In der Zusammenfassung heißt es: „Ausgehend von der aktuellen Situation unserer Demokratie und der anhaltenden Spannung zwischen der Vertretung der Bürger über politische Parteien im Parlament und den heutigen außerparlamentarischen Dynamiken wird die Herausforderung einer nachhaltigen Entwicklung eingeblendet. Es wird verdeutlicht, dass das Projekt einer nachhaltigen Entwicklung sowohl empirische Wissenschaft benötigt wie auch die Beteiligung möglichst aller Bürger. Die heutige Fremdheit von Wissenschaft kann bei vielen dadurch überbrückt werden, dass man nachhaltige empirische Theorien im Format eines ‚Spiels‘ realisiert. [3] Dafür wird Gebrauch gemacht von neuesten Forschungen der Frankfurt UAS. Abschließend wird beispielhaft ein mögliches Programm skizziert, mit dem Bürger ihre individuellen Möglichkeiten in einem gemeinsamen Tun vereinigen können.“[4]
[1] Bei der Bearbeitung dieses Themas fühlen wir uns in besonderer Weise Manfred Faßler (‚MaFa‘) verbunden, der uns Jahrelang mit intensiven Gesprächen und durch seine Bücher begleitet hat. Zuletzt kreisten seine Gedanken stark um die ‚minimalen Bedingungen einer Demokratie‘. URL: https://www.uni-frankfurt.de/106285831/Prof__Dr__Manfred_Fa%C3%9Fler
[4] Eine komplette Dokumentation zur Veranstaltung findet sich hier: https://gruene-schoeneck.de/ortsverband/im-gespraech/expand/884120/nc/1/dn/1 (zuletzt: 9.Februar 2023)
— !!! Noch nicht ganz abgeschlossen. Bislang der grobe Faden des Vortrags, der einen sehr umfassenden Eindruck vermittelt hat. Dies alles im einzelnen auszufüllen wird Aufgabe der nächsten Wochen (oder sogar länger :-)) sein. Mittlerweile hat Yvonne Heil selbst einige Passagen ergänzt. Am 26.3.2023 gibt es dazu eine eigene Wald-Werkstatt. !!!—
Erhalt resilienter Wälder im Anblick eines globalen Klimawandels
von Dr.med.vet. Yvonne Heil (Schöneck)
Der nachfolgende Text stammt von Gerd Doeben-Henisch aus Sicht des Zuhörers. Als Datengrundlage steht ein Audio-Mitschnitt des Vortrags und eine Power-Point Präsentation von Frau Dr.Heil zur Verfügung. Ferner Informationen aus den zahlreichen Links, die zum Vortrag gehören bzw. vom Protokollant hinzugefügt wurden.Mittlerweile ergänzt um erste Texte, die Yvonne Heil eingefügt hat.
Programm am 5.März 2023
Einstimmung
Die Referentin, Dr.Yvonne Heil, sprach sehr engagiert und kenntnisreich über jenen Teil des Schönecker Waldes, der als „Wald zwischen Kilianstädten und Büdesheim“ als besonders schützenswert gilt, weil er zum sogenannten ‚Natura 2000‘ Programm der EU gehört [1a,b],[4]. Sie erinnerte sich wie Sie als Kinder in diesem Wald sein durften, als ihn noch eine Aura des ‚Besonderen‘ umgab, wo sie deswegen still sein sollten, nicht zu laut. Seitdem vermeint Sie zu spüren — und faktisch zu erleben –, wie sich das Verhältnis der Menschen zum Wald gewandelt hat.
Ihr Vortrag war daher nicht nur eine Art ‚trockener Bericht‘, reich an Daten, Beispielen, sondern man merkte auf Schritt und Tritt ihre besondere persönliche Beziehung zu diesem Wald, angereichert mit vielen eigenen Erlebnissen, mit vielen eigenen Fotos die ihrem engagierten Schauen entsprungen sind.
Entsprechend war die Reaktion der Teilnehmer*innen des Vortrags gegen Ende sehr positiv bis offen begeistert: So hatten sie diesen Wald vorher noch nicht gesehen. Ein Vortrag mit einem neuen Blick als Geschenk.
Wald in Schöneck
BILD 1 : Violett eingerahmt das Gebiet der Gemeinde Schöneck mit verschiedenen grünen Anteil für Wald. Insgesamt 211,3 ha, Anteil des Kilianstädter Waldes 123 ha zwischen Büdesheim und Kilianstädten. Das Besondere: der Kilianstädter Wald ist seit 2004 FFH Schutzgebiet [1a,b], was die Einhaltung spezieller FFH Richtlinien erfordert. In der Liste der hessischen FFH Natura 2000 Gebiete [4] trägt der Wald die Bezeichnung „Wald zwischen Kilianstädten und Büdesheim“. Eine genauere Beschreibung dieses Waldes findet sich in [5a,b]. Laut der EU Richtlinie für FFH Gebiete Natura 2000 [2] müssen die zuständigen Mitgliedsstaaten nötigen Erhaltungsmaßnahmen vornehmen (Art.6), für die finanzielle Mittel bereitgestellt werden (Art.8). Ferner beurteilt die Kommission im Rahmen des Verfahrens in regelmäßigen Zeitabständen den Beitrag von Natura 2000 zur Verwirklichung der in den Artikeln 2 und 3 genannten Ziele (Art.9). Grundsätzlich soll jeder Mitgliedstaat alle sechs Jahre einen Bericht über die Durchführung der durchgeführten Maßnahmen erstellen. Dieser Bericht enthält insbesondere Informationen über die in Artikel 6 Absatz 1 genannten Erhaltungsmaßnahmen sowie die Bewertung der Auswirkungen dieser Maßnahmen auf den Erhaltungszustand der Lebensraumtypen des Anhangs I und der Arten des Anhangs II sowie die wichtigsten Ergebnisse der in Artikel 11 genannten Überwachung. Dieser Bericht, dessen Form mit dem vom Ausschuß aufgestellten Modell übereinstimmt, wird der Kommission übermittelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. (Art 17.1) Es sollen auch erzieherische Maßnahmen und Informationen für den Schutz ergriffen werden (Art.22) Zur Berichtspflicht siehe auch [6],[8-10], besonders [8]! Erläuterungen der Bewertungskategorien zu Berichten [11]. Siehe auch interaktive Karte der Hess.Verwaltung für Bodenmanagement: https://natureg.hessen.de/mapapps/resources/apps/natureg/index.html?lang=de
Um nachhaltiges Waldschutzmanagement zu verstehen, müssen wir zunächst auf die Faktoren und Details blicken, die mit dem Ökosystem Wald und dessen Bewirtschaftung, falls nötig, in Verbindung stehen.
Natürlich macht es Sinn Waldmanagement als globale Aufgabe zu betrachten, jedoch ist auch der Wald vor unserer Haustür ein Teil davon. Hier können wir direkt erfahren, wie klimatische, wirtschaftliche und ökologische Faktoren ineinandergreifen.
Als Schönecker Bürger dürfen wir etwa 211 ha Wald als Gemeindewald in unsere Umlegungen einbeziehen. Gleichfalls stehen wir stehen hierbei in der Verantwortung.
Um Ökosysteme zu verstehen, erfordert es ein hohes Maß an komplexem Wissen. Hier können wir uns als Bürger nur Näheren, in dem wir eine Kommunikation mit Experten, kritisches Hinterfragen und ständiges Informieren betreiben.
Dieser Vortrag/Zusammenfassen hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern versteht sich als Prozess, Fragestellungen aufzuzeigen und Ansätze bzw. Anreize zu geben, sich mit dem Thema Wald auf allen (Wissens)Ebenen auseinanderzusetzen.
Es stellen sich demzufolge grundlegende Fragen:
Was ist der Wald? Hier müssen wir dringend genauer hinschauen, um annähernd zu verstehen, was wir schützen und nutzen. Wald ist nicht nur der Ort, an dem „die Bäume stehen“.
Was müssen wir (als Bürger) wissen? Da neben den biologischen, geologischen, geographischen und meteorologischen, sowie ökonomischen Zusammenhängen auch das Wissen um gesetzliche Hintergründe wichtig ist, ist es um so wichtiger, sich etwas eingehender hiermit zu beschäftigen.
Welche Bedeutung hat es für die Entscheidungen im Hinblick auf nachhaltige Maßnahmen? Erst nach kritischer Auseinandersetzung mit den obengenannten und in Folge näher beleuchteten Wissensgebieten, können Maßnahmenbewertet und vorgenommen werden.
Wenn wir uns mit dem Wald in Schöneck beschäftigen, sind geographische und geologische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Die Waldgebiete ergeben insgesamt eine Fläche von 211,3 ha. Das größte Waldgebiet ist der „Wald zwischen Kilianstädten und Büdesheim“ mit 123 ha, gefolgt von Buchwald, Brandsholz und den Lohwäldchen.
Der „Wald zwischen Kilianstädten und Büdesheim“ unterliegt einem besonderem Schutz. Er wurde im Rahmen der Zuweisung der Natura 2000 Gebiete als besonders schützenswert erkannt und von einer EU-Kommission als FFH-Schutzgebiet ausgewiesen.
In Deutschland gibt es über 4500 Natura 2000 Gebieten, zu denen FFH-Schutzgebiete und Vogelschutzgebiete zählen.
Diese FFH-Gebiete unterliege der FFH-Richtlinie von 1992, die das Biotop unter Schutz stellt. Anhand bestimmter Leitarten, wurde der Zustand des Ökosystems erfasst. Diesen gilt es zu erhalten oder im günstigsten Fall zu verbessern. Ein Monitoring soll in regelmäßigen Abständen von entsprechender Stelle erfolgen. Im Fall von Schöneck fand zu unserem FFH-Gebiet eine vom Regierungspräsidium Darmstadt veranstaltete Gebietskonferenz im November 2022 statt. (6a, b, c)
Die FFH-Gebietskonferenz zeigte deutliche grundsätzliche Probleme in unseren Wäldern auf. Ein unzureichender Erhaltungszustand wurde offensichtlich, eine Verschlechterung u.a. auch durch kurze Umtriebszeiten, starke Durchforstung und teils auch durch Entnahme einzelner Habitatbäume begründet. Neben dem Rückgang von verschiedenen Fledermausarten wie Bechsteinfledermaus (als Leitart) wird auch auf die rückläufigen Zahlen von Spechten, Zwergschnäpper und Hirschkäfer u.a. mit Sorge geblickt.
Während der Gebietskonferenz wurde von Biologen des Planungsbüros berichtet, dass, obwohl ein Verschlechterungsverbot gilt, ein Abstufung von B nach C erfolgt ist. Ein drastischer Rückgang der beobachteten Fledermausarten ist in unserem Wald erfolgt. Ein Maßnahmenkatalog soll seitens des RP herausgegeben werden.
Berichte alle 6 Jahre an EU, Konferenz mindest. alle 2 Jahre
Berichte an EU
Verpflichtung zum Erhalt! Klagen wurden bereits im Zusammenhang mit Ergebnissen des Monitoring beim EuGH eingereicht und bereits Urteile gefällt siehe „Leipziger Auwald“.
Maßnahmen zum Erhalt oder zur Verbesserung sind daher zwingend erforderlich.
Um zu verstehen, wie Rechtsgrundlagen den Wald betreffen, müssen wir uns mit verschiedenen Gesetzen auseinandersetzen :
Waldmeister-Buchenwald, daneben finden wir auch andernorts Hainsimsen-Buchenwald oder auch Hainbuchen-Eichenwald.
Esche
vorrangige Baumart:
Rotbuche
aber auch Traubeneiche, Stieleiche, Roteiche (aus Nordamerika)
…
Nadelhölzer: noch häufig finden wir die Fichte (als nicht unproblematisch zu betrachten, da ihre Nadeln zur Bodenversauerung beitragen, flache Wurzeln u.a. Bodenverdichtung bei Wind führen können) Weißtannen sind Tiefwurzler, gelten als Schattenbaumart und ihre Nadeln verwerten Bodenorganismen gerne. Eibe als noch seltene Art im Nutzwald ist zu beachten
Wir unterscheiden zudem zwischen Lichtbaumarten: Birke („Ammenbaum, Pionierbaum“), Schwarzpappel oder Hybrid, Espe, Weide, Kiefer, Lärche
und Schattenbaumarten: Weißtanne, Buche, Eibe, sowie Übergangsarten (halbschatten) Linde, Bergahorn, Hainbuche
Daneben wichtig für das Ökosystem Wald, z.B.: Moose Flechten Pilze Hallimarsch, Baumschwamm
Totholzstamm mit verschiedenen Moos- und Flechtenarten
Farne Wurmfarn, Rippenfarn, Hirschzunge
Aktuell, zahlenmäßig und lokal erfasst in ‚Forsteinrichtung‘ (10 Jahresplan der Gemeinde)(Der letzte öffentlich zugängliche Bericht des RP Darmstadt stammt von 2013[3a]).
Insekten Waldameise, Schröter (Larven 3 Jahre im Totholz) Rüsselkäfer, Admiral Spinnentiere Baldachinspinne Schnecken schwarzer Schlegel (nachaktiv, Qualitätsmerkmal)
schwarzer Schlegel
Mit einem Buchenwald verbinden sich ca. 11.000 Arten
Hainsimse
Lerchensporn+
Huflattich+
Schwarzspecht+
Gartenschläfer (Waldbewohner)
Wildschwanzpfledermaus+
Käfer (+/- flugfähig, wichtig für Ausbreitung) Auswahl:
Waldboden:
Wasserspeicher (bis zu 200l/m²), Lebensbereich Bodenverdichtung (Fahrspuren/Römer, Vibration), dadurch Sauerstoffmangel, Anaerobier/Methanproduktion v.a. unter 20 cm Bodentiefe (darüber z.B Wühlmäuse u.a)
(Beispiel Gettenbach Probleme mit Brunnen durch Bodenverdichtung, vor allem in tieferen Bereichen, Sauerstoffmangel! Sind sehr nachhaltig über Jahre)
pH-Wert Tiefwurzler spielen stabilisierende Rolle (Eiche, Weißtanne) Beweidung durch Waldbwohner (durch Tiere) Bestimmungsfächer Waldböden von bfw.gv.at (Bundesforschungszentrum für Wald)[13]
Funktionen Lebensgrundlage vieler Arten (Moose, Pilze, Käfer, Specht, Kauz, Fledermaus), 1700 Käferarten und 2700 Großpilze ein Viertel aller Arten auf Totholz angewiesen Wasserspeicher Bodenerosion verringern
Schwellenwerte 20-25m³/ha bis über 100m³/ha für anspruchsvolle (Tier.)arten (z.B. Dreihzehenspecht) Schwellenwerte: Mindestens 20 m3
Totholz fördern durch z.B. Altholzinseln , Vernetzung von Habitaten und Habitatbäumen (5-10/ha)
Alte Wälder bis 300/400 m3
Waldrand – als wichtiger Faktor zum Beitrag von Biodiversität und Artenvielfalt:
Erhaltung des Waldrandes, Waldinnen- und Waldaußenrand Stufenweiser Aufbau, bis 20 m in den Wald reichen Zusammensetzung spielt ebenfalls eine Rolle Vogelbeere, Kirsche, Weißdorn, Hasel, Holunder
Anmerkung: In Kilian Waldrand z.T. auf harter Linie ‚gefräßt‘.
Altholzbestände:
In Naturwäldern 400 Festmeter pro Hektar Altbäume mind. 5/ha besser 10/ha ab BHD 40 cm Bei Fehlen wird die Besiedlungskontinuität unterbrochen (v.a. flugunfähige Laufkäfer ), Bedeutung für Ortstreue Vogelarten wie Mittelsprecht Samenbäume (Mastjahre)
Biotopbäume-Habitatbäume-Zukunftsbäume
Buchenwaldmodell BEFORE – hundert Jahre sich selbst überlassen-> nicht einheitlich Bestandsentwicklung
Schadfaktoren/Kalamitäten:
Dürrebelastung Aushagernde Winde Sturmschäden
Waldbrandgefahr Frostschäden für Laubholz
Auswirkungen des Klimawandels, Stress, unzureichende Harzproduktion – Prädisposition für Borkenkäferbefall Eschentriebsterben
Buchen kommunizieren Bedrohungen und reagieren abwehrend im voraus.
Einbringen von Stickstoff (Stoffeinträge Industrie/Landw.) Vergrasung
Wild Mäuse Insekten/Rindenbrüter Pilzkrankheiten
Ökologische Aufgaben des Waldes:
Habitat für Waldbewohner
Kühlender Effekt, hier Aufheizen von Kahlschlagflächen im Sommer bis zu 50° Bespiel Brandenburg
Wärmeunterschiede zu bebauter Fläche und Wald sind 15 °C
Erstellen von Biomasse CO²-Bindung, Klimaleistung, Ökosytemleistung
Wasserspeicher Wichtiger Bestandteil zur Bereitstellung von „grünem“ Wasser (im Boden durch Ökosysteme gespeichert) „Blaues“ Wasser-aus Wolken, Seen, Flüssen etc „Graues“ Wasser
„Recyclen“ des Niederschlags auf der Waldoberfläche Hydraulischer Up-Lift im Boden, Verdunstung über Blattoberfläche, Kühlungseffekt Ansaugen von Luft, Wolkenentstehung, Verbindung von Biosphäre und Atmosphäre (Hinweis: youtube Video)
Zusammenhänge im Ökosystem verstehen:
Beitrag zur Nachhaltigkeit:
Räuberische Coleopteren, insb. Laufkäfer
Webspinnenzoönose (naturschutzrelavante Arten)
Eichenfraßgesellschaften, Ausbildung individiuenreicher Gegenspieler, auch Prädatoren
Vergrasungsgefahr wird durch Kronenschluß und Laubfall gesenkt, reduzieren der Mäusepopulation
Der Mensch : Hohes Anspruchsdenken und Teil der Natur
Fragen und Gedanken:
Blick auf Brandsholz von Büdesheim
Welches Verständnis hat jeder der Nutzer von Nachhaltigkeit im Wald?
Wo liegt der Schwerpunkt?
Braucht z.B. ein Spaziergänger Nachhaltigkeit im Wald, wenn ja, wie ist diese strukturiert?
Gibt es andere Ansätze, wenn die Personengruppe Sportler, Beobachter oder Jäger ist?
Holzwirtschaft-Nutzung des Rohstoffs durch Bevölkerung a) „Verbauen“ von Holz = C02-Bindung b) Brennholz = C02? Ist es nachhaltig für eine eingeschlagene 120 jährige Buche eine neue zu pflanzen, oder zwei oder….drei?
Ist ein Miteinander möglich? Idee der Biosphärenreservate (über 700 weltweit) von UNESCO initiiert, nachhaltige Entwicklung, interdisziplinär Großschutzgebiete mit Forschungs- und Bildungsfunktion [14]
Wie viel Nutzung verträgt der Wald? Ist die Maximalnutzung in Zahlen zu fassen? z.B. 3 % Spaziergänger Oder 1 Spaziergänger/100m² Ebenso anzuwenden auf andere Bereiche der Waldnutzung
Handeln im Sinne der Nachhaltigkeit Wie beurteilt man, ob nachhaltig gearbeitet oder genutzt wird? Kernelemente sind Biodiversität, Anpassen an Klimaverhältnisse und damit verbunden der Waldumbau (natürlich oder anthropogen) Es muss nicht immer eingegriffen werden, es ist sinnvoll auch andere Kriterien gelten zu lassen
blauer Rindenhelmling
Wissenschaftlicher Beirat für Waldpolitik (WBW)/Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) [15]:
Der Beirat ist mit Vertretern verschiedener wissenschaftlicher Fachdisziplinen besetzt, die die gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald widerspiegeln. Hierzu gehören
eine gesicherte Versorgung von Holzindustrie und Energiewirtschaft mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz,
die Sicherung von Arbeitsplätzen, insbesondere im ländlichen Raum,
die Erhaltung der Biodiversität,
der Klimaschutz und die Anpassung der Wälder an den Klimawandel [16],
die Nutzung der Wälder als Erholungs- und Erlebnisraum für die Bevölkerung sowie
die Beachtung der Ausgewogenheit zwischen Eigentümerinteressen und Sozialpflichtigkeit.
Novellierung des Bundes-Waldgesetzes [18] Naturschutzfachliche Mindeststandard für Waldwirtschaft/GfP (gute fachliche Praxis), rechtssichere Umsetzung Gemeinwohlverpflichtung z.B. Walderhaltung oder Betretungsrecht Förderinstrumente z.B. Honorierung von Klimaschutzleistungen u.a.
Naturschutzfachliches Standardniveau in Forstwirtschaft Naturschutzfachlich wünschenswertes Niveau der Forstwirtschaft
Zukunftsdialog Wald [17] Prozess aus Vertreter aus Forst- und Waldwirtschaft, Jagd, Erholung, Sport, Naturschutz mit Ziel Novellierung BWG und Bundeswaldstrategie
Empfehlungen des WBW Walderhalt durch Genehmigungsvorbehalte für Waldumwandlung Kahlschlagvermeidung Zugänglichkeit/Waldbetretungsrecht Waldverjüngung durch angemessene Wildtierbestände Bodenschutz (Vermeidung von Bodenerosion/Bodenverdichtung) Wasserschutz (Rückhaltevermögen/Filtersystem)
Nachhaltigkeit im Wald sollte den Erhalt der Artenvielfalt berücksichtigen, da diese ein Schlüsselattribut für funktionierende Ökosysteme, von diesen sind nur etwa 10% der im Wald vorkommenden Arten sind bekannt, die absolute Zahl liegt im sechsstelligen Bereich
Natur hat Anspruch auf sich selbst, aber…..wir sind ein Teil davon Natur hat Nachhaltigkeitsprinzip verstanden
Verantwortung und Monitoring Novelle des hessischen Naturschutzgesetzes (2022), Novellierung des Bundeswaldgesetz Umsetzung auf gesetzliche Ebene, rechtlichen Rahmen schaffen
Anwendung von Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung durch Fachleute
Überprüfen von Maßnahmen, ggf. Langzeitmonitoring Einbeziehen von ( bestenfalls lokalen ) Naturschutzorganisationen und Ehrenamtlichen
Bedeutung von Waldmonitoring: auf Bundesebene BWI (Bundeswald-Inventur) 2002/2012/2022 Länderebene Kreisebene Naturschutzorganisationen
Zertifizierung von Waldbeständen: PEFC (Program for the endorsement of forest certification schemes/Paneuropäische Forstzertifizierung) FSC (Forest Stewardship Council)
(FSC und PEFC nicht ganz unumstritten)
klassische Kriterien auch Schutz indigener Völker Rücksichtnahme auf bedrohte Tier- und Pflanzenarten weitestgehender Biozid-Verzicht
außerdem Naturland NABU/Eco-Timber
Ökonomie versus Ökologie oder sind Waldwirtschaft und Naturschutz vereinbar:
Welche Wege sind möglich und umsetzbar
Erwirtschaftung pro Hektar (z.B. 0,1 Arbeitsplatz/ha, etwa 7 Festmeter Holz/ha) aktuelle Holzpreise Eiche/Buche/Fichte
Generation anderer Gelder (notwendig?) Ökopunkte Fördermaßnahmen z.B. Honorierung von Klimaschutz- und Biodiversitätsleistung Zertifikate
BILD : Im Hintergrund ein Teil des FFH-Waldes aus Sicht von Naturschuzgebiet Bornwiesen.
Was kostet Nachhaltigkeit oder gibt es sie umsonst?:
Aufforstungskosten von 3000-5000 Euro/ha Setzlinge Samen (Dürfen zwischen Regionen nicht einfach ausgetauscht werden) Naturverjüngung
Anmerkung: Es gibt den Wald als Grundgröße und damit im Zusammenhang Forstwirtschaft (BWaldG) als Maßnahmen am Wald
BILD : Im Bereich des unbewirtschafteten FFH-Waldes; Grenze zu Büdesheim
Naturschutzelemente:
Hotspotpunkte, Naturwaldbereiche im Wirtschaftswald
Pufferzonen schaffen zwischen Schutzgebieten und Wegen und intensiv wirtschaftlich genutzten Bereichen
Stilllegung, Prozessschutzwald
Reliefenergie im Wald nutzen
C02 Bindung im Waldboden nicht nur im Holz Zersetzungsprozesse , Einfluss von Licht und Wärme auf Freiflächen und fehlendem Kronenschluss Massives Wachstum von Bakterien und Pilzen, Erhöhung der Freisetzung Steigerung der Biomasse ist vorhanden, damit auch CO2-Bindung Forschungsgruppe „Caboeurope“ (Konnte nicht verifiziert werden! Siehe [20]): bis zu 50% der Biomasse wird erhalten, damit auch CO2 im Boden Gebunden
Ökoleistung im Wald beurteilen Ökopunktvergabe, Biotoppunkte, bieten evtl. auch Probleme
Weitere Empfehlungen:
Waldentwicklungsphasen zulassen Bestandsaufbau (mehr als nur ein- bis zweischichtig) Altbaumanteil erhöhen Nutzungsuntergrenzen von Zielbäumen schaffen ( z.B. Buche 120-180 Jahre ) Mikrohabitatbäume Erdgebundene Habitate Totholz Vorratshaltung (z.B. 400m³/ha Lebend- und Totholz in naturnahen Wäldern) Naturverjüngung (z.T. unterschiedliche Zyklen)
BILD : Buchenkeimling
Waldinnen- und Außenränder Bodenschutz bei Holzernte Keine Bodenbearbeitung Bewirtschaftungsruhe Wildmanagement/ Verbissreduktion Wasserhaushalt
Klimaangepasstes Waldmanagement (BMEL) ( Pressemitteilung Nr. 155 vom 8.11.2022 ) Fördergelder:
Kriterien
Vorausverjüngung Favorisierung von Naturverjüngung Standortheimische Baumarten Natürliche Entwicklung auf kleinen Freiflächen zulassen Baumdiversität Keine Kahlflächen Totholzanteil erhöhen Habitatbäume fördern Größerer Rückegassenabstand (oft nur 10m ; FFH Pflicht mind. 30 m) Pflanzen natürlich gesund erhalten Wasserhaushalt verbessern Mind. 5 % Naturwald
Zusammenfassung
Biodiversität und Nachhaltigkeit sind wichtige Faktoren für die Gesunderhaltung des Waldes
CO2 Bindung im Wald entsteht durch Anreicherung von Biomasse als natürlicher Prozess und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Erreichen von Klimazielen
Ein gesundes Waldökosystem ist von zentraler Bedeutung für die Zukunft
Nachhaltigkeit fördert Nutzung im Sinne des Naturschutzes
Umsetzung von Maßnahmen sind notwendig und es muss ein Monitoring erfolgen (jeder kann helfen).
Tipps für Literatur:
Praxishandbuch-Naturschutz im Buchenwald (Herausgeber Land Brandenburg)
Themenband Wald (Wetterauische Gesellschaft)
Ökologischer Waldschutz (Siegfried Prien)
Alte Buchenwälder/Kellerwald-Edersee (Norbert Panek)
Wohllebens Waldführer (Peter Wohlleben)
Tipps für Links:
totholz.wsl.ch/de/index.html [22]
www.hlnug.de
www.waldwissen.net [21]
www.fnr.de [23],[24]
FEEDBACK vom PUBLIKUM
Wegesicherung – Waldrand: Wirkt übertrieben. Warum? Sehr diskutiertes Thema bei FFH Gebietssicherungs Konferenz. Eigentlich keine Wegesicherung notwendig.
Total beeindruckend und interessant.
Wer profitiert vom geschlagene Holz?
10 Jahresplan der Gemeinde.
Wegen sehr viel Holz: Holz nicht nur am Rand, auch solche, die nicht zur Wegesicherung gehören. Argument in der Gemeinde immer die Wegesicherung. Förster verantwortlich.
Anderer: Der Vortrag hat eine neue Komplexität eröffnet, die vorher nicht gesehen wurde.
Energie, CO2 und Holznutzung: wie geht das zusammen?
Unbekannt, wer die CO2 Nutzung monitort.
Anderer: Biomasse und CO2?
Anderer: Konflikt zwischen Wirtschaftlichkeit und Natur. Waldnutzungsplan als Ort, wo die Entscheidungen fallen! Hessenforst führt aus. Netto wenig Tausend Euro.
Lohnt es sich den Wald zu bewirtschaften bei dem geringen Netto-Wert? Der Wald ist so klein… lohnt es sich? Eher das Klima berücksichtigen?
Man muss allerdings all die indirekten Wirkungen berücksichtigen: Wege … andererseits große Maschinen. – FNR Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe – alternative Technologien
Holz als ökologischer Baustoff mit CO2-Bindung.
Gespräch mit dem Förster versuchen; gemeinsames Verstehen verbessern
ANMERKUNGEN
wkpd := Deutsche Wikipedia
[1a] Für ‚FFH Schutzgebiet‚ siehe wkpd: https://de.wikipedia.org/wiki/FFH-Gebiet.
[1b] Natura 2000 auf der Seite des Bundesamts für Naturschutz: https://www.bfn.de/thema/natura-2000
[2] Deutscher Text der EU-Richtlinie vom 21.Mai 1992 für FFH Schutzgebiete unter der Bezeichnung ‚Natura 2000‘: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:31992L0043&from=DE
[3b] Die Hinterlegung der hessischen FFH-Gebiete im Regierungspräsidium Darmstadt finden sich hier: http://www.rpda.de/01%20Natura%202000-Verordnung/Natura2000-VO-RPDA/Start_Natura2000_VO.html und auch allgemeiner hier: https://rp-darmstadt.hessen.de/umwelt-und-energie/naturschutz/schutzgebiete/natura-2000
[3d] Bewirtschaftungsplan (Maßnahmenplan) für das FFH-Gebiet „Wald zwischen Kilianstädten und Büdesheim“ ab 2013: https://natureg.hessen.de/resources/recherche/Schutzgebiete/RPDA/M_PLAN/4174.pdf
[4] Liste der FFH Natura 2000 Gebiete in Hessen nach wkpd: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_FFH-Gebiete_in_Hessen. Dort das Gebiet „Wald zwischen Kilianstädten und Büdesheim“, seit 2004 Schutzgebiet.
[5b] Ausführlicher Text beim BfA für den „Wald zwischen Kilianstädten und Büdesheim“ : https://www.bfn.de/natura-2000-lebensraum/waldmeister-buchenwald-asperulo-fagetum . Zitat: „Waldmeister-Buchenwald (Asperu
Wasserspeicher (bis zu 200l/m²), Lebensbereich Bodenverdichtung (Fahrspuren/Römer, Vibration), dadurch Sauerstoffmangel, Anaerobier/Methanproduktion v.a. unter 20 cm Bodentiefe (darüber z.B Wühlmäuse u.a) pH-Wert Tiefwurzler spielen stabilisierende Rolle (Eiche, Weißtanne) Beweidung durch Waldbwohner Bestimmungsfächer Waldböden von bfw.gv.at (Bundesforschungszentrum für Wald)
lo-Fagetum) Mitteleuropäische Buchen- und Buchen-Eichenwälder auf kalkhaltigen und neutralen aber basenreichen Böden der planaren bis montanen Stufe. Krautschicht meist gut ausgebildet, oft geophytenreich. In höheren Lagen z. T. mit Beimischung von Picea abies und Abies alba (Bergmischwälder basenreicher Böden).“ … sehr ausführlicher weiterer Text
[6c] BfN, Schriften 278, Konzept zum Monitoring des Erhaltungszustandes von Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland: https://www.bfn.de/sites/default/files/BfN/service/Dokumente/skripten/skript_278.pdf
[7] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), 2020, Die Lage der Natur in Deutschland. EU-Vogelschutz und FFH-Bericht, https://www.bfn.de/sites/default/files/BfN/natura2000/Dokumente/bericht_lage_natur_2020.pdf
[8] Text zu Natura 2000 Gebiete auf der Webseite des Hessischen Ministeriums für Naturschutz und Artenvielfalt: https://umwelt.hessen.de/naturschutz-und-artenvielfalt/schutzgebiete . Hier wird u.a. darauf hingewiesen, dass das Gebietsmanagement eine Daueraufgabe darstellt, die sich insbesondere auf folgende Bereiche erstreckt:
Erstellung und Aktualisierung von Maßnahmenplänen
Umsetzung von Maßnahmen zur Wahrung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes
Vermeidung von Verschlechterungen
Aus- und Bewertung der gewonnenen Daten
Konfliktbewältigung bei Interessengegensätzen
Verträge mit Landnutzern.
Außerdem dient auch die FFH-Verträglichkeitsprüfung der Umsetzung dieser Schutzziele.
[9] Hessische Verordnung für Natura 2000 Gebiete vZukunftsdialog Waldon 2016: http://www.rpda.de/01%20Natura%202000-Verordnung/Natura2000-VO-RPDA/allgemeiner_VO_Text/Natura2000-VO-Text_allgemeiner_Teil.pdf
[10] EU: Natura 2000 – Gebietsmanagement, https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/2c9f4a14-8f97-43ac-a274-4946c142b541/
[14] Deutsche UNESCO: Biosphärenreservate: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/biosphaerenreservate
[15] Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik (WBW): https://www.bmel.de/DE/ministerium/organisation/beiraete/waldpolitik-organisation.html . Der WBW berät und unterstützt die Bundesregierung bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder.
[16] WBW, Okt.2021,“Die Anpassung von Wäldern und Waldwirtschaft an den Klimawandel. Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates für Waldpolitik“: https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ministerium/Beiraete/waldpolitik/gutachten-wbw-anpassung-klimawandel.pdf?__blob=publicationFile&v=2
[18] BWaldG (Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft (Bundeswaldgesetz)), 1975 (zuletzt geändert 10.Aug. 2021): https://www.gesetze-im-internet.de/bwaldg/BJNR010370975.html
[20] CARBONEUROPE 2005, Concept for a European Measuement System, https://gml.noaa.gov/icdc7/proceedingview-details-162-FINE-SCALE_INTEGRAL_MONITORING_OF_THE_CARBON_CYCLE__LOW_COST,HIGH_RESOLUTION_MONITORING_OF_CO2….html . Es gibt eine alternative Organisation, die noch aktuell arbeitet: https://www.iccdu2023.com/
[23] FNR – Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe, siehe: https://www.fnr.de/
[24] FNR, „Lasst uns sprechen: Waldnaturschutz und Waldbewirtschaftung als Kommunikationsaufgabe. 15 Projekte zu Konfliktentschärfung, Selbstverständnis oder Bürgerbeteiligung im Forst gestartet“, siehe: https://www.fnr.de/presse/pressemitteilungen/aktuelle-mitteilungen/aktuelle-nachricht/lasst-uns-sprechen-waldnaturschutz-und-waldbewirtschaftung-als-kommunikationsaufgabe
[25] Hessenforst : https://www.hessen-forst.de/ , Landesbetrieb Hessen Forst , Panoramaweg 1, D-34131 Kassel. Zum Thema ‚Natura 2000‘ schreibt Hessen Forst: „Natura2000 – Bewahren, was kostbar ist.Die EU hat 1992 ein Konzept entwickelt, um natürliche Lebensräume sowie wildlebende Tiere und Pflanzen in Europa grenzübergreifend zu erhalten. Die „Natura2000-Richtlinie“ bildet die Grundlage für das europaweite Netz aus Schutzgebieten. Eine besondere naturschutzfachliche Bedeutung haben hierbei die Flora-Fauna-Habitat-Gebiete, kurz FFH-Gebiete. Um diese wichtigen Lebensräume zu erhalten und weiter zu entwickeln, werden genaue Pflegemaßnahmen festgelegt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von HessenForst sind aufgrund ihrer örtlichen Kenntnisse und ihres Fachwissens maßgeblich an der Aufstellung und Umsetzung der Maßnahmenpläne beteiligt. Für alle Natura2000-Arten – wie z.B. Wildkatze, Schwarzstorch oder Bechsteinfledermaus – gibt es Monitoring-Programme, die die Entwicklung der Populationen beobachten. Sind Arten gefährdet, erstellen wir Hilfsprogramme und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung bedrohter Arten. In Hessen gibt es 583 FFH-Gebiete und 60 Vogelschutzgebiete. Davon liegen ¾ der FFH-Gebiete und 60 % der VSG im Wald – Buchenwälder haben den größten Anteil an den Wald-FFH-Gebieten.(siehe: https://www.hessen-forst.de/naturschutz/schutzgebiete) . Weitere spezielle Einträge bei Hessen Forst finden sich hier: https://www.hessen-forst.de/Themen-A-Z/naturschutz
[26] Tag des Waldes, 21.März : https://tag-des-waldes.de/der-tag-des-waldes-warum-gibt-es-ihn-und-warum-ist-er-wichtig/ Zitat: „Der 21. März wurde erstmals 1971 von der FAO als „Internationaler Tag des Waldes“ proklamiert. Seit 2012 ist dieses Datum offizieller Aktions- und Thementag der Vereinten Nationen. Wälder schützen und nachhaltig nutzen, anstatt sie zu zerstören, lautet seitdem die Botschaft des jährlich überall auf der Welt begangenen Waldtages. Mit der Bedrohung durch den Klimawandel hat er in den letzten Jahren eine weitere wichtige Bedeutungsdimension bekommen.“ Initiator des ‚Tag des Waldes‘ ist die PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes, DE: Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen.) : https://www.pefc.de/ . Man muss beachten, dass das PEFC damit spezielle Interessen wahrnimmt. Zitat: „PEFC ist ein transparentes und unabhängiges System zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Die PEFC-Zertifizierung ist damit eine Art weltweiter „Wald-TÜV“. Holz- und Papierprodukte mit dem PEFC-Siegel stammen aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Waldbewirtschaftung.“ Beispielhaft für die Auswirkung eines bestimmten Interesses (Waldnutzung) auf die Frage des Naturschutzes kann der Text auf folgender Seite bieten: „Wälder, die nachhaltig bewirtschaftet werden, leisten nicht nur einen wertvollen Beitrag zu Klimaschutz und Holzproduktion. Zusätzlich sind sie wunderbare Orte der Ruhe und Erholung. Die aus dem Winterschlaf erwachenden Wälder locken jedes Frühjahr viele Naturbegeisterte nach draußen. Hier finden sich deshalb unter anderem Ideen für den Frühlingsspaziergang oder den Familienausflug mit Kindern. Unter der Rubrik „Aktiv im Wald“ sind Ausflugstipps über Wildparks und Hochseilgärten zu finden.“, https://tag-des-waldes.de/pressekontakt/ (Letzter Besuch: 21.März 2023)
[28] Kerstin Altenbrunn, Peter Elsasser, 2021, Technische Dokumentation zum Modell ReWaLe (Regionalisierung des ökonomischen Wertes von Waldleistungen), Braunschweig : Johann Heinrich von Thünen-Institut, URL: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/247278/1/1776316282.pdf, Zitat: „Im Projekt ’Quantifizierung und Regionalisierung des Wertes von Waldökosystemleistungen in Deutschland (ReWaLe)’ wird der ökonomische Nutzen von Ökosystemleistungen des Waldes analysiert. Betrachtet werden dabei insbesondere die Waldökosystemleistungen Rohholzproduktion, Klimaschutz, Erholungsleistung sowie verschiedene Leistungen im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege. Das in diesem Rahmen entwickelte Modell kombiniert Bewertungsdaten mit regional-statistischen Informationen anhand von Bewertungsfunktionen, die in einem geografischen Informationssystem (GIS) implementiert sind, und visualisiert die Ergebnisse.“(S.1)
[29] Zudin S, Heintz W, Kraus D, Krumm F, Larrieu L, Schuck A, (2022), A spatially-explicit database of tree-related microhabitats in Europe and beyond. Biodiversity Data Journal 10: e91385. https://doi.org/10.3897/BDJ.10.e91385, Zitat: „Tree to tree interactions are important structuring mechanisms for forest community dynamics. Forest management takes advantage of competition effects on tree growth by removing or retaining trees to achieve management goals. Both competition and silviculture have, thus, a strong effect on density and distribution of tree related microhabitats which are key features for forest taxa at the stand scale. In particular, spatially-explicit data to understand patterns and mechanisms of tree-related microhabitats formation in forest stands are rare. To train and eventually improve decision-making capacities related to the integration of biodiversity aspects into forest management plot of one hectare, so called marteloscopes were established in the frame of the ‘European Integrate Network’. In each plot, a set of data is collected at the individual tree level and stored in a database, the ‘I+ repository’. The ‚I+ repository‘ is a centralised online database which serves for maintaining the data of all marteloscope plots. A subset of this repository was made publicly available via the Global Biodiversity Information Facility, based on a data-sharing policy. Data included are tree location in plot, tree species, forest mensuration data (diameter at breast height [cm], tree height [m]), tree status (living or standing dead) and tree-related microhabitats. Further, a visual assessment of timber quality classes is performed in order to provide an estimate of the economic value (market price) for each tree. This information is not part of the GBIF dataset.“
[30] 3sat, 23.März 2023: Bye-bye Beton – Nachhaltiges Bauen fundamental neu denken. Stahl und Beton sind das Fundament unserer modernen Welt. Doch der Alleskönner unter den Baustoffen hat einen hohen Preis, seine Klimabilanz ist verheerend. Welche Alternativen gibt es? Siehe: https://www.3sat.de/wissen/wissenschaftsdoku/230323-sendung-bye-bye-beton-nachhaltiges-bauen-wido-100.html Anmerkung: Dieser Beitrag zeigt u.a. (im Schlußteil), welche große Chancen das Bauen mit Holz hat und wie dies die Klimabilanz global stark positiv beeinflussen könnte.
[31] Boyce Upholt, Der Superbaum, der das Klima retten soll. Ein Start-up aus dem Silicon Valley will Bäume so behandeln, dass sie mehr Kohlenstoff binden und die Atmosphäre abkühlen. Große Klimalösung oder Hype? URL: https://www.heise.de/hintergrund/Der-Superbaum-der-das-Klima-retten-soll-9181415.html?seite=all , Heise online, 13.6.2023