1) Theoretische Formulierung in der NET: Identifikation relevanter Ziele und Einflussfaktoren
(2) Simulation der Szenarien: Prüfung möglicher Entwicklungsverläufe
(3) Empirische Validierung: Vergleich mit realen Daten, um die Modellannahmen zu testen
(4) Iteration und Anpassung: Falls Realität und Simulation auseinanderlaufen, wird das Modell weiterentwickelt
➡ Die Simulation wird also zum Werkzeug einer dynamischen Theorieentwicklung – nicht nur zur Vorhersage, sondern zur kontinuierlichen Anpassung einer nachhaltigen empirischen Theorie an neue Erkenntnisse.
Abschließende Perspektive: NET als iterativer Feedback-Loop
In deinem Gesamtansatz könnte die NET mit Simulationen so zusammenwirken:
Formulierung einer Hypothese in der NET
Simulation möglicher Zukunftspfade
Empirische Überprüfung der Simulationsergebnisse
Anpassung der Theorie auf Basis neuer Daten
Erneute Simulation mit aktualisierten Annahmen
Damit würde die NET kein statisches Modell sein, sondern ein dynamisches System, das sich mit der Realität weiterentwickelt – genau das, was für eine nachhaltige Theorie erforderlich ist.
➡ Simulation als „evolutionäre Intelligenz“ der nachhaltigen empirischen Theorie!
Zusammenfassung: Die fünf Anforderungen an simulationsfähige Zukunftsbeschreibungen entsprechen exakt den Prinzipien einer nachhaltigen empirischen Theorie. Simulationen sind damit keine isolierten Planungswerkzeuge, sondern konkrete Umsetzungen einer NET, die über Messbarkeit, Kausalität, Umweltfaktoren und alternative Szenarien iterativ zu einem realistischen Zukunftsmodell führt.
Was kann eine KI für eine nachhaltige empirische Theorie dazu beitragen?
In der Analyse von chatGPT4o bildet das Konzept einer ‚Nachhaltigen Empirischen Theorie‘ (NET) den äußeren Rahmen, innerhalb dessen Simulationen definiert und umgesetzt werden können. Je nach Verlauf einer Simulation kann die vorausgesetzte NET aufgrund neuer Erkenntnisse verändert werden. Auch diese Änderungen können wieder mittels einer Simulation überprüft werden.
Offen ist die Frage, ob diese zunächst rein theoretischen Erkenntnisse in der Praxis das hergeben, was sie versprechen.
Diese Frage soll im weiteren Verlauf anhand eines realen Experiments überprüft werden.
Beispiel: „Die Gemeinde Schöneck ist als familienfreundliche Gemeinde bekannt.“
Bisherige Beschreibung durch chatGPT4o
Indikatoren: Anzahl von Familien mit Kindern, Zufriedenheitsumfragen, Zahl der Kita-Plätze pro Kind
Zeitrahmen: Bis 2030 soll der Familienfreundlichkeitsindex um 20 % steigen.
Kausalität: Maßnahmen wie Kita-Ausbau, familienfreundliche Infrastruktur und Wohnraumförderung werden implementiert.
Einflussfaktoren: Entwicklung der Geburtenrate, Zuzug/Abwanderung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen
MÖGLICHE AUFGABEN FÜR DIE NÄCHSTE(N) SITZUNG(EN)
Ausarbeitung des Beispiels zu einer NET
Formulierung eines Rollenspiels als inspirierendes Element während der Ausarbeitung
Formulierung eines Planspiels für die komplette NET
Umsetzung in eine echte Simulation
Experimente mit den Elementen (2-4)
Auswertung: Was hat es gebracht? Macht es Sinn? Kann/ sollte man diese Konzepte auch auf andere Ziele übertragen?
seit der ersten Ankündigung vom 29.Jan 2025 gab es erste Gespräche, aus denen hervorging, dass manche glauben, die Sitzung am So 2.2.205 würde ‚sehr theoretisch‘ werden mit wenig Bezug zur realen Situation unserer schönen Gemeinde Schöneck.
Falls jemand dies glaubt, muss ich ihn/sie enttäuschen: die Sitzung wird sehr real!
Wir beschäftigen uns direkt mit dem Haushaltsplan der Gemeinde für 2025.
Und dort, in diesem beeindruckenden Werk von vielen hundert Seiten (!) greifen wir einen bestimmten Abschnitt heraus:
3.6.5 Chancen, Zielsetzung und Strategien (SS.357ff)
Diesen Text, leicht gekürzt und strukturiert hänge ich an diesen Rundbrief an.
Es wird dann anhand dieser ‚Ziele‘ gezeigt, was eine dialogische Künstliche Intelligenz (KI) mit diesen Zielen anfangen kann, und was nicht. Daraus wird hoffentlich deutlich, warum die Rolle von uns Menschen – bei uns also die gewählten Gemeindevertreter – unverzichtbar ist! Hier gibt es natürlich viele interessante Optionen, wie wir Menschen mit dieser Aufgabe umgehen können (alle Bürger, nicht nur unsere gewählten Vertreter).
Und, nicht vergessen, die Sitzung am 2.2.2025 ist ja nur die Vorstellung der Vision eines DEMOKRATIE-LABORS, welches offiziell erst ab Ende März/ Anfang April starten soll, mit regelmäßigen Sitzungen.
Ich hoffe, diese Zeilen können helfen, die Veranstaltung morgen ein wenig besser einzuordnen.
zur Zeit tobt zwar der Bundeswahlkampf, aber die großen Themen unserer Zeit nehmen darauf keine Rücksicht – und die Raumplanung auch nicht. Unser langfristig angelegtes Projekt eines DEMOKRATIE-LABORS für Schöneck soll zwar erst Ende März/ Anfang April starten, aber irgendwie möchten wir dies ein wenig vorbereiten. Jetzt wird dies halt stattfinden am
Sonntag, 2.Febr 2025, Bürgertreff, Raum Anould
Wir gehen von folgendem Szenario aus:
Szenario
SCHÖNECK : Wir leben im schönen Schöneck und möchten halt gerne für alle Bürger eine ‚möglichst gute Zukunft‘ sichern.
KI : Jetzt redet die ganze Welt täglich von KI: Sollten wir diese für uns nutzen? Macht die KI uns nicht demnächst ganz überflüssig? KI für immer und ewig, ohne Menschen?
REALITÄT : Schöneck ist kein Fantasieort: wir sind reale Menschen in einer realen Welt und nur durch Denken alleine passiert bei uns nichts. Worin besteht genau ‚unsere Realität hier in Schöneck‘? Woran müssen wir denken, wenn wir morgen auch noch eine gute Zukunft für Alle haben wollen? Und vor allem: was müssten wir real tun, damit etwas passiert?
Untersuchungsprozess
Da wir noch alle Denken und miteinander reden können, wollen wir einen Untersuchungsprozess starten: Was genau ist unsere Realität hier in Schöneck? Was heißt hier für uns ‚Zukunft‘? Warum und wie sollte uns KI bei der Klärung unserer Zukunft helfen können?
Moderator für den Untersuchungsprozess
Als Moderator für den Untersuchungsprozess steht uns Gerd Doeben-Henisch zur Verfügung. Er ist Professor für Informatik der Frankfurt University of Applied Sciences (im berühmten ‚Unruhestand‘) und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema KI (Künstliche Intelligenz)(genau seit Ende der 1970iger Jahre). Er ist zugleich promovierter Wissenschaftsphilosoph und hat auch viele Kenntnisse im Bereich der Kognitions- und Lebenswissenschaften. Von früher her hat er auch noch ein Diplom in Kath.Theologie. Warum dies alles wichtig ist? Um zu verstehen, was KI ist, was sie wirklich kann, und vor allem, was sie im Vergleich zum Menschen ist, braucht man ein sehr breites Wissen. Informatik alleine reicht dazu nicht!
Echte Experimente
Im Rahmen des Demokratie-Labors soll nicht nur geredet werden, sondern wir wollen auch echte Experimente machen: Wir nehmen reale Beispiel von uns hier in Schöneck, schauen uns die gemeinsam an, ob und wie wir als Bürger hier sinnvoll planen können und sollten, und prüfen dann mit realer KI nach, ob und wie sie uns bei unserer Aufgabe helfen kann. Was man vorweg schon jetzt sagen kann ist: Natürlich wird es Teilaufgaben geben, wo eine KI uns helfen kann; aber es wird auch sichtbar werden, wo uns keine KI ernsthaft wird helfen können! Wir werden dadurch einiges Neues darüber lernen, wer wir Menschen wirklich sind, und dass z.B. ‚kollektive menschliche Intelligenz‘ etwas ist, was jenseits jeglicher KI liegt (Hinweis: Bis heute gibt es leider weltweit keine wirkliche Forschung zu ‚kollektiver menschlicher Intelligenz‘. Die sogenannte ‚Schwarm-Intelligenz‘ ist weit entfernt davon).
Wann endet die Untersuchung?
Wenn jetzt jemand fragt, wann wir mit dieser Untersuchung fertig sein werden, dann kann man eines mit Sicherheit sagen: diese Untersuchung wird im Bereich des Denkens keinen klaren Endpunkt haben! Je mehr wir untersuchen, um so mehr Erkenntnisse werden wir haben und diese produzieren wieder viele neue Fragen. Was wir aber erreichen können, das sind konkrete praktische Ergebnisse zwischendurch, die wir in unserem schönen Schöneck anwenden können. Vielleicht ist da sogar etwas dabei, was uns real hilft für unsere reale Zukunft 🙂 Also: Wir werden real starten, aber aufhören werden wir erst, wenn wir sagen: es reicht.
Also …
Kommen Sie also vorbei im Raum Anould im Bürgertreff, Sonntag 2.Febr 2025, zwischen 15 und 17 Uhr. Schauen wir uns gemeinsam die Welt mal mit anderen Augen an.
PS2: Gerd Doeben-Henisch ist Bürger von Schöneck, emeritierter Prof. der Frankfurt University of Applied Sciences und ist Mitglied im Vorstand der Grünen Schöneck.
PS3: BiG ist überparteilich und nicht konfessionell
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DEMOKRATIE
Nach dem Grundgesetz sind alle gewählten Vertreter nur ihrem Gewissen und dem ‚Wohl des Volkes‘ verpflichtet. Selbst Parteiprogramme dürfen diese individuelle Entscheidung nicht eingrenzen! Dies ist eine sehr starke Form von repräsentativer Demokratie. Was aber ist, wenn die Bürger das Vertrauen in die gewählten Vertreter verlieren? Miteinander reden kann helfen … BiG (Bürger (auch gewählte Vertreter) im Gespräch) versteht sich als kleiner Beitrag zu dieser großen Aufgabe.
WASSER : Schöneck (und Niederdorfelden) hängt mit dem Wasser zu 80% vom MKK ab. Der MKK benötigt 40% Wasser von außerhalb. Deutschland hängt zu 100% von der globalen Wassermaschine ab. Diese gerät seit einigen Jahren immer mehr außer Kontrolle. Warten wir einfach ab oder schauen wir uns das genauer an? Email:big-wasser@oksimo.org . WEB: https://www.oksimo.org/big-wasser-basis/
GIS (Geoinformationssystem) : Durch die Neuorientierung der Verwaltung von Schöneck im Bereich Digitalisierung ruht die Arbeit dieser Themengruppe bis auf weiteres. Email: big-gis@oksimo.org . WEB: https://www.oksimo.org/gis/
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Zum BiG-Email-Rundbrief:
!!! Hinweis: Emails an die Adresse big@oksimo.org landen NICHT automatisch auf dem Verteiler. Dieser ist geschützt, auch wegen der ausdrücklichen Bitte einzelner, ihre Adressen zu schützen !!!
Man kann mit der BiG-Email-Liste kommunizieren, indem man in den BETREFF Schlüsselworte einfügt:
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ALLE : Ihr eigener Text darf an alle Teilnehmer weitergeleitet werden
(Start: 28.Jan 2025 — letzte Änderung: 5.Febr 2025)
Das Thema VORBEREITUNGSTREFFEN für das DEMOKRATIE-LABOR am So 2.2.2025 gehört zum Thema DEMOKRATIE-LABOR.
KÖNNEN WIR DIE ZUKUNFT VON SCHÖNECK SIMULIEREN? MIT KI? WELCHE ROLLE SPIELEN WIR? So 2.Febr.2025, 15-17h, Bürgertreff, Raum Anould
Überlegungen vorweg
Zur Zeit tobt zwar der Bundeswahlkampf, aber die großen Themen unserer Zeit nehmen darauf keine Rücksicht – und die Raumplanung auch nicht. Unser langfristig angelegtes Projekt eines DEMOKRATIE-LABORS für Schöneck soll zwar erst Ende März/ Anfang April starten, aber irgendwie möchten wir dies ein wenig vorbereiten. Jetzt wird dies halt stattfinden am
Sonntag, 2.Febr 2025, Bürgertreff, Raum Anould (Durch den Haupteingang, dann links)
Wir gehen von folgendem Szenario aus:
Szenario
SCHÖNECK : Wir leben im schönen Schöneck und möchten halt gerne für alle Bürger eine ‚möglichst gute Zukunft‘ sichern.
KI : Jetzt redet die ganze Welt täglich von KI: Sollten wir diese für uns nutzen? Macht die KI uns nicht demnächst ganz überflüssig? KI für immer und ewig, ohne Menschen?
REALITÄT : Schöneck ist kein Fantasieort: wir sind reale Menschen in einer realen Welt und nur durch Denken alleine passiert bei uns nichts. Worin besteht genau ‚unsere Realität hier in Schöneck‘? Woran müssen wir denken, wenn wir morgen auch noch eine gute Zukunft für Alle haben wollen? Und vor allem: was müssten wir real tun, damit etwas passiert?
Untersuchungsprozess
Da wir noch alle Denken und miteinander reden können, wollen wir einen Untersuchungsprozess starten: Was genau ist unsere Realität hier in Schöneck? Was heißt hier für uns ‚Zukunft‘? Warum und wie sollte uns KI bei der Klärung unserer Zukunft helfen können?
Moderator für den Untersuchungsprozess
Als Moderator für den Untersuchungsprozess steht uns Gerd Doeben-Henisch zur Verfügung. Er ist Professor für Informatik der Frankfurt University of Applied Sciences (im berühmten ‚Unruhestand‘) und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema KI (Künstliche Intelligenz)(genau seit Ende der 1970iger Jahre). Er ist zugleich promovierter Wissenschaftsphilosoph und hat auch viele Kenntnisse im Bereich der Kognitions- und Lebenswissenschaften. Von früher her hat er auch noch ein Diplom in Kath.Theologie. Warum dies alles wichtig ist? Um zu verstehen, was KI ist, was sie wirklich kann, und vor allem, was sie im Vergleich zum Menschen ist, braucht man ein sehr breites Wissen. Informatik alleine reicht dazu nicht!
Echte Experimente
Im Rahmen des Demokratie-Labors soll nicht nur geredet werden, sondern wir wollen auch echte Experimente machen: Wir nehmen reale Beispiel von uns hier in Schöneck, schauen uns die gemeinsam an, ob und wie wir als Bürger hier sinnvoll planen können und sollten, und prüfen dann mit realer KI nach, ob und wie sie uns bei unserer Aufgabe helfen kann. Was man vorweg schon jetzt sagen kann ist: Natürlich wird es Teilaufgaben geben, wo eine KI uns helfen kann; aber es wird auch sichtbar werden, wo uns keine KI ernsthaft wird helfen können! Wir werden dadurch einiges Neues darüber lernen, wer wir Menschen wirklich sind, und dass z.B. ‚kollektive menschliche Intelligenz‘ etwas ist, was jenseits jeglicher KI liegt (Hinweis: Bis heute gibt es leider weltweit keine wirkliche Forschung zu ‚kollektiver menschlicher Intelligenz‘. Die sogenannte ‚Schwarm-Intelligenz‘ ist weit entfernt davon).
Wann endet die Untersuchung?
Wenn jetzt jemand fragt, wann wir mit dieser Untersuchung fertig sein werden, dann kann man eines mit Sicherheit sagen: diese Untersuchung wird im Bereich des Denkens keinen klaren Endpunkt haben! Je mehr wir untersuchen, um so mehr Erkenntnisse werden wir haben und diese produzieren wieder viele neue Fragen. Was wir aber erreichen können, das sind konkrete praktische Ergebnisse zwischendurch, die wir in unserem schönen Schöneck anwenden können. Vielleicht ist da sogar etwas dabei, was uns real hilft für unsere reale Zukunft 🙂 Also: Wir werden real starten, aber aufhören werden wir erst, wenn wir sagen: es reicht.
Also …
Kommen Sie also vorbei im Raum Anould im Bürgertreff, Sonntag 2.Febr 2025, zwischen 15 und 17 Uhr. Schauen wir uns gemeinsam die Welt mal mit anderen Augen an.
Im Neuen Jahr probiert die BiG-WALD Themengruppe ein neues Format aus: einen monatlichen WALD-AKTIONS-TAG mit den Programmteilen Round Table Gespräch vormittags und EXKURSION nachmittags. Ort des Ereignisses ist das Haus der Vogelschutzfreunde, mit denen BiG-WALD seit längerem zusammen arbeitet.
Rückblickend verlief dieser erster WALD-AKTIONS-TAG sehr vielversprechend.
ROUND TABLE GESPRÄCH, 11:30 – 13:30
Zum Round Table Gespräch fand sich eine lebhafte Gruppe zusammen und versuchte an diesem Vormittag ein wenig mehr Klarheit darüber zu finden, wie denn die Verhandlungen zwischen der Gemeinde als Waldbesitzer und einem möglichen Wald-Dienstleister ablaufen. Diese Frage beschäftigt die BiG-WALD Themengruppe spätestens seit dem Sommer 2024, als allen klar wurde, dass sämtliche Vorstellungen zum Wald, wie er denn möglicherweise gestaltet werden sollte, letztlich in den direkten Verhandlungen zwischen der Gemeinde und einem Walddienstleister entschieden werden (aktuell ist Hessenforst der Vertragspartner). Die verschiedenen Interessen der Bürger wie auch die unterschiedlich möglichen Sichten auf den ‚Wald der Zukunft‘ entscheiden sich im Medium der Vertragsverhandlungen. Zuständig ist im Fall der Vereinbarung eines neuen Forstbetriebsplanes für die nächsten 10 Jahre (2027 – 2036) die Gemeindevertretung der Gemeinde. Wenn man weiß, wie viele komplexe Fragestellungen der Wald in der Gegenwart mit sich bringen kann, dann kann man ahnen, dass solche Vertragsverhandlungen alles andere als einfach sein können, zumindest dann, wenn die Gemeinde sich um einen eigenen Standpunkt bemühen möchte. Erste — noch sehr anfangshafte — Überlegungen zu diesen Frage kann man schon hier finden ( https://www.oksimo.org/forsteinrichtung-2026-2026-erstellung-eines-betriebsplans/ ). In der kommenden Zeit werden wir versuchen, dazu noch viele Experten einzuladen und wir möchten dazu natürlich gerne auch mit Mitgliedern unserer Gemeindevertretung sprechen. Letztlich müssen die entscheiden, was in dem nächsten Vertrag stehen wird.
WALD EXKURSION 14-16h (bei jedem Wetter); anschließend Kaffee und Kuchen
Für die Exkursion hatten wir Glück: während der Zeit im Wald regnete es nicht. Unser Waldexperte Dr. Hans-Jörg Wilhelm führte die Gruppe (ca. 30 TeilnehmerInnen) mit vielen spannenden Erläuterungen durch einen Teil des Waldes, mit vielen Haltepunkten, an denen jeder auch auf eigene Faust etwas erkunden konnte. Ein erster — noch unvollständiger Bericht mit Bildern — findet sich hier: https://www.oksimo.org/2025/01/27/wald-aktions-tag-so-26-januar-2025-bericht-von-der-exkursion-14-1617h/ Das anschließende Beisammensein bei Kaffee und Kuchen war sehr gesprächsfreudig und so mancher neue Kontakt kam zustande.
PS2: Gerd Doeben-Henisch ist Bürger von Schöneck, emeritierter Prof. der Frankfurt University of Applied Sciences und ist Mitglied im Vorstand der Grünen Schöneck.
PS3: BiG ist überparteilich und nicht konfessionell
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DEMOKRATIE
Nach dem Grundgesetz sind alle gewählten Vertreter nur ihrem Gewissen und dem ‚Wohl des Volkes‘ verpflichtet. Selbst Parteiprogramme dürfen diese individuelle Entscheidung nicht eingrenzen! Dies ist eine sehr starke Form von repräsentativer Demokratie. Was aber ist, wenn die Bürger das Vertrauen in die gewählten Vertreter verlieren? Miteinander reden kann helfen … BiG (Bürger (auch gewählte Vertreter) im Gespräch) versteht sich als kleiner Beitrag zu dieser großen Aufgabe.
WASSER : Schöneck (und Niederdorfelden) hängt mit dem Wasser zu 80% vom MKK ab. Der MKK benötigt 40% Wasser von außerhalb. Deutschland hängt zu 100% von der globalen Wassermaschine ab. Diese gerät seit einigen Jahren immer mehr außer Kontrolle. Warten wir einfach ab oder schauen wir uns das genauer an? Email:big-wasser@oksimo.org . WEB: https://www.oksimo.org/big-wasser-basis/
DEMOKRATIE-LABOR SCHÖNECK (DL4S) : Eine neue Initiative ab Frühjahr 2025, Erste Infos am BiG-Tag 2.Febr 2025 im Bürgertreff. Email: datw@oksimo.org
GIS (Geoinformationssystem) : Durch die Neuorientierung der Verwaltung von Schöneck im Bereich Digitalisierung ruht die Arbeit dieser Themengruppe bis auf weiteres. Email: big-gis@oksimo.org . WEB: https://www.oksimo.org/gis/
!!! Hinweis: Emails an die Adresse big@oksimo.org landen NICHT automatisch auf dem Verteiler. Dieser ist geschützt, auch wegen der ausdrücklichen Bitte einzelner, ihre Adressen zu schützen !!!
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ALLE : Ihr eigener Text darf an alle Teilnehmer weitergeleitet werden
(Der folgende Text ist noch ein Entwurf. Er soll nach und nach ergänzt werden).
Die Exkursion an diesem Nachmittag wurde geleitet von Dr. Hans-Jörg Wilhelm, einem erfahrenen Kursleiter und erstem Vorsitzenden des NABU-Kreisverbandes Wetterau. Eingeladen hatte Dr. Yvonne Heil, die Sprecherin der BiG-Themengruppe WALD, zugleich auch Vorsitzende des Vereins der Vogelschutzfreunde Kilianstädten.
BILD : Dr. Hans-Jörg Wilhelm und Dr. Yvonne Heil
Die Gruppe — ca. 30 TeilnehmerInnen, auch mit Gästen aus Nachbarorten — hatte Glück: vom vielen Regen war der Wald zwar schon feucht, aber an diesem Nachmittag regnete es nicht.
Die vorherrschende Perspektive war die Frage, welche Pflanzen und Tiere in diesen kühlen und nassen Zeiten noch aktiv sind oder — wenn nicht aktiv –, wie sie ihre ‚Ruhezeit‘ gestalten.
Die häufigsten direkten Entdeckungen im Wald waren natürlich ‚Moose‘ [1], ‚Pilze‘ [2] und ‚Flechten‘ [3]; letztere stellen eine Symbiose von Pilzen mit Cyanobakterien dar.
Moose stammen ursprünglich aus ‚Algen‘ und haben eine komplexe und widerstandsfähige Lebensweise ausgebildet. Manche Arten können große Kältegrade und langen Wassermangel überstehen.
BILDER : Moose im Blick
Pilze sind bekannt für ihren Abbau von totem organischem Material (im Wald z.B. tote Bäume), sie können aber auch als Parasiten auftreten, die andere Organismen schädigen, oder als ‚Mykorrhiza‘. Mykorrhiza‘ bedeutet, dass sich die Pilze mit dem Wurzelwerk von Pflanzen verbinden und diese mit mehr mineralischen Nährstoffen versorgen.
BILD : Ein blättriger Baumpilz
BILD : Baumstamm mit Moos und dem Baumpilz ‚Zunderschwamm‘
Flechten, repräsentieren eine symbiotische Lebensform zwischen Pilzen und ‚Photobionten‘ (Grünalgen oder Cyanobakterien). Sie wachsen sehr langsam, sind genügsam, können unter schwierigen Bedingungen überleben und werden sehr alt (viele hundert Jahre oder mehr).
BILD : Zwei verschiedene Flechten
BILD : Teil der Gruppe zwischen Bäumen
SONSTIGE BILDER
BILD : Auch Bäume können Krebs haben …
BILD : Spuren eines Harvester-Einsatzes … Es gab leider noch viel mehr davon …
BILD : Obere Reihe: Beispiele von Bäumen mit Beschädigungen der Rinde. Darunter: Baum mit Verletzungen der Rinde (links) und Vergrößerung einer Verletzung.
BILD : Beispiele von Fahrrinnen durch Harvester mit ungefähren Angaben zur Tiefe von Fahrrinnen.
ins Neue Jahr 2025. Ausgangspunkt und Zentrum dieses WALD-AKTIONS TAGES ist das Haus der Vogelschutzfreunde Schöneck.
ROUND TABLE GESPRÄCH, 11:30 – 13:30
Ab dem Jahr 2025 plant die Themengruppe WALD von BiG — nach Möglichkeit — neben Exkursionen auch Round Table Gespräche anzubieten, in denen zusammen mit Experten die verschiedenen Sichten auf den Wald zur Sprache gebracht werden sollen. Alle Interessierten sind zur Teilnahme eingeladen.
Für den Round Table am 26.Januar 2025 ist geplant, dass die die Moderatoren der BiG-Themengruppe WALD die bisherige Planung für 2025 (mit Blick auch auf 2026) vorstellen. Diese Planung wird dann im offenen Gespräch zur Diskussion gestellt.
WALD EXKURSION 14-16h (bei jedem Wetter); anschließend Kaffee und Kuchen
Die Exkursion steht unter dem Motto:
Was ist (bio)lo(gi)s(ch) im Winterwald?
Der Waldexperte Dr. Hans-Jörg Wilhelm wird uns die Biologie von Pflanzen und Tieren während dieser scheinbar ruhigen Jahreszeit näher bringen. Bei einer Exkursion durch den „Wald zwischen Kilianstädten und Büdesheim“ werden wir interessante Naturbeobachtungen machen und Zusammenhänge im Ökosystem Wald entdecken. Auch im Hinblick auf Klimawandel und Erwärmung werden wir die besondere Bedeutung für uns und unseren Wald näher beleuchten. Wir freuen uns auf einen erkenntnisreichen Nachmittag!
PHILOSOPHIE DAHINTER
Die Exkursionen sind dazu da, durch direkte Begegnung mit dem Wald den Wald als Realität erlebbar zu machen: er ist ein reales Lebewesen, sogar — mit den Augen der Wissenschaften — eine Art Superorganismus.
Die Round Tables sind dazu da, dass wir uns mit Unterstützung von Experten ein immer besseres Gesamtbild vom Wald machen können, so dass wir uns mit der Zeit — hoffentlich — eine Art ‚Modell‘ vom Wald bauen können, welches uns hilft, immer besser verstehen können, was da alles wie zusammen spielt.
VERMISCHTES
Hier ein erster Hinweis auf die BiG Veranstaltung am So 2.Febr 2025, 15-17h, Raum Anould im Bürgertreff Kilianstädten.
An diesem Tag sollen die bisherigen Planungen zum Projekt
DEMOKRATIE-LABOR SCHÖNECK
vorgestellt werden.
In der anschließenden Aussprache können Interessierte ihre Überlegungen und Vorschläge zum Projekt einbringen. Anhand des konkreten Haushalts von Schöneck, erweitert um die Bevölkerungsentwicklung von Schöneck, können alle Interessierte im Format von Planspielen sich unterhaltsam und spannend mit der Materie und dabei auch mit anderen Mitbürgern vertraut machen. Natürlich sind auch alle unsere gewählten Vertreter — speziell die Mitglieder des Finanzausschusses — eingeladen. Vielleicht nimmt sogar unsere Bürgermeisterin, Frau Wacker, gelegentlich an den Diskussionen teil. Gedacht ist an monatlichen Treffen.
Bis vielleicht zum So 26.1. oder am 2.2.2025
Herzliche Grüße,
Gerd Doeben-Henisch
(Koordinator von BiG)
PS: Gerd Doeben-Henisch ist Bürger von Schöneck, emeritierter Prof. der Frankfurt University of Applied Sciences und ist Mitglied im Vorstand der Grünen Schöneck.
PS2: BiG ist überparteilich und nicht konfessionell
#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+#+
DEMOKRATIE
Nach dem Grundgesetz sind alle gewählten Vertreter nur ihrem Gewissen und dem ‚Wohl des Volkes‘ verpflichtet. Selbst Parteiprogramme dürfen diese individuelle Entscheidung nicht eingrenzen! Dies ist eine sehr starke Form von repräsentativer Demokratie. Was aber ist, wenn die Bürger das Vertrauen in die gewählten Vertreter verlieren? Miteinander reden kann helfen … BiG (Bürger (auch gewählte Vertreter) im Gespräch) versteht sich als kleiner Beitrag zu dieser großen Aufgabe.
WASSER : Schöneck (und Niederdorfelden) hängt mit dem Wasser zu 80% vom MKK ab. Der MKK benötigt 40% Wasser von außerhalb. Deutschland hängt zu 100% von der globalen Wassermaschine ab. Diese gerät seit einigen Jahren immer mehr außer Kontrolle. Warten wir einfach ab oder schauen wir uns das genauer an? Email:big-wasser@oksimo.org . WEB: https://www.oksimo.org/big-wasser-basis/
DEMOKRATIE-LABOR SCHÖNECK (DL4S) : Eine neue Initiative ab Frühjahr 2025, Erste Infos am BiG-Tag 2.Febr 2025 im Bürgertreff. Email: datw@oksimo.org
GIS (Geoinformationssystem) : Durch die Neuorientierung der Verwaltung von Schöneck im Bereich Digitalisierung ruht die Arbeit dieser Themengruppe bis auf weiteres. Email: big-gis@oksimo.org . WEB: https://www.oksimo.org/gis/
!!! Hinweis: Emails an die Adresse big@oksimo.org landen NICHT automatisch auf dem Verteiler. Dieser ist geschützt, auch wegen der ausdrücklichen Bitte einzelner, ihre Adressen zu schützen !!!
Man kann mit der BiG-Email-Liste kommunizieren, indem man in den BETREFF Schlüsselworte einfügt:
LISTE START : Anmelden zur BiG-Email-Liste
LISTE STOP : Abmelden von der Liste
ALLE : Ihr eigener Text darf an alle Teilnehmer weitergeleitet werden
Ab dem Jahr 2025 plant die Themengruppe WALD von BiG — nach Möglichkeit — neben Exkursionen auch Round Table Gespräche anzubieten, in denen zusammen mit Experten die verschiedenen Sichten auf den Wald zur Sprache gebracht werden sollen. Alle Interessierten sind zur Teilnahme eingeladen.
Für den Round Table am 26.Januar 2025 ist geplant, dass die die Moderatoren der BiG-Themengruppe WALD die bisherige Planung für 2025 (mit Blick auch auf 2026) vorstellen. Diese Planung wird dann im offenen Gespräch zur Diskussion gestellt.
Der Waldexperte Dr. Hans-Jörg Wilhelm wird uns die Biologie von Pflanzen und Tieren während dieser scheinbar ruhigen Jahreszeit näher bringen. Bei einer Exkursion durch den „Wald zwischen Kilianstädten und Büdesheim“ werden wir interessante Naturbeobachtungen machen und Zusammenhänge im Ökosystem Wald entdecken. Auch im Hinblick auf Klimawandel und Erwärmung werden wir die besondere Bedeutung für uns und unseren Wald näher beleuchten. Wir freuen uns auf einen erkenntnisreichen Nachmittag!
PHILOSOPHIE DAHINTER
Die Exkursionen sind dazu da, durch direkte Begegnung mit dem Wald den Wald als Realität erlebbar zu machen: er ist ein reales Lebewesen, sogar — mit den Augen der Wissenschaften — eine Art Superorganismus.
Die Round Tables sind dazu da, dass wir uns mit Unterstützung von Experten ein immer besseres Gesamtbild vom Wald machen können, so dass wir uns mit der Zeit — hoffentlich — eine Art ‚Modell‘ vom Wald bauen können, welches uns hilft, immer besser verstehen können, was da alles wie zusammen spielt.